Unverbindliche Gespräche mit Rom beantragt

Nationalrat: Staatsbürgerschaft für Nachfahren von NS-Opfern – Verweis auf Südtirol

Freitag, 20. September 2019 | 05:00 Uhr

Bozen/Wien – Der Zugang zur Staatsbürgerschaft für direkte Nachfahren von NS-Opfern wird erleichtert. Eine entsprechende Initiative wurde – letztlich ergänzt um Wünsche der Israelitischen Kultusgemeinde – Donnerstagabend einstimmig vom Nationalrat abgesegnet.

Den privilegierten Zugang zum österreichischen Pass erhalten bis in die Urenkel-Generation Nachfahren von NS-Opfern, die bis 1955 nach Verfolgung durch die Nazis das Land verlassen haben bzw. wegen des NS-Regimes nicht nach Österreich zurückkehren konnten. Ursprünglich war die Grenze mit 1945 festgelegt gewesen.

Eine weitere heute eingebrachte Änderung hat zur Folge, dass nicht nur die Nachfahren von österreichischen Staatsbürgern profitieren können. Auch Bürger der ehemaligen Donaumonarchiestaaten werden nun umfasst, sofern sie in Österreich gelebt haben. Schließlich wird noch neu festgehalten, dass auch adoptierte Kinder von der Regelung umfasst sind.

Den österreichischen Pass gibt es für die betroffene Gruppe auch, wenn die jeweiligen Personen ihre bisherige Staatsbürgerschaft behalten wollen, also zusätzlich. Ausschlussgründe sind Verurteilungen wegen schwerer Straftaten, schwerwiegende Finanzdelikte, terroristische Aktivitäten oder eine negative Einstellung zur österreichischen Demokratie.

Der Präsident der Kultusgemeinde Oskar Deutsch sprach im Anschluss in einer Aussendung von einer Entscheidung von historischer Dimension: “Mit diesem Beschluss wird die Republik Österreich ihrer historischen Verantwortung gerecht”, dankte er besonders ÖVP, SPÖ und NEOS, die jeweils Initiativen für ein entsprechendes Gesetz gestartet hatten.

Die FPÖ begrüßte den Beschluss zwar, betonte aber, dass die Regelung noch auf “Brexit-Opfer” und Südtiroler ausgeweitet werden könnte. Bei letzterer Gruppe beantragte man wieder einmal unverbindlich (gemeinsam mit der ÖVP) Gespräche mit Rom sowie, dass die Regierung eine entsprechende Vorlage für Doppelstaatsbürgerschaften vorlegen solle.

Süd-Tiroler Freiheit erfreut

Im österreichischen Parlament habe sich eine große Mehrheit für die Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft für die Südtiroler ausgesprochen, erklärt die Süd-Tiroler Freiheit in einer Aussendung. Es sei dies ein wichtiger Beschluss für Südtirol, da nach der letzten Regierung jetzt auch das österreichische Parlament ein klares Bekenntnis zur doppelten Staatsbürgerschaft für die Südtiroler abgelegt habe. Die Regierung wird nun aufgefordert, zeitnah mit Südtirol und Italien Gespräche zu führen und im Anschluss daran einen Gesetzesvorschlag vorzulegen. „Es gilt jetzt gemeinsam und über alle Parteigrenzen hinweg für eine rasche Umsetzung zu sorgen“, erklärt die Bewegung.

Die Süd-Tiroler Freiheit bemüht sich seit Jahren intensiv um die Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft für die Südtiroler, die „ein autonomiepolitischer Meilenstein zur Absicherung der Minderheitenrechte wäre und das Zusammenwachsen der Tiroler Landesteile fördern würde“. Auch in den letzten Tagen hat die Süd-Tiroler Freiheit auf allen politischen Ebenen interveniert, damit der Antrag im Parlament genehmigt wird. Dies habe zum Erfolg geführt.

Mit der Zustimmung im österreichischen Parlament seien die Weichen zur Umsetzung dieses „für Südtirol so wichtigen Anliegens“ gestellt worden. Die Regierung muss dem Parlament nun zeitnah einen Gesetzentwurf vorlegen. Da in den letzten Monaten eine Expertenkommission im Auftrag der vorherigen Regierung bereits einen solchen Gesetzesvorschlag ausgearbeitet hat, könne dieser ─ in enger Absprache zwischen Bozen, Innsbruck und Wien ─ zeitnah zur Abstimmung gebracht werden.

