Salzburgs Bürgermeister Harald Preuner mit Kanzler Kurz

ÖVP läutete Wahlkampf-Finish für Salzburg-Wahl ein

Donnerstag, 07. März 2019 | 22:00 Uhr

Drei Tage vor der Bürgermeister- und Gemeinderatswahl in der Stadt Salzburg hat die ÖVP am Donnerstagabend bei ihrem Wahlkampfabschluss das Finish zum Urnengang eingeläutet. Unterstützung bekam Bürgermeister und Spitzenkandidat Harald Preuner von Bundeskanzler Sebastian Kurz, Landeshauptmann Wilfried Haslauer und der Salzburger Staatssekretärin Karoline Edtstadler.

Mit rund 400 bis 500 Funktionären und Anhängern war der große Saal im Kongresshaus gut gefüllt. Bundesparteiobmann Kurz machte ihnen in seiner Wortmeldung klar, dass es jetzt noch “um die letzten Meter geht”. Alle sollten die letzten Tage noch nutzen, um die Menschen zu überzeugen, dass sie zur Wahl gehen und ihre Stimme abgeben. Ähnlich lautete auch der Appell Haslauers: “Demokratie braucht Legitimation”, sagte er.

Der Landeshauptmann bezeichnete die Bürgermeisterwahl als die wichtigste überhaupt, weil diese die höchste Unmittelbarkeit betreffe. “Die Stadt hat die Unmittelbarkeit des Lebens, das reicht von der Kinderbetreuung bis zur Seniorenbetreuung, von der Straßenlaterne bis zur Schneeräumung. Da ist kein Platz für Ideologie, hier geht es um Persönlichkeiten, welche die Hand ausstrecken, über den Tellerrrand blicken können und auch anderen die Bühne überlassen”, so Haslauer. Gerade in einer Zeit der zunehmenden Polarisierung seien Brückenbauer gefragt. “Harry Preuner kann Bürgermeister. Er streckt die Hände aus und ist eine Integrationsfigur.” Er strahle eine stoische Gelassenheit aus, die nur ganz selten durch einen cholerischen Anfall Würze erhalte.

Preuner selbst hob in einer moderierten Fragerunde den einstimmigen Beschluss zur geplanten Lokalbahnverlängerung in die Innenstadt als größten Erfolg in seinen 14 Monaten als Bürgermeister hervor. Nach jahrzehntelanger Diskussion sei das nun in Übereinstimmung mit den Umlandgemeinden und dem Land Salzburg möglich geworden, und schon am 25. März werde man mit dem Bund darüber verhandeln.

Nachdem Kurz und Preuner noch die “unkomplizierte Zusammenarbeit” sowie das “gute Miteinander mit meist ähnlicher Zielsetzung” lobten und die beiden noch etliche Fragen aus dem Publikum beantworteten – von der Karfreitagsregelung über die Herbstferien bis zur schlechten Luft bei der Lehener Brücke – klang der Abend nach rund eineinhalb Stunden mit der Möglichkeit für Selfies mit den beiden ÖVP-Politikern aus.

Während die Volkspartei den Wahlkampfabschluss im Salzburg Congress groß feierte, verzichtet die SPÖ dieses Mal auf ein klassisches Finale. Bundesparteichefin Pamela Rendi-Wagner unterstützte die Stadtpartei noch beim Verteilen von Wahlwerbung auf dem Wochenmarkt “Schranne”, am Abend trafen sich dann Kandidaten und Helfer zu einer “Telefonparty” in der Parteizentrale.

Die grüne Bürgerliste beging ihr Wahlfinale am Donnerstag vorwiegend mit Musik: Im Jazzit in der Elisabethvorstadt bot sie den Unterstützern ein Konzert mit Clara Luzia samt Band. Mit dabei waren selbstverständlich Bürgermeister- und Spitzenkandidatin Martina Berthold sowie der Landessprecher der Grünen, LHStv. Heinrich Schellhorn. Vor dem Konzert gab es ein kurzen politischen Teil mit einer Rede Bertholds und der Vorführung der Wahlkampf-Videos.

Die FPÖ hat für Freitag ab 17.30 Uhr zum “Wahlkehraus” am Graf-Zeppelin-Platz im Stadtteil Taxham eingeladen. Bürgermeister- und Spitzenkandidat Andreas Reindl und sein Team wollen bei einem gemütlichen Abend bei Livemusik, gratis Würsteln und Getränken noch einmal um Stimmen werben und gleichzeitig die Funktionäre zum Endspurt mobilisieren.

Mit einer Abschlusskundgebung beenden die NEOS am Freitag-Nachmittag ihren Wahlkampf. Sie marschieren von der Parteizentrale im Andräviertel zum Schloss Mirabell, wo um 15.00 Uhr Spitzenkandidat Lukas Rößlhuber, Landesprecher Sepp Schellhorn und der stellvertretende Bundesvorsitzender Niki Scherak das Wort ergreifen werden.

Von: apa