"SVP verbleibt in der Logik des Machterhalts"

Nach Südtirol-Wahl: Köllensperger sah keine ernsthafte Diskussion

Dienstag, 13. November 2018 | 07:50 Uhr

Nach der Festlegung der Südtiroler Volkspartei (SVP), nur noch mit der Lega Nord bzw. mit den Grünen und der sozialdemokratischen Partito Democratico (PD) zu sondieren, hat das Team Köllensperger (TPK) Kritik an der ersten Rund der Sondierungsgesprächen geübt. “Wie erwartet” sei es zu keiner ernsthaften Diskussion über Inhalte und Programme gekommen.

“Die SVP verbleibt in ihrer Logik des Machterhaltes und wird weitere Sondierungsverhandlungen ohne TPK führen”, hieß es in einer Aussendung am Montagabend. Dies sei “vor allem” der Tatsache geschuldet, dass das TPK der “größte Konkurrent” der SVP und bei den Landtagswahlen am 21. Oktober “massiv in deren Stammwählerschaft” eingebrochen sei.

Das Team Köllensperger nehme die Entscheidung der SVP zur Kenntnis, hieß es. Man werden “den Wählerauftrag alternativ durch eine gewohnt sachliche, konstruktive aber gerade deshalb beinharte Oppositionsarbeit erfüllen”.

Die SVP hatte bei der Landtagswahl mit 41,9 Prozent das schlechteste Ergebnis in ihrer Parteigeschichte eingefahren. Die Sammelpartei stellt künftig nur noch 15 der 35 Abgeordneten. Auf dem zweiten Platz landete das Team Köllensperger des gleichnamigen Bozner Unternehmers mit 15,2 Prozent und sechs Sitzen. Gefolgt von der Lega mit 11,1 Prozent und vier Mandaten. Die Grünen kamen auf 6,8 Prozent und drei Mandaten, die sozialdemokratische Partito Democratico auf 3,8 Prozent der Stimmen und ein Mandat.

Von: apa

Bezirk: Bozen