„Fast auf den Tag genau 100 Jahre nachdem in St. Germain die Teilung Tirols beschlossen wurde, die für die Südtiroler zum unfreiwilligen Verlust der österreichischen Staatsbürgerschaft geführt hat, hat der Nationalrat heute (gestern, Anmerkung der Redaktion) ein schönes Signal nach Südtirol gesandt, nämlich, dass man die Südtiroler noch immer als Teil der eigenen österreichischen Bevölkerung anerkennt und ihnen daher die Staatsbürgerschaft gewähren möchte“, erklärt der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll.

Es sei dies eine zutiefst europäische Geste Österreichs, mit der im Sinne eines grenzenlosen Europas Staatsgrenzen überwunden würden. Österreich folge damit auch der internationalen Entwicklung, welche autochthonen Minderheiten und Bevölkerungsgruppen, die aus politischen Gründen die eigene Staatsbürgerschaft verloren haben, den Wiedererwerb derselben ermöglicht.

Die Süd-Tiroler Freiheit dankt allen Abgeordneten des österreichischen Parlaments, die sich für die doppelte Staatsbürgerschaft für die Südtiroler ausgesprochen haben. „Ein besonderer Dank gilt aber dem Südtirol-Sprecher der FPÖ, Werner Neubauer, der sich seit Jahren für die Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft für die Südtiroler einsetzt und heute zusammen mit dem Südtirol-Sprecher der ÖVP, Hermann Gahr, diesen Entschließungsantrag im Parlament eingereicht hat.

Ehemalige Mandatare der SVP: Resolution des österreichischen Nationalrates richtungsweisend

Die geplante Wiederverleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an Südtiroler sei ein „bedeutendes europäisches Zeichen des österreichischen Vaterlandes. Die Resolution des Nationalrates sei „richtungsweisend und eine klare politische Willensbekundung.“ Dies stellt der Vorsitzende des SVP-Clubs der ehemaligen Mandatarinnen und Mandatare, Dr. Bruno Hosp, in einer Presseaussendung fest. Der Nationalrat habe damit zum ersten Mal für Österreich das Prinzip der Doppelstaatsbürgerschaft vorgegeben. Hosp zeigt sich besonders auch über den Umstand erfreut, dass den Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung auch juristisch schon der Weg zur Wiederverleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft geebnet sei, auch wenn diese Maßnahme im Wesentlichen nur noch den Nachfahren der NS-Opfer zugutekommen werde.

Die wie immer zusammengesetzte künftige Koalitionsregierung habe schon im Vorhinein den parlamentarischen Auftrag, wie im bisherigen so auch im künftigen Koalitionsprogramm den Passus über die Wiederverleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an die Südtiroler festzuschreiben. Es sei durchaus sinnvoll, wenn Österreich auch mit Italien freundschaftliche Gespräche in der Sache führen werde. Ein juristisches Mitspracherecht habe Italien allerdings in keinem Fall, ebenso könne ihm kein politisches Vetorecht eingeräumt werden. Davon sei aber in der Resolution auch nicht die Rede. Die Staatsbürgerschaftsregelung bleibe für jeden Staat ein souveräner Akt. Italien habe diesen Weg für seine Auslandsitaliener bereits 1992 und für die Italiener in Istrien 2006 eingeschlagen. Doppelstaatsbürgerschaften seien inzwischen europäische Normalität und würden die freundschaftlichen Verbindungen der Staaten verstärken. Die SVP werde im Sinne ihrer volkstumspolitischen Zielsetzung im Sinne des Beschlusses der Landesversammlung von 2012 handeln und gegenüber dem Vaterland Österreich erneut ihren deutlichen Willen bekunden. In diesem Sinne sei Parteiobmann Philipp Achammer in den letzten Tagen „zielführend mit österreichischen Politikern tätig“ gewesen, stellt Hosp abschließend in der Presseaussendung fest.

