Strolz präsentierte weitere Punkte zum "Chancen-Plan"

NEOS wollen “Entbürokratisierung” der Wirtschaft

Donnerstag, 21. September 2017 | 12:31 Uhr

Die NEOS zeigen sich im Wahlkampf weiter unternehmerfreundlich und fordern eine “Entbürokratisierung” der Wirtschaft. Das ist ein Punkt im “Chancen-Plan” zu “nachhaltigem Aufschwung”, der am Donnerstag vorgestellt wurde. Parteichef Matthias Strolz hatte dabei den Ex-Chef der Raiffeisen Bank International, Karl Sevelda, und den Industriellen Cord Prinzhorn an seiner Seite.

“Wirtschaft sind wir alle”, lautet die Botschaft von Spitzenkandidat Strolz, der seine von Prominenten unterstützten “Chancen-Pläne” zu verschiedenen Bereichen in mögliche Regierungsverhandlungen mitbringen will. Präsentiert wurden die Inhalte am Wiener Sitz der Prinzhorn Holding. Der Sohn des ehemaligen freiheitlichen Politikers Thomas Prinzhorn unterstützt die NEOS nicht nur inhaltlich, sondern hat auch eine Privatspende von 15.000 Euro zur Verfügung gestellt.

“Die Bürokratie ist sicher eine der größten Hürden in Österreich in der Abwicklung von Unternehmertum”, beklagte sich Prinzhorn. Maßnahmen wie der Beschäftigungsbonus würden dies nicht besser machen, ein “Bürokratie-Wirrwarr” sei die Folge. Dass die ÖVP unter Obmann Sebastian Kurz dem NEOS-Antrag zur Abschaffung der kalten Progression im Nationalrat nicht zugestimmt hat, stimmt Prinzhorn ärgerlich. Strolz dazu: “Er ist ein echter Maulheld.”

Nicht nur das Zurückdrängen der Bürokratie fordern die NEOS, auch weitere bekannte Forderungen wie die Senkung der Lohnnebenkosten, die Abschaffung der KÖSt auf nicht entnommene Gewinne sowie der Wegfall von Bagatellsteuern sieht der “Chancen-Plan” vor. Weiters wollen die NEOS die Neuschreibung der Gewerbeordnung, die Gleichstellung von Betriebsvereinbarungen mit Kollektivverträgen und die Aufhebung der Pflichtmitgliedschaft in den Kammern.

Auch den Börsenstandort Wien wollen die NEOS gestärkt sehen. “Der Kapitalmarkt ist ja in Österreich völlig unterentwickelt”, sagte Sevelda dazu. Wirtschaftskompetenzen sollten zudem schon in der Schule durch gezielte Finanz- und Wirtschaftsbildung vermittelt werden. “Wir brauchen vor allem eine positive Einstellung zur Wirtschaft und zum Unternehmertum”, meinte der ehemalige RBI-Chef und: “Ich glaube, dass Österreich die Liberalen braucht.”

Von: apa