Obama-Rede zur Unterstützung für Hillary Clinton

Obama warnt vor Wahlsieg Trumps: Demokratie steht am Spiel

Freitag, 14. Oktober 2016 | 22:21 Uhr

US-Präsident Barack Obama hat mit eindringlichen Worten vor einem Sieg des republikanischen Kandidaten Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl Anfang November gewarnt. “All der Fortschritt, den wir in den vergangenen acht Jahren gemacht haben, steht auf dem Spiel”, sagte Obama am Freitag bei einer Wahlkampfveranstaltung für die Demokratin Hillary Clinton in Cleveland.

“Die Demokratie an sich steht jetzt auf dem Spiel”, so der noch amtierende Präsident. Es gehe um die Bewahrung von Toleranz, Höflichkeit, Gleichheit und Ehrlichkeit in den USA, sagte Obama.

Trump drohe damit, “seine politischen Gegner ins Gefängnis und die Medien zum Schweigen zu bringen”. Zudem suche der Rechtspopulist bereits jetzt nach “Ausreden” für eine mögliche Niederlage und spekuliere über Wahlbetrug, sagte Obama.

Trump liegt in Umfragen derzeit deutlich hinter Clinton. Durch eine Welle neuer Vorwürfe zu angeblichen sexuellen Übergriffen ist der Immobilienmogul in höchste Bedrängnis geraten. Er stand bereits zuvor wegen eines Videos aus dem Jahr 2005 massiv unter Druck, in dem er damit prahlt, sich wegen seiner Berühmtheit bei Frauen alles erlauben zu können. Mehrere einflussreiche Republikaner und auch einige der wichtigsten Geldgeber der Partei gingen seither auf Distanz zu Trump.

Unterdessen heizen immer neue Sex-Vorwürfe gegen Trump den Streit unter den Republikanern an und spalten die Partei zusehends. Der ranghöchste Parteipolitiker, der Vorsitzende des Repräsentantenhauses Paul Ryan, hielt am Freitag eine Wahlkampfrede, in der er komplett auf die Nennung des Präsidentschaftskandidaten Trump verzichtete. Ryan konzentrierte sich stattdessen vollkommen auf Fortschritte im Rennen um Sitze im Senat und im Abgeordnetenhaus. Zum Präsidentschaftswahlkampf machte er keinen Aussagen.

Ryan hatte am Montag erklärt, er werde Trump nicht mehr unterstützen. Zuvor war ein Video aufgetaucht, in dem obszöne Äußerungen Trumps zu hören sind. In der Zwischenzeit gingen zahlreiche Frauen an die Öffentlichkeit, die angaben, Trump habe sie sexuell belästigt. Erst am Freitag erhob eine weitere Frau schwere Vorwürfe.

Von: APA/ag.

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