Russische Marinesoldaten patrouillieren in Sewastopol

Moskau: Kriegsschiff durch Drohnenangriff beschädigt

Samstag, 29. Oktober 2022 | 17:33 Uhr

Bei den Drohnenangriffen auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist nach russischen Angaben in Sewastopol ein Kriegsschiff der Schwarzmeerflotte getroffen worden. Das Minenräumschiff “Iwan Golubez” und auch Anlagen in einer Bucht seien leicht beschädigt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Samstag mit. Die Angriffe seien unter Anleitung britischer Spezialisten in der Ukraine erfolgt.

Diese Einheiten seien auch für die Anschläge auf die Ostsee-Gasleitungen Nord Stream 1 und 2 im September verantwortlich, behauptete das Ministerium, ohne Belege zu liefern. “Heute Morgen um 4.20 Uhr ist vom Kiewer Regime ein Terroranschlag auf die Schiffe der Schwarzmeerflotte verübt worden”, erklärte das Ministerium. London dementierte die Vorwürfe.

Insgesamt sind laut russischen Angaben 16 Drohnen auf Sewastopol abgefeuert worden. Die meisten seien abgefangen worden. Das Ministerium wies darauf hin, dass die Kriegsschiffe der Schwarzmeerflotte an dem unter Vermittlung der Türkei und der Vereinten Nationen geschlossenen Abkommen für den Export von Getreide aus ukrainischen Häfen beteiligt seien. Russland hatte immer wieder gedroht, das Abkommen im Fall von Terror- oder Sabotageakten platzen zu lassen.

Des weiteren bestätigte das Ministerium die Angaben des Chefs der Separatistenrepublik Donezk, demzufolge 50 ukrainische Kriegsgefangene im Zuge eines Gefangenenaustausches übergeben wurden. Beide Seiten sollen je 50 Gefangene ausgetauscht haben.

Nach Darstellung der Ukraine hat Russland im Krieg auch nach der Teilmobilmachung keine Fortschritte gemacht. Trotz eines Übergewichts bei den Waffen und weiterer Soldaten – einschließlich eingezogener Reservisten – sei der Feind nicht erfolgreich, sagte der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Waleryj Saluschnyj, am Samstag in Kiew.

Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor mitgeteilt, die Teilmobilmachung von 300.000 Reservisten sei abgeschlossen. Die Ukraine konzentriere sich weiter darauf, besetzte Gebiete zu befreien und die Einnahme neuer Regionen durch die russischen Besatzer zu verhindern, sagte Saluschnyj nach eigenen Angaben bei einem Gespräch mit US-Generalstabschef Mark Milley. Zudem sei die Flugabwehr aktiv, um wichtige Infrastruktur vor Raketenangriffen zu schützen.

Dem ukrainischen Generalstab zufolge wurden allein im Gebiet Donezk 300 Besatzer “vernichtet”. Im Gebiet Luhansk meldeten die ukrainischen Behörden, dass bei Artilleriefeuer auf Kasernen und Militärtechnik der russischen Besatzer bis zu 20 Besatzer getötet worden seien. Überprüfen ließen sich diese Angaben von unabhängiger Seite zunächst nicht. Die russische Seite meldet fast täglich, dass Hunderte ukrainische Soldaten getötet worden seien.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die russischen Soldaten schon mehrfach aufgefordert, sich in Gefangenschaft zu begeben, um nicht als “Kanonenfutter” und “Dünger” auf dem Feld zu enden. Sollten sie sich ergeben, werde ihr Leben verschont.

Von: APA/dpa/Reuters

Kommentare

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15 Kommentare auf "Moskau: Kriegsschiff durch Drohnenangriff beschädigt"


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Tigre.di.montana
Tigre.di.montana
Superredner
1 Monat 9 Tage

Diese Drohnen sind wie Zahnstocher. Sie provozieren die Russen ihre Vorräte an Abwehrraketen aufzubrauchen. Die Ukraine wartet ab bis die Verzweiflung der russischen Besatzer sich bis in das Bewusstsein der russischen Bevölkerung eingegraben hat: dass dieser von dem Verbrecherstaat Russland begonnene Krieg für Russland nicht mehr zu gewinnen ist und erst mit dem Sieg der Ukraine beendet sein wird. Es wird noch viele russische Fernsehberichte über “unsere Helden der Schwarzmeerflotte” geben…

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 9 Tage

Ist aber mit all dem Leid und Zerstörung ein sehr bitterer “Sieg”

Superredner
1 Monat 9 Tage

@primetime Leid und Zerstörung dank russischer imperialistischer Invasion!

sarkasmus
sarkasmus
Tratscher
1 Monat 9 Tage

@primetime
Im irak war es nicht anders

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 9 Tage

@sarkasmus aber dort hat man ja die Gefahr an Biowaffen beseitigt – oder etwa doch nicht? 🙂

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 9 Tage

@Philingus zu welchen Zweck musste das nun geschrieben werden?

gamer6401
gamer6401
Grünschnabel
1 Monat 8 Tage

@primetime war in Afganistan und dem Irak nicht anders. Sobald die “Invasoren” weg sind ist Ruhe…

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 8 Tage

Da war nur “kurze Zeit” Ruhe

pfaelzerwald
1 Monat 7 Tage

@primetime
ja, wenns so kommt, dann ein bitterer Sieg. Aber für Leid und Zerstörung trägt Russland die Schuld.

pfaelzerwald
1 Monat 7 Tage

@sarkasmus
Wir können das fortsetzen: Wer ist nochmal für das Leiden in Syrien usw. verantwortlich?

pfaelzerwald
1 Monat 7 Tage

@primetime
ja, nis die Russen kamen.

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 9 Tage

…wurde iranische Drohne umgepolt?…
😆

Rudolfo
Rudolfo
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Wenn das mal nicht eine iranische “Präzisionsdrohne” war, die sich verflogen hat. Oder doch ein “Lenkdrachen”, der von einem unerfahrenen russischen😉Soldaten “gesteuert” wurde….

Faktenchecker
1 Monat 8 Tage

N G lege Dich Nachts besser etwas flacher hin.

Look_at_Yourself
Look_at_Yourself
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

False flag Operation.

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