Südtiroler Freiheitliche: „Danke Österreich!“

Auch der Parteiobmann der Südtiroler Freiheitlichen, Andreas Leiter Reber, zeigt sich sehr erfreut über die Entscheidung im österreichischen Nationalrat und spricht von einem „bedeutenden Schritt zur Verwirklichung eines parteiübergreifenden Südtirol-Anliegens. Nun liegt es an der SVP und am Landeshauptmann aktiv zu werden und dieses Signal aus Wien in Südtirol und gegenüber Rom zu verstärken“.

Die Abstimmung habe gezeigt, dass im österreichischen Parlament die Erkenntnis des Mehrwerts, welcher der Doppelpass für Südtirol bedeute, überwiege. Ein bedeutender Schritt sei getan, so Leiter Reber. Das jahrelange politische Ringen von Befürwortern beiderseits des Brenners um die Verwirklichung des überparteilichen Südtirol-Anliegens der österreichischen Staatsbürgerschaft für die österreichische Minderheit in Italien habe sich somit gelohnt.

„Ich bedanke mich bei allen Abgeordneten zum Nationalrat, die heute (gestern, Anm.) diesem für Südtirol bedeutenden Entschließungsantrag zugestimmt haben. Zweifelsohne hat der beharrliche Einsatz von FPÖ-Südtirol Sprecher Werner Neubauer wesentlich dazu beigetragen, dass diese Mehrheit zu Stande gekommen ist.  Wenngleich der Entschließungsantrag nicht bindend ist, besitzt er doch großes politisches Gewicht. Unabhängig vom Ausgang der Nationalratswahl in zehn Tagen: Keine österreichische Regierung wird den heute abgesegneten Antrag bei künftigen Debatten zur Südtirol-Politik ausklammern können. Ich erwarte mir nun bei den notwendigen bilateralen Gesprächen eine aktive Unterstützung und einen konsequenten Auftritt von Landeshauptmann Kompatscher und der SVP. Unter Schwarz-Blau wurden bereits sämtliche europa- und verfassungsrechtlichen Fragen einer eingehenden Prüfung durch Experten unterzogen. Nun gilt es die daraus gewonnenen Erkenntnisse in ein Gesetz zu gießen“, so der Freiheitlichen Obmann.

„Für uns Freiheitliche erfüllt der Doppelpass einerseits nicht nur eine patriotische Funktion, die zur Stärkung der Identität der österreichischen Minderheit in Italien beiträgt, sondern ist auch eine indirekte Stärkung und Sicherung der Südtirol-Autonomie. Zudem ist der liberale Geist hervorzuheben, denn die Entscheidung, den Doppelpass zu beantragen, liegt ausschließlich bei den antragsberechtigten Südtirolerinnen und Südtirolern, die somit Wahlfreiheit genießen“, so Leiter Reber.

Heimatbund: „Noch ist die österreichische Staatsbürgerschaft für Südtiroler nicht erreicht“

Auch wenn sich im österreichischen Parlament eine große Mehrheit für die Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft für die Südtiroler ausgesprochen hat, müsse man das Ganze politisch vorsichtig sehen, erklärt der Südtiroler Heimatbund (SHB). „Ein Grund zur überschwänglichen Freude besteht leider noch nicht, aber es war ein wichtiger Schritt“, so SHB-Obmann Roland Lang.

Dafür gebe es mehrere Gründe: „Auch wenn das Ganze ein sehr bedeutsamer Beschluss für Südtirol und das im europäischen Geiste anzusehen ist, ist es europafeindlich, wenn Italien dazu nicht bereit ist, und sich weiterhin in die Souveränität Österreichs einmischen darf. Das gekonnte Intrigenspiel italienischer Politik hat bisher ja verhindert, dass Österreich in Sachen Doppelstaatsbürgerschaft jene Freiheit hat, die Italien seit Jahrzehnten ohne jedem bedenken anwendet.“

Zweitens stehen laut Heimatbund in Österreich am 29. September Neuwahlen an. „Ein politisches Erdbeben kann erfolgen und die Farbenspiele der neuen Regierung sind andere. Und folglich kann der Beschluss vergessen werden und in den Schubläden der Politik fern der Tagesaktualität verschwinden könnte“, befürchtet Lang.

