Russland weißt auch Chemiewaffen-Vorwürfe im Fall Skripal zurück

Moskau lehnt Sondersitzung zu Chemiewaffen-Einsätzen ab

Mittwoch, 23. Mai 2018 | 14:32 Uhr

Das russische Außenministerium lehnt Pläne für eine Sondersitzung der Mitglieder des Chemiewaffenübereinkommens ab. Diese Initiative sei vor allem gegen den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad gerichtet, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa am Mittwoch in Moskau.

Zudem verstehe sie den Vorschlag auch im Kontext der Vorwürfe gegen Russland, angebliche syrische Chemiewaffeneinsätze zu decken und für den Giftanschlag auf den Ex-Agenten Sergej Skripal in Großbritannien verantwortlich zu sein, sagte sie der Agentur TASS zufolge. Russland hat diese Vorwürfe immer wieder zurückgewiesen.

Dutzende westliche Staaten hatten bei einem Treffen vergangene Woche in Paris ein solches Sondertreffen für Juni in Den Haag gefordert. Hintergrund sind der Streit um den Einsatz von Chemiewaffen im Syrienkonflikt sowie der Fall Skripal in Großbritannien.

Von: APA/dpa

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