Nehammer (l.) und Seehofer in Migrationsfrage uneinig

Nehammer weist Seehofers Kritik an Migrationspolitik zurück

Sonntag, 01. August 2021 | 13:00 Uhr

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) hat am Sonntag auf die Kritik seines deutschen Amtskollegen Horst Seehofer am “Egoismus” Österreichs in der Migrationsfrage reagiert. “Egoismus ist für mich als Innenminister keine politisch relevante Kategorie. Ich trage Verantwortung für die in Österreich lebenden Menschen und ihre Sicherheit”, so Nehammer zur APA. Über 207.000 Asylanträge und über 133.000 Schutzgewährungen seit 2015 bräuchte man wohl nicht weiter kommentieren.

“Ich konnte mir Mitte Juni bei einem Treffen mit dem dänischen Innenminister Mattias Tesfaye einen Eindruck von den dortigen Herausforderungen und Strategien machen und gehe völlig konform mit seinen Zugängen zum sozialen Zusammenhalt und Wohlfahrtsstaat”, betonte der Innenminister. Verantwortung zu tragen, bedeute “vor allem die Systeme vor Überlastung und somit den sozialen Frieden für die in Österreich lebenden Menschen zu schützen”, so der Innenminister.

Seehofer hatte gegenüber der “Bild am Sonntag” gemeint, die EU-Kommission habe in der Asylpolitik in den vergangenen Jahren dramatisch an Kraft verloren. Sie habe “bislang kein Mittel gegen den Egoismus einiger EU-Mitgliedsstaaten”, darunter Österreich, finden können, sagte der deutsche Innenminister. Eine verlässliche Zusammenarbeit bei der Migration gebe es für Deutschland derzeit nur mit Frankreich, so Seehofer.

Von: apa

Kommentare

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7 Kommentare auf "Nehammer weist Seehofers Kritik an Migrationspolitik zurück"


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traktor
traktor
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

seehofer for president….

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

Crazy Horst seehofert wieder.
“Selbst schwer straffällige Flüchtlinge können Abschiebung entgehen
Das höchste EU-Gericht hat [14.05.2019] entschieden: Der Status als Flüchtling schützt selbst bei schweren Straftaten vor einer Abschiebung.”
https://www.welt.de/politik/deutschland/article193465395/EuGH-urteilt-Selbst-schwer-straffaellige-Fluechtlinge-koennen-Abschiebung-entgehen.html

https://www.bedeutungonline.de/spitznamen-der-politiker/

Iatz woll
Iatz woll
Tratscher
1 Monat 21 Tage

Man muss nur mit vorgehaltener Hand ins Fäustchen lachen. Eines im voraus, die Menschen müssen und sollen gerettet werden! Aber dieses Leid hat die Politik selbst hervorgerufen mit ihren falschen Hoffnungen.
Beim “Malta abkommen” wurde noch versprochen sie “gerecht” auf die EU Staaten aufzuteilen, doch alle scheren sich drumm. Das einzige was geschieht, sie werden mit NGO nach Italien gebracht und dort “abgegeben”!

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

“Über Italien eingereiste Schutz- oder Asylsuchende können nach einer Entscheidung des nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgerichts … in Münster von Deutschland nicht ohne Weiteres dorthin zurückgeschickt werden…
Das Dublin-Verfahren gilt seit Langem als gescheitert. Rein rechtlich betrachtet, benachteiligt es die südlichen EU-Staaten, wo die allermeisten Migrantinnen und Migranten ankommen. Faktisch aber reisen sie oft weiter, ohne registriert zu werden – oder es kommt nie zu den angestrebten Rückführungen, zum Beispiel weil die Bedingungen im Süden Europas zu schlecht sind. Zwischen 2013 und 2018 wurden nur 15 Prozent aller Asylbewerber, für die ein anderes europäisches Land zuständig wäre, auch wirklich dahin zurückgeschickt.”
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/gerichtsurteil-deutschland-darf-gefluechtete-nicht-nach-italien-zurueckschicken-a-de64d85e-c609-45d2-bda6-850fba42241a

Storch24
Storch24
Kinig
1 Monat 21 Tage

Solange die meisten in Italien ankommen und bleiben, hat Seehofer gut reden .

brunner
brunner
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

Bravo Nehammer!

marher
marher
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

Österreich glaubt immer und überall alles im Griff zu haben.

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