Daher müsse man warten, wie sich die Lage entwickelt. Oftmals seien Beschlüssen in der Politik danach nicht umgesetzt, sprich zu keinem Gesetz geworden, da sie am Widerstand externer Mächte gescheitert seien, warnt der Heimatbund.

„So kann der weitere Weg zur Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft für Südtiroler leider lang und beschwerlich werden. Trotzdem ein aufrichtiger Dank an unser Vaterland Österreich, den der SHB bereits im Jänner 2018 auf Plakaten geschrieben hat. Danke auch alle Vereine und Verbände in ganz Tirol, die unermüdlich auf die Erreichung der Staatsbürgerschaft hinarbeiten“, schließt Lang.

Von: apa

Bezirk: Bozen

Kommentare

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51 Kommentare auf "Nationalrat: Staatsbürgerschaft für Nachfahren von NS-Opfern – Verweis auf Südtirol"


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bon jour
bon jour
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

für “die Südtiroler”?
nein, für die Südtiroler mit Ahnenpass.

Außerdem ist es keine “Wiedererlangung”. Die Staatsbürgerschaft der Ö-Republik hatten die Südtiroler nie.

redbull
redbull
Tratscher
1 Monat 3 Tage

doch bis zua annektion 1919 hatten wir südtiroler sie und das war damals schon die republik österreich.

Nichname
Nichname
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Selbstverständlich ist es eine Wiedererlangung. Südtiroler waren nach dem Waffenstillstand vom 4. November 1918 von Italien militärisch besetztes Gebiet zunächst der habsburgischen Monarchie und dann der gleich anschließend ausgerufenen Republik Österreich. Erst mit dem Friedensvertrag vom 10. September 1919 wurde Südtirol Italien zugesprochen, worauf die Republik Österreich darauf verzichtete und die Südtiroler die Staatsbürgerschaft der Republik Österreich verloren. Am 10. Oktober 1920 hat das italienische Parlament dann, gegen die Stimmen der Sozialisten, die Annexion Südtirols beschlossen, worauf die Südtiroler die italienische Staatbürgerschaft erhielten. Mit dem nationalsozialistischen Ahnenpass hat das Ganze nichts zu tun.

aristoteles
aristoteles
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

bon jour, lern geschichte

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 3 Tage

@Redbull und wer von denen lebt noch?
Wie viele lebende Südtiroler waren mal österreichische Staatsbürger?

Armin
Armin
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

A bissl mehr für Geschichte interessieren war wichtig bevor man einen Kommentar abgibt.

peterle
peterle
Superredner
1 Monat 3 Tage

@Armin
Was willst du hören? Dass Österreich den 1. WK verloren hat und danach nicht nur Südtirol sondern auch andere Randgebiete des Reichs abtreten wie in Kärnten oder im Burgenland musste. Dass durch die Verhandlungen schlussendlich der US Präsident Wilson die Teilung Tirols vorzog um Ruhe in die Teilnehmer der Verhandler zu bringen.

traktor
traktor
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

@Neumi
wir, die nachfahren leben noch!!
und sind im herzen keine italiener-

Fahrenheit
Fahrenheit
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Die Möglichkeit, (freiwillig!) einen österreichischen Pass zu erhalten, finde ich sehr gut für all jene Südtiroler Nachfahren von Österreichern, die sich als österreichische Minderheit fühlen und das auch bestätigt haben möchten! Und an die “eingefleischten deutschssprachigen ITALIENER” unter uns, die dieses Bedürfnis verurteilen: OHNE diese Minderheit gäbe es keine Autonomie!

Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

@ Fahrenheit
Respekt 👍 sehr gut geschrieben!

xXx
xXx
Superredner
1 Monat 3 Tage
Das ist doch völliger Blödsinn und einfach nuf Populistisch… Wenn jemand den Österreichischen Pass will, darf er ihn gerne haben, mehr als ein Symbol wird er eh nicht sein, solange der Wohnsitz auf italienischen Staatsgebiet bleib. Aber, nur weil ich im Jahre 2019 keinen mehr Österreichischen Pass brauche/will um mich zu identifizieren, heißt das noch lange nicht das ich gefen die Autonomie bin, oder diese nicht genauso einforder. Im Grundr ist es sogar anders rum. Die, die immer Los von Rom brüllen gefährden die Autonomie, denn Italien wird sich sicher nicht unser schönes Land wegnehmen lassen. Nur wer sich als… Weiterlesen »
Fahrenheit
Fahrenheit
Tratscher
1 Monat 2 Tage

