Wieder Raketentests in Nordkorea

Nordkorea feuerte wieder mehrere Raketen ab

Donnerstag, 08. Juni 2017 | 12:20 Uhr

Nach seinen weltweit verurteilten Tests verschiedener ballistischer Raketen in den vergangenen Monaten hat Nordkorea nun anscheinend mehrere Marschflugkörper abgefeuert. Die Flugkörper seien Donnerstag früh (Ortszeit) nach dem Start von der Ostküste nahe Wonsan etwa 200 Kilometer weit in Richtung offenes Meer geflogen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit.

Es habe sich vermutlich um Lenkflugkörper gehandelt, die gegen Schiffe eingesetzt werden können. Der US-Nachrichtensender CNN berichtete unter Berufung auf Militärs, wahrscheinlich seien vier solcher Flugkörper zu Testzwecken von Nordkorea abgefeuert worden.

Die Lage in der Region ist nach mehreren Tests ballistischer Raketen durch Nordkorea, darunter Mittelstreckenraketen, sehr angespannt. Ende Mai hatte das Militär des Landes von Wonsan aus mindestens eine Kurzstreckenrakete mit mehreren hundert Kilometern Reichweite abgefeuert. Mehrere UNO-Resolutionen verbieten der kommunistischen Führung in Pjöngjang eigentlich Tests mit ballistischen Raketen. Das sind in der Regel Boden-Boden-Raketen, die je nach Bauart auch Atomsprengköpfe ins Ziel befördern können.

Anders als ballistische Raketen verfügen Marschflugkörper (Cruise Missiles) über einen permanenten eigenen Antrieb. Bei einer niedrigen Flughöhe von unter hundert Metern sind sie vom gegnerischen Radar nur schwer zu orten.

Mit dem jüngsten Waffentest scheine Nordkorea “seine Angriffskapazitäten mit verschiedenen Raketentypen” demonstrieren zu wollen, zitierte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap den Sprecher des Generalstabs der Armee, Roh Jae-cheon. Südkoreas Militär vermute außerdem, dass das Nachbarland nach gemeinsamen Militärmanövern eines Flugzeugträgers der US-Streitkräfte mit Südkorea zeigen wolle, dass seine Raketen feindliche Schiffe präzise treffen könnten.

Japan sieht sich durch den jüngsten Test nicht direkt in seiner Sicherheit bedroht. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass die Geschoße diesmal in Japans Wirtschaftszone gelangt seien, sagte Außenminister Fumio Kishida. Japan werde mit den USA und Südkorea den Vorfall analysieren.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte in der vergangenen Woche erneut das Raketen- und Atomwaffenprogramm Nordkoreas auf das Schärfste verurteilt und die Sanktionen gegen das Land ausgeweitet. Vor allem Japan und Südkorea fürchten als Nachbarn, von Raketen Nordkoreas getroffen zu werden.

Das international weitgehend isolierte Land arbeitet außerdem an Raketen, die dank ihrer großen Reichweite auch Ziele in den USA treffen könnten. Nordkorea wirft den USA regelmäßig vor, durch ihre Militärübungen mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder bestreiten.

China rief nach den nordkoreanischen Tests von Marschflugkörpern alle Parteien zur Zurückhaltung auf, damit sich die Spannungen nicht weiter verschärfen. “Positive Ansätze” seien notwendig, um die Stabilität der Region zu gewährleisten, sagte eine Sprecherin des Außenamtes in Peking am Donnerstag.

Von: APA/Ag.

Kommentare

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4 Kommentare auf "Nordkorea feuerte wieder mehrere Raketen ab"


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wottel
wottel
Grünschnabel
17 Tage 5 h

Der entn wert sou long tian bis es Mol an ordntlichn Klapperer tuat😅

Dublin
Dublin
Universalgelehrter
17 Tage 5 h

…jo, der norrete Dicke… 😥

zombie1969
zombie1969
Superredner
17 Tage 4 h
Nordkorea will es wohl endgültig wissen. Man geht dort offenbar davon aus, dass viel erzählt wird von den USA und China und wenig getan wird. Schlimm, der arme Irre Kim Jong-un! Gibt sein Volk der Vernichtung preis, nur um anderen Staaten zu zeigen, wo der Hammer hängt. Wenn ihm aber bald der richtige Hammer gezeigt wird, dann findet weder dieser Typ noch das nordkoreanische Volk das besonders gut. Insbesondere die Chinesen lassen sich da nicht mehr lang an der Nase herumführen. Möglich, dass es bald richtig ernst wird in der Region. Und dann ist es wichtig, dass vorher klar ist,… Weiterlesen »
ThunderAndr
ThunderAndr
Universalgelehrter
17 Tage 1 h

Da hat wohl jemand sein Spielzeug aus dem Iran getestet

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