Kim Jong-Un befehligte die Armee selbst

Nordkoreas Volksarmee simulierte Angriff auf Südkorea

Freitag, 02. Dezember 2016 | 12:35 Uhr

Nordkorea verstärkt nach Verschärfung der UN-Sanktionen wieder seine militärischen Drohgebärden. Bei Artillerieübungen seien Angriffe unter anderem auf grenznahe Stellungen Südkoreas sowie auf Militäreinrichtungen und die Regierung in Seoul simuliert worden, berichteten Staatsmedien am Freitag.

Machthaber Kim Jong-un habe die Übungen am Donnerstag selbst befehligt und sich mit ihnen zufrieden gezeigt. “Nichts und niemand wird diesen Angriff überleben”, soll Kim gesagt haben.

Wenn ein Krieg ausbreche, “sollte solch ein tödlicher Schlag auf die südkoreanischen Streitkräfte ausgeführt werden, dass ihr Wille zur Gegenwehr schon am Anfang gebrochen wird”, wurde Kim zitiert. Er bezeichnete die Übungen als Beginn des “Gefechts- und politischen Trainings für das neue Jahr”. Manöver, bei denen die Volksarmee die Zerstörung von südkoreanischen Stellungen übt, sind nicht unüblich.

In Südkorea wurde das Manöver auch als Reaktion auf die neuen Sanktionen gegen Nordkorea gewertet. Das nordkoreanische Außenministerium wies in einer Erklärung den Sanktionsbeschluss des UN-Sicherheitsrats zurück und drohte mit “härteren Gegenmaßnahmen zur Selbstverteidigung”.

Der Sicherheitsrat hatte am Mittwoch in New York einstimmig für die neuen Strafmaßnahmen gegen Nordkorea gestimmt. Sie sind eine Reaktion auf den nordkoreanischen Atomtest im September – den fünften des Landes. Auf einen Atomversuch Nordkoreas im Jänner hatte das höchste UN-Gremium bereits mit neuen Sanktionen reagiert. Bisher hatten die Resolutionen aber keine Wirkung gezeigt.

Die neuen Maßnahmen sehen unter anderem Exportverbote für Kupfer, Nickel, Silber und Zink vor. Der Export von Kohle und Eisen ist nur noch für die “Existenzsicherung” des nordkoreanischen Volkes erlaubt.

Unterdessen erklärten Südkorea und Japan, dass sie ihre einseitig verhängten Sanktionen gegen Pjöngjang erweitern. Unter anderem seien 35 Organisationen und 36 Personen, die zur Entwicklung des nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramms beitrügen, zusätzlich auf eine Schwarze Liste gesetzt worden, teilte das Büro des südkoreanischen Ministerpräsidenten mit.

Den Betroffenen soll der Weg zu Finanzgeschäften mit Südkoreanern versperrt werden. Zu ihnen gehören auch die hochrangigen Funktionäre Choe Ryong Hae und Hwang Pyong So, die als enge Berater Kim Jong-uns gelten.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe kündigte ebenfalls an, dass weitere Personen und Gruppen in Verbindung mit dem nordkoreanischen Atom auf eine Schwarze Liste gesetzt und in Japan angelegtes Vermögen eingefroren würden. Wie in Südkorea umfasst die Liste auch chinesische Organisationen und Personen, die an Nordkoreas Projekten beteiligt sein sollen.

Von: APA/ag.

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

7 Kommentare auf "Nordkoreas Volksarmee simulierte Angriff auf Südkorea"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
lutzxxx
Neuling
3 Tage 13 h

ob und zua denk i mir dass es do echt zeit wert den typ zu beseitign und zu schaugn dass sich des lond endlich öffnen konn …

Missx
Tratscher
3 Tage 12 h

Nichts zum Essen, bittere Kälte, kein Strom und kein Benzin, wenig ärztliche Versorgung.
SOLLTE Nordkorea jemals offen sein, werden uns die Nackenhaare aufstehen vor den Lebensbedingungen, die dort stattgefunden haben.

Dublin
Superredner
3 Tage 9 h

Stoppt den wahnsinnigen Dicken!

Alpenrepuplik
Superredner
3 Tage 11 h

Hier schweigt die Welt, werden nur Sanktionen verhängt…die Menschen kochen zum Teil Baumrinde aus um Suppe zu haben. Weder eine selbst ernannte Retterin Europas, Frau Merkel, noch die EU helfen oder unternehmen etwas…

zombie1969
Tratscher
3 Tage 10 h

Selbst wenn Kim Jong-un kein Irrer ist und die Atomtest eine Provokation und politisches Kalkül sind, muss man sein Regime sanktionieren. Er destabilisiert die Region und bringt China in Rage. Aber mit solchen Tests, die generell geächtet gehören, wird auch das geologisch, tektonische Erdgefüge destabilisiert. Und das kann sich keine Nation erlauben. Wenn solche Atombomben-Tests in Nordkorea seismologisch sogar in Mitteleuropa messbar sind, braucht man sich über zukünftige zerstörerische Erdbeben nicht wundern. Hier muss die Weltgemeinschaft schnell und unmissverständlich handeln.

MickyMouse
Superredner
3 Tage 8 h

Sieht aus wie ein Schwein in Nachbars Stall!😂😂😂

andr
Grünschnabel
3 Tage 6 h

ein pupertierender wahnsinnig gewordener herrscher das ist ein Musterbeispiel das nur in einer Diktatur möglich ist

wpDiscuz