@xXx
Also fühlen Sie sich nicht der österreichischen Minderheit angehörig? Schade, dann stünde Ihnen im Grunde auch die Autonomie nicht zu! Und wenn ich zu meinem italienischen Pass noch zusätzlich einen österreichischen bekommen würde, und Sie diesen nicht beanspruchen möchten, würde Ihnen das in irgendeiner Weise schaden? Mir würde der Pass vielleicht nur wenig nützen (außer, dass ich im Ausland die Dienste der österreichischen Botschaft in Anspruch nehmen dürfte, und das wäre im Notfall SUPER), aber freuen würde ich mich trotzdem! Würden Sie mir diese Freude freundlicherweise gönnen?

Fahrenheit
Fahrenheit
Tratscher
1 Monat 2 Tage

@xXx
Und woher wissen Sie, ob ich jemals “Los von Rom” gebrüllt habe? Das Eine hat doch mit dem Anderen nichts zu tun!

Fahrenheit
Fahrenheit
Tratscher
1 Monat 2 Tage

@xXx
Es gibt KEINE Autonomie speziell für “Südtiroler” (zu den Südtirolern gehören mittlerweile ja auch Italiener), die Autonomie dient dem Schutz der ÖSTERREICHISCHEN MINDERHEIT in Italien.

xXx
xXx
Superredner
1 Monat 2 Tage

@Fahrenheit ich hab doch geschrieben, das jeder der den Pass haben will, den meinetwegen gerne haben darf, auch ihnen gönn ich den Pass, wenn es sie glücklich macht.

Sie sprechen doch jedem das recht auf Autonomie ab, der sich nicht als Österreichische Minderheit klassifiziert. Fragen sie mal die italienischen Südtiroler ob sie die Privilegien unserer Autonomie nicht nutzen, weil sie keine Österreichischen Minderheit sind.

Fahrenheit
Fahrenheit
Tratscher
1 Monat 2 Tage

@xXx
Es ist nun mal Tatsache, dass die Autonomie für die österreichische Minderheit eingeführt wurde. Gäbe es die österreichische Minderheit hier nicht mehr, gäbe es keine Rechtfertigung mehr für unsere Autonomie. Das wollen viele nicht wahrhaben. Unsere italienischen Mitbürger hier profitieren tatsächlich von dieser Minderheit. Das ist ja auch schön und gut, nur vergessen sollten sie das nie!

gschaidian
gschaidian
Tratscher
1 Monat 2 Tage

Die Italiener können sie aber nur nutzen weil es eben eine österreichische Minderheit in Südtirol gibt. Ansonsten gäbe es keine Autonomie. Die Autonomie ist eine ethnische nicht eine territoriale.

Stolzz
Stolzz
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Ich freue mich auf die österreichische Staatsbürgerschaft, auch wenn sie mir keine unmittelbaren Vorteile bringt. Sie ist für mich  ein symbolisches Zeichen dafür, dass Grenzen immer mehr verschwinden und der unselige Nationalismus überwunden scheint.
Die Zustimmung von Italien wäre ein Zeichen von politischer Reife und würde allergrößten Respekt verdienen!

toeeuni
toeeuni
Tratscher
1 Monat 3 Tage

im ausland nenne ich mich unüberzeugt italiener. da mein gegenüber dann den typischen speghetti, italo mit schnaunzer aus rom im kopf hat. aber davon bin ich kulturell weit entfernt…
würde gerne sagen ich bin austroitalian…der pass wäre mirs wert.

idenk
idenk
Superredner
1 Monat 2 Tage

@toeeuni

Bin immer Deutschsprachiger Europäer😉

meister
meister
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Ach wunderschönes Vaterland, du stehst trotz allem hinter Süd-Tirol, auch wenn es manche hier nicht mehr verdient haben.

