Imran Khan wirft Indien ungerechtfertigte Aggression vor

Pakistans Premier schwört Land auf alle Eventualitäten ein

Dienstag, 26. Februar 2019 | 13:10 Uhr

Nach einem Luftangriff Indiens in Pakistan hat der pakistanische Ministerpräsident Imran Khan seine Streitkräfte und Landsleute dazu aufgerufen, auf alle Möglichkeiten vorbereitet zu sein. Laut einer Mitteilung des Büros des Premiers kam das Nationale Sicherheitskomitee am Dienstag in einer Dringlichkeitssitzung zu dem Schluss, dass Indien eine ungerechtfertigte Aggression begangen habe.

Darauf wolle Pakistan zu einem Zeitpunkt und Ort seiner Wahl reagieren, heißt es in der Erklärung. In einer weiteren Eskalation der Spannungen zwischen den beiden Ländern hatte Indien am Montag nach eigenen Angaben ein Terroristencamp in Pakistan angegriffen. Dabei sei in der Nacht “eine sehr große Anzahl” Angehöriger der islamistischen Terrorgruppe Jaish-e-Mohammed getötet worden, darunter auch einige Anführer, teilte das indische Außenministerium mit.

Die seit Jahren in Indien aktive Gruppe hatte einen Anschlag am 14. Februar im indischen Teil Kaschmirs für sich reklamiert, bei dem 40 Angehörige einer paramilitärischen Polizeitruppe getötet worden waren. Es war der schwerste Angriff auf indische Sicherheitskräfte in Kaschmir seit Beginn des Aufstandes von Separatisten und Islamisten vor 30 Jahren. Indien machte Pakistan für den Anschlag verantwortlich und hatte eine “gebührende Antwort” angekündigt.

Pakistan wies die Angaben Indiens zurück, es habe ein Terroristenlager angegriffen und den Islamisten schwere Verluste zugefügt. Die indische Regierung habe sich “wieder einmal einer eigennützigen, verwegenen und fiktiven Behauptung” bedient. Um die Nation hinter sich zu versammeln, werde die Regierung eine gemeinsame Sitzung beider Parlamentskammern einberufen. Khan habe zudem eine Sondersitzung der Nuklearen Kontrollbehörde für Mittwoch angesetzt.

Von: APA/dpa