Verstoß gegen UN-Resolutionen

Nordkorea testete erneut Interkontinentalrakete

Freitag, 28. Juli 2017 | 21:44 Uhr

Nordkorea hat offenbar zum zweiten Mal innerhalb eines Monats eine Interkontinentalrakete abgefeuert. Das Geschoß sei etwa tausend Kilometer weit geflogen und in das Japanische Meer gestürzt, teilte das US-Verteidigungsministerium am Freitag mit. Die internationale Gemeinschaft verurteilte den Raketentest, der wenige Stunden nach einem Sanktionsbeschluss des US-Senats gegen Pjöngjang erfolgte.

Der neuen Raketentest war bereits seit Tagen erwartet worden, da an Nordkoreas Testgelände verstärkte Aktivitäten beobachtet wurden. Erst Anfang Juli hatte das Land eine Interkontinentalrakete abgefeuert, die vor Japan ins Meer stürzte. Dies hatte in Washington heftigen Protest und besorgte Reaktionen ausgelöst.

Auch der jüngste Test wurde international verurteilt. Japans Regierung sprach von einem weiteren Verstoß gegen UN-Resolutionen. Nach Angaben aus Tokio landete die Rakete womöglich innerhalb der sogenannten ausschließlichen Wirtschaftszone Japans im Meer. Das russische Militär erklärte, nach seinen Erkenntnissen habe es sich vermutlich um eine Mittelstreckenrate gehandelt.

Die USA und Südkorea erörterten “mögliche militärische Antwortoptionen”, wie das Pentagon mitteilte. Der Generalstabschef der US-Streitkräfte, Joe Dunford, und US-Pazifik-Kommandant Harry Harris hätten dem südkoreanischen Generalstabschef Lee Sun-jin in einem Telefonat außerdem die “unumstößliche” Solidarität Washingtons versichert. Die Regierungen Japans und Südkoreas beriefen Sitzungen ihrer nationalen Sicherheitsräte ein.

UN-Sprecher Farhad Haq bezeichnete es als “frustrierend”, dass die Appelle von UN-Generalsekretär Antonio Guterres zur Deeskalation des Konflikts nicht erhöht würden. Alle beteiligten Parteien müssten ihren “besonderen Einfluss” geltend machen, um zu einer Lösung beizutragen, sagte Haq offenbar in Richtung des Nordkorea-Verbündeten China.

Die EU warf Pjöngjang “eine ernsthafte Bedrohung des internationalen Friedens” vor. Nordkorea habe damit gegen zahlreiche Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verstoßen, kritisierte der Auswärtige Dienst der Europäischen Union.

Der Raketentest am Freitag erfolgte wenige Stunden nach einer Abstimmung des US-Senats, der neue Sanktionen gegen Nordkorea beschloss. Japan hatte kurz zuvor Strafmaßnahmen gegen zwei chinesische Firmen wegen ihrer Geschäftsbeziehungen zu Nordkorea erlassen.

Die Führung des international isolierten Landes arbeitet seit Jahren an der Entwicklung von Atomwaffen sowie Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe womöglich bis in die USA getragen werden könnten. Der UN-Sicherheitsrat verhängte mehrfach Sanktionen gegen das ostasiatische Land.

Von: APA/ag.

Kommentare

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5 Kommentare auf "Nordkorea testete erneut Interkontinentalrakete"


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MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
21 Tage 21 h

Diese Frisur,sollte dieser Vollkriminelle sich patentieren lassen,wäre wahrscheinlich ein Faschingsscherz😡😡😡 Dumm,dümmer,am Dümmsten! Wünsche dem einen “attacco cardiaco”Ist eine Gefahr für die Menschheit,leider,diesers A……………………

Dublin
Dublin
Universalgelehrter
21 Tage 17 h

…stoppt den wahnsinnigen Dicken mit seiner Topffrisur…

Kropfli
Kropfli
Grünschnabel
21 Tage 21 h

Warum spricht man bei Nordkorea immer von Vergehen gegen UN-Resolutionnen, aber nie von den USA? Illegale Angriffskriege in Afghanistan, Irak, Pakistan, Lybien, Syrien usw… Politische Meinungsbildung seitens der Medien. So langsam wird es lächerlich… und sich dann wundern wenn keiner mehr für ein solches “Blatt” nur einen cent ausgibt…

Antivirus
Antivirus
Tratscher
21 Tage 9 h

weil da Konkurenz auf kommt und das ist für jedes (ex) Wildtier GEFÄHRLICH, Trump wird da schon einen Kompromiss finden ..Bush o. Obama hätten da schon längst einen Krieg’s Grund gefunden…

Lingustar
Lingustar
Tratscher
21 Tage 8 h

Wird ja langsam zum totlachen. Der Typ mit dem Scheiß-Friseur kümmert sich doch einen Dreck um die ganzen Sprücheklopper und Dummschwätzer bei der UNO und sonstwo. Gibt auch bald wieder ne neue Sanktion gegen den Fettwanst… Ab sofort dürfen Briefmarken nur noch schräg auf Briefe nach Nord-Korea aufgeklebt werden, und in den Chips-Tüten sind dafür 100 Gramm weniger drin. 
Anstatt dem Fettwanst seine Raketen einfach mal abzuschiessen und ihm zu zeigen, dass er sich das eigentlich alles sparen kann, wird lediglich weiter rumpalavert. Oder sind diese Raketen-Abwehr-Systeme etwa auch nur Attrappen….?

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