inni
inni
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage
Ich frage mich, welchen konkreten Vorteil im Alltagsleben der österreichische Pass für einen Südtiroler haben würde? Wäre der Südtiroler mit dem österreichischen Pass de facto österreichischer Staatsbürger? Wären damit auch gewisse Pflichten verbunden? Wäre der Südtiroler mit österreichischem Pass in allem gleichgestellt mit einem Innsbrucker oder einem Wiener, ausgestattet mit den Bürgerrechten wie aktives und passives Wahlrecht? Wie sieht es meldeamtlich aus? Wie sieht es aus beim Erwerb von Immobilien und Fahrzeugen als Südtiroler in Österreich? Kann ich mich bei Polizeikontrollen in Italien wahlweise als italienischer oder österreichischer Bürger ausweisen? Kann ich alle Begünstigungen, Beiträge, Zuschüsse in Österreich erhalten wie… Weiterlesen »
gschaidian
gschaidian
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Das Wichtigste ist, dass ich EU Bürger bleibe, falls Italien aus der Eu austritt. Wie schnell das gehen kann hat man beim Brexit gesehen. Die Nordiren bleiben dank Doppelpass EU Bürger. Der kluge Mann baut eben vor, selbst wenn das worst case nicht eintreffen sollte. Das (zumindest passive) Wahlrecht wäre ebenfalls vorgesehen, im Sinne von einem grenzüberschreitenden Europa. Bei Beiträgen, Zuschüssen, aber auch beim Militärdienst muss man im österreichischen Staatsgebiet ansässig sein, aber all das wäre für mich zweitrangig.

MayerSepp
MayerSepp
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Welchen konkreten Vorteil hat der italienische Pass?

toeeuni
toeeuni
Tratscher
1 Monat 3 Tage

jaja inni keine sorge. es gibt genug doppelpässe auf der welt bei denen dass alles getegelt ist. nur bei uns weiß man nicht wo oben und unten ist

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 3 Tage

@gschaidian Keine Sorge, so blöd ist der Großteil der Italiener dann auch nicht. Die EU als Gegner bezeichnen, dagegen wettern und mit Loslösung drohen, das bringt stimmen. Aber durchziehen werden es die Italiener nicht.

Fahrenheit
Fahrenheit
Tratscher
1 Monat 2 Tage

WIESO muss immer alles einen Vorteil haben???

gschaidian
gschaidian
Tratscher
1 Monat 2 Tage

@Neumi
Der Großteil der Briten ist auch nicht so blöd. Trotzdem konnte es gelinge durch eine Volksabstimmung den Brexit zu erreichen. Eine Volksabstimmung ist gleich angezettelt. Aber auch falls es nicht zum Austritt Italiens aus der Eu kommt, was wahrscheinlich ist, so kann es trotzdem nicht schaden vorzubauen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Da wäre es blöd diese nicht beim Schopf zu ergreifen. Denn wie gesagt, der kluge Mann baut vor.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 2 Tage

Die Briten wurden nach Strich und Faden verarscht. Klar, das hätte auch hier passieren können. Allerdings haben wir jetzt ein recht gutes Beispiel davon gesehen, wie so was ausgehen kann und so dermaßen lernresistent sind noch nicht einmal die Italiener.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 2 Tage

@ Mayersepp Gegenüber was? KEINEM Pass? (Denn das ist die aktuelle Alternative). Ohne Staatangehörigkeit hast du nur grundlegende Menschenrechte, aber keine Bürgerrechte. Dir steht kein konsularischer Schutz zu, du darfst in kein Land einreisen und und und …
Hast du die Frage so gemeint?

Armin
Armin
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Endlich kommen wir der Sache näher. Danke Österreich!!

bern
bern
Superredner
1 Monat 3 Tage

Dank an die Parteien in Österreich. Ich freue mich auf den österreichischen Pass.

heinold
heinold
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Staatsbürgerschaft? Wem geht es heutzutage noch um die Staatsbürgerschaft im ideellen Sinn? Es geht nur mehr um den besseren Zugang zu neuen Geldtöpfen!

Parteikartl
Parteikartl
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Die “walschn” sein nach der Waffenstillstand Vereinbarung in Südtirol einmarschiert und haben es gleichzeitig besetzt!!
Das ist die Wahrheit, zudem sind italienische Truppen bis über den Brenner Richtung Innsbruck vorgerückt!!

