Zu dem Angriff bekannte sich bis dato niemand

Neun Tote bei Angriff auf Sicherheitskräfte in Myanmar

Sonntag, 10. März 2019 | 07:58 Uhr

Bei einem Angriff in der Unruheregion Rakhine in Myanmar sind neun Sicherheitskräfte getötet worden. “Neun Polizisten wurden getötet, einer wurde verletzt, und ein weiterer wird vermisst”, sagte ein ranghoher Beamter am Sonntag. Der Angriff ereignete sich am späten Samstagabend im Dorf Yoetayoke, eine Stunde nördlich von Sittwe, der Hauptstadt des Bundesstaates Rakhine.

Auf Bildern waren Leichen auf dem Boden zu sehen. Sie waren in Decken gehüllt, Blutlachen waren zu sehen. Einem geheimen Polizeibericht zufolge wurden bei dem Überfall auch Waffen aus der Polizeistation entwendet.

Rakhine ist von ethnischen und religiösen Konflikten geprägt. Die muslimische Rohingya-Minderheit wird in dem westlichen Bundesstaat im ehemaligen Burma seit Jahrzehnten unterdrückt und diskriminiert. 2017 flohen mehr als 740.000 Rohingya vor dem Militär ins Nachbarland Bangladesch, wo schon zuvor 300.000 Rohingya lebten.

Derzeit gehen die Streitkräfte in Rakhine aber vor allem gegen die Gruppe Arakan-Armee (AA) vor, die angibt, die ethnischen Buddhisten in dem Bundesstaat zu vertreten. In ihrem Kampf für mehr Autonomie verübte die Gruppe in den vergangenen Monaten mehrfach Angriffe auf Sicherheitskräfte und Beamte.

Zu dem Angriff vom Samstagabend bekannte sich zunächst niemand. Die AA war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Rakhine ist außerhalb von organisierten Reisen der Regierung kaum zugänglich. Informationen aus der Region sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.

Von: APA/ag.

Kommentare

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2 Kommentare auf "Neun Tote bei Angriff auf Sicherheitskräfte in Myanmar"


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zombie1969
zombie1969
Universalgelehrter
15 Tage 11 h

Die muslimischen Rohingyas sollten am besten in Bangladesch bleiben. Nach Myanmar wollen sie bestimmt nicht mehr, und die friedlichen Menschen in Myanmar wollen sie erst Recht nicht wieder zurück haben. Die von den muslimischen Rohingyas seit Jahren misshandelten buddhistischen Zivilisten in Myanmar sind sicher sehr dankbar dafür wenn die Rohingyas in Bangladesch bleiben.

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
15 Tage 5 h

Also ich glaube, du solltest den Artikel entweder nochmal lesen, oder die Redaktion darauf hinweisen, dass ihre Quellen falsch sind. Die beiden “Varianten” der Geschichte stehen in ziemlichem Gegensatz zueinander.

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