Renaturierungsmaßnahmen abgeschlossen

Naturns: Neue Wasserfläche im Biotop Englisch Moos

Donnerstag, 04. August 2022 | 13:52 Uhr

Naturns – Feuchtflächen gehören zu den gefährdetsten Lebensräumen. Um die Artenvielfalt zu gewährleisten, ist es notwendig, solche Feuchtflächen zu erhalten und zu renaturieren. Umfassende Renaturierungsarbeiten hat das Forstinspektorat Meran in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Natur im Biotop Englisch Moos durchgeführt.

Das Biotop Englisch Moos liegt an der Staatsstraße östlich von Naturns. Das Land Südtirol hatte das aus Auwald und Schilf bestehende Biotop mit einer Fläche von 7575 Quadratmetern vor zwei Jahren 2020 vom Orden der Englischen Fräulein gekauft. Im Rahmen eines Eigenregieprojektes haben nun Amt für Natur und Forstinspektorat Meran eine kleine Wasserfläche geschaffen. Der kleine Teich ist in der Mitte bis zu drei Meter tief. Die Ufer gehen flach in das Gelände über. Das Aushubmaterial wurde aus dem Biotop abtransportiert. Mit den vor Ort angefallenen Steinen wurde im nordöstlichen Teil ein Lesesteinhaufen angelegt, der eine weitere kleine ökologische Nische für viele Tiere darstellt. Im Osten des Biotopes wurde außerdem ein kleiner Wassergraben geschaffen, der das Biotop klar nach außen abgrenzt und Überwasser ableitet.

Auf die Bedeutung der Feuchtflächen für den Fortbestand der Arten, die auf diese Lebensräume angewiesen sind, weist Valentin Schroffenegger hin, der im Landesamt für Natur für die Zone zuständig ist: “Es ist wichtig, dass in unserer Kulturlandschaft ausreichend Trittsteinbiotope und Vernetzungselemente vorhanden sind. Dieses Projekt trägt dazu bei, Lebensräume für gefährdete Tierarten, darunter sowohl Amphibien und Vögel als auch Wasserinsekten, und für Pflanzenarten zu erhalten, Laichgewässer für Amphibien zu schaffen und somit die Biodiversität in den Talniederungen zu erhöhen.”

Dass auf die Verbesserung und Aufwertung von naturnahen Lebensräumen, vor allem in dicht besiedelten und intensiv genutzten Talböden, großer Wert gelegt werde, unterstreicht der Direktor im Amt für Natur, Leo Hilpold: “In diesem Kontext können auch bescheidene Maßnahmen, wie die Schaffung eines Teiches, im Sinne des Naturschutzes und der Artenvielfalt sehr wirkungsvoll sein.”

Im Zuge der Arbeiten wurde auch Bauschutt entfernt, der vor Jahrzehnten im Randbereich des Feuchtgebiets abgelagert worden war. Insgesamt waren es zwei Lastkraftwagen Müll, die sachgemäß abtransportiert und entsorgt wurden. Im westlichen Teil des Schutzgebiets wurde ein auftretender Neophyt, das Drüsige Springkraut, ursprünglich aus dem westlichen Himalaya stammend, händisch abgemäht. Zum Abschluss wurden an den vier Eckpunkten des Biotopes neue Biotoptafeln angebracht. Der Auwald selbst wurde von den Arbeiten nicht berührt. Für die Finanzierung der Arbeiten im Wert von 35.000 Euro ist das Amt für Natur aufgekommen.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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10 Kommentare auf "Naturns: Neue Wasserfläche im Biotop Englisch Moos"


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So sehe ich das
So sehe ich das
Tratscher
3 Tage 12 h

…und wenige Meter daneben die Apfelplantagen. (Abdrift)   🙂   🙂
Super Biotop – …das ist eine Pfütze. Net mehr und nicht weniger.
Als Fischer verstehe ich unter dem Begriff “Biotop mit Artenvielfalt” was anderes.

Roby74
Roby74
Universalgelehrter
3 Tage 10 h

@So sehe ich das
👍🏼👏🏻Bestens gesagt!Bin selbst auch Fischer und ganz Deiner Meinung!😉
Die anliegenden Äpfelplantagen werden bestimmt auch nicht gespritzt!🙄😤🤢🤮IRONIE OFF.

magari
magari
Tratscher
3 Tage 7 h

Besser etwas als garnichts und wie oben geschrieben: “(…) auch bescheidene Maßnahmen, wie die Schaffung eines Teiches, können (…) sehr wirkungsvoll sein.”

schlauer
schlauer
Tratscher
3 Tage 5 h

Das ist in Brixen nicht viel anders. Dort soll als Ausgleichsmassnahme für die Rodung des Auwaldes in der Industriezone die Millander Au, ebenfalls umgeben von Apfelplantagen, erweitert werden. Da dort mehrere Hektar mit bis zu zwei Meter Bauschutt inklusive Müll aufgefüllt wurden, werden es sicherlich einige hundert Lastkraftwagenfuhren sein, die für den Abtransport nötig sein werden🙏
Leider wird für diesen sehr fragwürdigen Natur-Deal der schöne Auwald mit Blumenwiese zum Opfer fallen🙈

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
3 Tage 4 h

@So sehr ich das … ein Fischer hat eine Angel, mit der man Fische “jagt”. Ein Biotop ist Lebensgrundlage für viele Lebewesen, die man nicht fischen kann. Deshalb ist ein Biotop noch lange nicht schlecht oder klein, oder? Das mit der Abdrift lassen wir mal aussen vor, sonst könnte man gleich gut auf die Strasse daneben verweisen, wo auch allerhand Abgase und Feinstaub vor dem Biotop nicht halt machen!

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
3 Tage 4 h

@Roby74… ein Kommentar mit viel Vorurteilen und wenig Fachwissen, würde ich sagen. Fischer sein bedeutet nicht, dass man sich mit Planzenschutzmittel und deren Wirkung auskennt, oder? Hätte nicht gehört, dass das Teil der Fischerprüfung wäre? Spülmaschinenmittel haben teilweise eine höhere Toxizität, als Pestizide, scheint aber kein Problem zu sein!

Roby74
Roby74
Universalgelehrter
2 Tage 16 h

@Oracle
Wenig Fachwissen?🤣😂😅Vielleicht mehr im Fach Chemie und Biologie als du glaubst….deshalb besitze ich keine und will auch KEINE Spülmaschine☝🏻❗Sogar Kupfer(CU/29)ist schädlich in gewissen Mengen versprüht….riecht auch dementsprechend und es wird oft und oft versprüht!🤢🤮
Schon sehr geringe Mengen reichen aus in Gewässer um Mikroorganismen zu töten!😠🤬

Roby74
Roby74
Universalgelehrter
2 Tage 16 h

@Oracle
Bekanntlich hast Du was gegen uns Fischer,das ist uns auch nicht neu….🙄😤

magari
magari
Tratscher
2 Tage 9 h

@Roby74 hier im Internet kann sich jeder als Experte ausgeben, verstehst du. Die Skepsis ist angebracht, bei anonymen Foren.

Roby74
Roby74
Universalgelehrter
1 Tag 16 h

@magari
Allerdings☝🏻❗Deshalb sollten manche besser nicht kommentieren wenn man von Limnologie und Entomologie(vor allem aquatischer)und deren Lebenszyklus keine Ahnung hat.😉

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