Olles Zeitgeschichtler die do schreibn?

Deshalb isch des eine Ungerechtigkeit!

inni
inni
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Ober warum genau sein sie einmarschiert? Wer hot des zuaglossn?

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 3 Tage

Wenn man einen Namen nennen soll, dann lautet der “Wilson”. Tatsächlich aber die Alliierten insgesamt. Italien wollte für die Hilfe entweder Teile der Türkei haben oder eben Südtirol.
Dass sie einmarschiert sind, hatte keine wirkliche Bedeutung, sie hätten die Region so oder so bekommen.
Innerhalb Europas waren wir wohl das größte der Opfer. Das ist aber immer noch nichts gegen das, was auf der saudiarabischen Halbinsel abging. Die ganzen Konflikte heute lassen sich unter’m Strich damit begründen, dass die Engländer jeder Fraktion was anderes versprochen hat, hauptsache sie würden die Osmanen beschäftigt halten.

Grantelbart
Grantelbart
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Möchte die Freude ja nicht dämpfen aber die Regierung in Rom, egal aus welchen Parteien sie besteht wird dem Vorhaben nie zustimmen.

redbull
redbull
Tratscher
1 Monat 3 Tage

ich frag mich auch wozu es unverbindliche gespräche mit rom braucht. italien hat auch keine gepräche mit zb brasilien geführt, als sie den nachkommen der auswanderer die doppelte staatsbürgerschaft gegeben haben.

alla troia
alla troia
Superredner
1 Monat 3 Tage

muss sie nicht, das ist eine rein österreichische Angelegenheit!

Grantelbart
Grantelbart
Tratscher
1 Monat 2 Tage

Naja in der Theorie ist es eine innerösterreichische Angelegenheit aber in der Praxis wäre das ein diplomatischer Eklat mit weitreichenden Folgen. Österreich wird hier keinen Alleingang wagen.

schreibt...
schreibt...
Superredner
1 Monat 3 Tage

Nun, LH Platter hat beim Alpbachforum behauptet, die Südtirolautonomie gehört intensiv ausgebaut! Somit hat er wohl kein Interesse, dass Südtirol wieder zu Österreich kommt! Soviel zum Thema Doppelstaatsbürgerschaft!

toeeuni
toeeuni
Tratscher
1 Monat 3 Tage

thema verfehlt…

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 3 Tage

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Selbst wenn alle Südtiroler auch Österreicher wären, würden Südtirol nicht automatisch zu Österreich gehören.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 3 Tage

Gejammere aus Rom in 3 … 2 … 1 …

MayerSepp
MayerSepp
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Großartig!

Savonarola
1 Monat 3 Tage

mit Betonung auf “unverbindlich”, so unverbindlich wie es in die Hoheit eines jeden Staates fällt, über die Verleihung seiner Staatsbürgerschaft zu befinden.

MarkusKoell
MarkusKoell
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Mir müssen mit oder ohne Doppelpass diese Politik aus Rom ertragen.
Für mich wäre es toll da ich viel Reise und jedesmal den Leuten erklären muss das ich kein Italiener .

PeterPloner
PeterPloner
Neuling
1 Monat 3 Tage

Österreichische Staatsbürgerschaft:
Gäbe es für diesen Paß auch noch einiges Geld dazu, würden selbst
die erbitterten Gegner, dieses Dokument mit Freude annehmen.

Bikerboy
Bikerboy
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Es darf noch gehofft werden 😀

Tanne
Tanne
Tratscher
1 Monat 2 Tage

Als österreichischer Staatsbürger in einen fremden Staat (seit 60Jahren) wäre es höchst an der Zeit, dass ich den Pass von meinen Vaterland bekommen würde.
Ich respektiere jeden, jede die den Pass von österreich nicht haben wollen, warum auch immer, aber Bitte respektieren sie auch meinen Wunsch, und Gönnen mir den Pass von meinen Vaterland österreich. Danke!

Queen
Queen
Tratscher
1 Monat 2 Tage

Schon traurig nationalistische, faschistische Artikel werden am meisten kommentiert. Die Geschichte hat uns gar nichts gelehrt😒🤔🤔

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