Asscher bleibt an der Parteispitze

Niederlande: Sozialdemokraten gegen Regierungsteilnahme

Sonntag, 19. März 2017 | 11:37 Uhr

Nach ihrem dramatischen Stimmenverlust bei der Parlamentswahl haben die niederländischen Sozialdemokraten eine erneute Teilnahme an einer Koalition ausgeschlossen. Die Partei werde in der Opposition bleiben, erklärte die Mitgliedervertretung nach einer Versammlung am Samstagabend in Utrecht. Man sprach aber dem Spitzenkandidaten Lodewijk Asscher weiterhin das Vertrauen aus.

Die Partei für die Arbeit (PvdA) hatte bei der Parlamentswahl am Mittwoch 29 Mandate verloren und wird nun mit neun Abgeordneten in der Zweiten Kammer vertreten sein. Ihr Koalitionspartner, die rechtsliberale VVD von Premierminister Mark Rutte, hatte zwar ebenfalls verloren, war jedoch mit 33 Sitzen stärkste Kraft geworden. Der Rechtspopulist Geert Wilders wurde mit 20 Mandaten zweitstärkste Kraft, blieb aber deutlich hinter den eigenen Zielen zurück.

Zur Bildung einer stabilen Koalition sind vier Parteien nötig. Es wird erwartet, dass Rutte mit Christdemokraten und linksliberaler D66 zusammenarbeiten will.

Von: APA/dpa

Kommentare

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3 Kommentare auf "Niederlande: Sozialdemokraten gegen Regierungsteilnahme"


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heinold
heinold
Grünschnabel
9 Tage 16 h

Na sowas, das klang aber in den ersten Siegesmeldungen ganz anders!

Tabernakel
Tabernakel
Universalgelehrter
9 Tage 15 h

Stimmt nicht: http://www.ad.nl

zombie1969
zombie1969
Tratscher
9 Tage 15 h

“Der PvdA-Fraktionsvorsitzende Diederik Samsom fordert eine Luftbrücke in die Türkei, um täglich etwa 400 Flüchtlinge nach Europa zu holen”
Natürlich kann man in Europa Wahlen gewinnen. Allerdings nicht mit solchen Vorschlägen. Dafür wurden die niederländischen Sozialdemokraten mit ca. 75% weniger Sitzen abgestraft.
https://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/aktuelles/archiv/2016/maerz/0304luftbruecke.html

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