NGOs appellieren u.a. an Abgeordnete Köstinger

NGOs fordern Nachbesserungen zu Plastiksackerlverbot

Dienstag, 11. Juni 2019 | 12:10 Uhr

Vor der Einbringung eines Initiativantrages zum Plastiksackerlverbot durch Elisabeth Köstinger (ÖVP) diese Woche im Nationalrat haben sich Umwelt-NGOs für Nachbesserungen ausgesprochen. Greenpeace und Global 2000 verlangten, dass das Parlament auch die Reduktion von Plastikverpackungen verabschieden soll.

Greenpeace pochte darauf, dass Plastikverpackungen bis 2025 um bis zu 25 Prozent reduziert werden sollen. “Die letzte Regierung hatte dies angekündigt und im Ministerrat beschlossen, jedoch verabsäumt, das Ziel auch rechtlich zu verankern”, hieß es. Die NGO forderte das Parlament auf, “die Schwächen des vorliegenden Plastiksackerlentwurfs zu beheben”. Es brauche ein Reduktionsziel für Plastikverpackungen insgesamt. Sonst sei zu befürchten, dass das Plastiksackerlverbot zu einer Zunahme von vorverpackter Ware führt. Zudem verlangte die Umweltschutzorganisation ein Aus für alle Gratis-Wegwerfsackerln, um das Problem nicht auf andere Materialien wie etwa Bio-Plastik oder Papier zu verschieben.

Global 2000 forderte die Abgeordneten auf, den Beschluss für ein Plastiksackerlverbot zu unterstützen. “Denn Konsumenten wünschen sich zunehmend eine Abkehr von der Wegwerfgesellschaft”, so die Organisation. Allerdings müsse der vorliegende Entwurf “entschieden nachgebessert werden”. In der derzeitigen Form verabsäume er laut Global 2000 die Chance, Einwegsackerln, egal aus welchem Material, insgesamt zu reduzieren. “Es ist dringend nötig, dass Tragetaschen aus anderen Materialien, wie etwa Papier, nur entgeltlich abgegeben werden und dass der sogenannte Knotenbeutel ebenfalls von dem Verbot betroffen ist. Derzeit sind diese Knotenbeutel ausgenommen, wenn sie biologisch abbaubar und aus nachwachsenden Rohstoffen sind”, hieß es.

Von: apa