Nordkorea feuerte Rakete ab

Nordkorea will Hyperschallrakete getestet haben

Donnerstag, 06. Januar 2022 | 03:34 Uhr

Die selbst erklärte Atommacht Nordkorea hat eigenen Angaben zufolge erneut erfolgreich eine Hyperschallrakete getestet. Es sei ein Ziel in 700 Kilometer Entfernung getroffen worden, berichteten die Staatsmedien am Donnerstag. Das Geschoß soll schneller als die fünffache Schallgeschwindigkeit gewesen sein, also über 6.180 Kilometer pro Stunde. Waffen dieser Art können nur schwer abgefangen werden. Die USA reagierten mit Kritik, Südkorea rief zum Dialog auf.

Das Geschoß sei von der Ostküste abgefeuert worden und im Meer niedergegangen, teilte Südkorea am Mittwoch mit. Der japanischen Regierung zufolge flog es rund 500 Kilometer weit und stürzte dann vor der Wirtschaftszone Japans ins Meer. Nordkorea hatte im September erstmals eine derartige Waffe getestet. Der Start am Mittwoch war der erste Raketentest des abgeschotteten Staates seit Oktober. UNO-Resolutionen untersagen dem politisch weitgehend isolierten Nordkorea einen Test mit solchen Raketen.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hatte zum Jahreswechsel angekündigt, das Militär weiter auszubauen und dies mit einer instabilen internationalen Lage begründet. Mit dem Raketentest würde Nordkorea erneut gegen UNO-Resolutionen verstoßen, zudem dürfte diese militärische Machtdemonstration die Spannungen in dem Konflikt weiter verschärfen. Die Gespräche über einen Friedensprozess zwischen den beiden koreanischen Staaten und die Verhandlungen mit den USA über eine atomare Abrüstung Nordkoreas liegen seit längerem auf Eis.

Der mutmaßliche Raketentest ereignete sich nur wenige Stunden vor der symbolträchtigen Grundsteinlegung für eine Eisenbahnstrecke in Südkorea. Dessen Präsident Moon Jae-in hofft, dass diese Bahnstrecke einmal die geteilte koreanische Halbinsel verbinden wird. Moon äußerte die Sorge, dass der Raketentest die bilateralen Beziehungen weiter belasten könnte und forderte Nordkorea zu Gesprächsbereitschaft auf. “Wir sollten die Hoffnung auf einen Dialog nicht aufgeben, um diese Situation grundlegend zu überwinden”, sagte er bei der Grundsteinlegung. “Wenn beide Koreas zusammenarbeiten und Vertrauen aufbauen, wird eines Tages Frieden herrschen.”

Das US-Außenministerium verurteilte den Raketenstart. Er verstoße gegen zahlreiche Resolutionen der Vereinten Nationen (UN) und sei eine Bedrohung für die Nachbarländer Nordkoreas. Zugleich rief das Außenministerium dazu auf, den Dialog zwischen den USA und Nordkorea zu erneuern. Die japanische Regierung zeigte sich besorgt und kündigte wie auch Südkorea Gespräche mit den USA an. Die wiederholten Raketentests Nordkoreas seien sehr bedauerlich, sagte Ministerpräsident Fumio Kishida. China, das einer der wenigen Verbündeten Nordkoreas ist, forderte alle Parteien auf, das Gesamtbild im Auge zu behalten und am Dialog festzuhalten.

Der UNO-Sicherheitsrat hat Nordkorea in mehreren Resolutionen Raketen- und Atomtests untersagt. Wegen seiner entsprechenden Programme wurden Sanktionen gegen das weitgehend isolierte Land verhängt. Seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich Nordkorea noch stärker abgeschottet. Die Grenzen sind dicht, wodurch der Handel noch weiter eingeschränkt wird und persönliche Begegnungen von Diplomaten nicht mehr stattfinden.

Nordkorea hält sich zwar an das selbst auferlegte Moratorium beim Test seiner größten Interkontinentalraketen und Atomwaffen. Die bisher letzten Tests dieser Art fanden 2017 statt, bevor sich Kim mit dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump traf. Allerdings setzt Nordkorea die Tests neuer ballistischer Kurzstreckenraketen fort, darunter eine, die vom U-Boot aus gestartet wird.

Von: APA/dpa/Reuters

Kommentare

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16 Kommentare auf "Nordkorea will Hyperschallrakete getestet haben"


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6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
17 Tage 18 h

Nordkoreanisches Neujahr und der dicke Irre ballert…ehm…böllert los

Doolin
Doolin
Kinig
17 Tage 14 h

…der Dicke isch a wian schlanker worden…

Sag mal
Sag mal
Kinig
16 Tage 19 h

@Doolin darf Dicker überhaupt gesagt werden! Von wegen Diskriminierung.

jochgeier
jochgeier
Universalgelehrter
16 Tage 18 h

@Doolin wor a mein erster gedanke, entweder dünner oder a onderer 👍

Unioner
Unioner
Tratscher
17 Tage 8 h

Bei uns gab es nicht mal Silvesterraketen und dort fliegt einfach so ein fettes Teil ins Meer. Wo testen eigentlich die Chinesen?

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
17 Tage 5 h

Die Chinesen sind da schon weiter als der Dicke: die bauen mitten in der Wüste Attrappen amerikanischer Schiffe (unter anderem eines Flugzeugträgers)

maxi
maxi
Tratscher
16 Tage 17 h

Das ist das einzige Spielzeug wo der arme Kim Jong-un Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann. Sollte es ernst werden dann reicht eine Fliegenklatsche der Großmächte.

N. G.
N. G.
Universalgelehrter
16 Tage 9 h

Bei 1,3 Millionen aktiven Soldaten und Atomwaffen kannst du deine Fliegenklatsche einpacken. Das wäre lange schon passiert wenns so einfach wäre.
Sehr naiv!

Offline1
Offline1
Universalgelehrter
17 Tage 14 h

War die “bemannt” 🙏🙏🙏😉😉😉

giovanocci
giovanocci
Tratscher
16 Tage 19 h

Er sollte besser schauen dass das Volk etwas zu beißen hat…

Aber man muss schon zugeben, so hartnäckig muss man erst sein…

Sun
Sun
Superredner
16 Tage 16 h

@giovanocci, nicht hartnäckig, eher skrupellos bescheuert.

Sag mal
Sag mal
Kinig
16 Tage 9 h

giovanocci verhungert etwa Jemand in Nordkorea?

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
16 Tage 5 h

Ja.
Viele
hauptsache der FETTE ist satt

giovanocci
giovanocci
Tratscher
15 Tage 21 h

@Sag mal grat zum Überleben wird wohl reichen…

Vielleicht hat er ja recht und schottet sein volk vom überflüssigen konsumquatsch ab, der uns noch zu schaffen machen wird

Dolomiticus
Dolomiticus
Superredner
16 Tage 8 h

Die soll so schnell sein, dass der Schall erst Wochen später nachkommt… deshalb hat noch niemand etwas davon gehört 🙂

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