Gelbwesten gehen auf Konfrontationskurs

Nach Drohungen: “Gelbwesten”-Delegation sagt Treffen ab

Montag, 03. Dezember 2018 | 20:09 Uhr

Die “Gelbwesten” in Frankreich haben ein für Dienstag geplantes Treffen mit der Regierung abgesagt. Dies teilten Vertreter der Protestbewegung am Montag mit. Zwei Vertreter der Protestbewegung gaben gegenüber AFP an, sie seien von Hardlinern bedroht worden, weil sie mit den Regierungsvertretern sprechen wollten. Premierminister Edouard Philippe hatte zu dem Treffen in seinem Amtssitz geladen.

Am Montagabend hielt Philippe eine Krisensitzung mit mehreren Ministern ab. Unterdessen sagte Staatspräsident Emmanuel Macron nach serbischen Angaben einen geplanten Besuch in Belgrad ab. Zwei Vertreter der Protestbewegung gaben gegenüber AFP “Sicherheitsgründe” für die Absage an. Eigentlich wollte Philippe am Dienstagnachmittag eine Delegation der Aktivisten empfangen, die seit rund zweieinhalb Wochen gegen hohe Kraftstoffpreise, Steuern und Lebenshaltungskosten auf die Straße gehen.

Innenminister Christophe Castaner will am Dienstagmorgen Vertreter der Polizeigewerkschaften empfangen, um mit ihnen über eine Strategie gegen die Gewalt bei den Protesten zu verhandeln. In Paris hatten Randalierer am Samstag Sachschäden in mehrstelliger Millionenhöhe angerichtet, unter anderem am Triumphbogen. Die Polizei fordert schon seit Jahren höhere Mittel, unter anderem wegen der islamistischen Anschlagsserie.

Macron habe ihn gebeten, den für Mittwoch und Donnerstag geplanten Besuch in Belgrad “um einige Wochen” zu verschieben, sagte der serbische Präsident Aleksander Vucic bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Als Grund habe Macron “Probleme” in Frankreich angegeben. Zuvor hatte Philippe seinerseits einen Besuch in Polen abgesagt.

Von: APA/ag.

Kommentare

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2 Kommentare auf "Nach Drohungen: “Gelbwesten”-Delegation sagt Treffen ab"


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zombie1969
zombie1969
Universalgelehrter
11 Tage 4 h

Jetzt sind es nicht die Muslime aus den Banlieues und den Betonvororten die Randale machen, sondern der untere Mittelstand. Das fegt E. Macron hinweg oder er muss viel, sehr viel Geld in die Hand nehmen. Vielleicht schickt ihm die EU in seiner Not einen Scheck…

Jefe
Jefe
Tratscher
10 Tage 20 h

die kriegen alle noch ihr fett ab

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