35.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert

Pentagon dementiert Truppenabzug aus Deutschland

Samstag, 30. Juni 2018 | 12:27 Uhr

Das US-Verteidigungsministerium hat Berichte, wonach ein Abzug der in Deutschland stationierten US-Soldaten geprüft werde, dementiert. Laut der “Washington Post” gehörten zu den erwogenen Optionen eine Rückkehr eines Großteils der rund 35.000 in Deutschland stationierten Soldaten in die USA oder die Verlegung des gesamten oder eines Teils des Kontingents nach Polen.

Dem Bericht zufolge hatte US-Präsident Donald Trump die Idee eines Truppenabzugs zuvor bei einem Treffen mit Militärberatern und Vertretern des Weißen Hauses aufgebracht. Die europäischen NATO-Mitglieder seien beunruhigt über den Vorgang und versuchten zu klären, ob Trump es ernst meine oder die Drohung mit einer Truppen-Neustrukturierung eine Verhandlungstaktik im Vorfeld des NATO-Gipfels im Juli sei.

Laut “Washington Post” handelt es sich bisher lediglich um eine interne Studie des Pentagons. Der Nationale Sicherheitsrat habe vom Verteidigungsministerium keine Analyse der Kosten einer Verlegung von in Deutschland stationierten US-Truppen erbeten, betonte ein Pentagon-Sprecher. Das Pentagon überprüfe regelmäßig die Positionierung der Streitkräfte und stelle Kosten-Nutzen-Rechnungen an, so der Sprecher zur dpa. Dies sei nicht neu. “Deutschland beherbergt die größte US-Truppenpräsenz in Europa – wir bleiben in den gemeinsamen Werten und den starken Beziehungen zwischen unseren Ländern tief verwurzelt”, sagte er. Die USA stünden weiterhin voll zu dem NATO-Verbündeten Deutschland und zum Verteidigungsbündnis.

Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats dementierte, eine Analyse zu einem möglichen Truppenabzug aus Deutschland angefordert zu haben. Pentagon-Sprecher Eric Pahon dementierte ebenfalls einen geplanten Abzug. Gleichzeitig erklärte er, die Stationierung von US-Truppen im Ausland werde regelmäßig überprüft sowie einer “Kosten-Nutzen-Rechnungen” unterzogen. Die USA seien Deutschland und der NATO weiterhin verpflichtet, sagte Pahon.

US-Präsident Donald Trump hatte die NATO allerdings in der Vergangenheit immer wieder scharf kritisiert und unter anderem als “überflüssig” bezeichnet. In einem Brief an acht europäische NATO-Mitglieder forderte er diese zu höheren Verteidigungsausgaben auf. Trump hatte wiederholt diejenigen NATO-Staaten kritisiert, die eine 2014 getroffene Vereinbarung zur Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu verfehlen drohen.

In Deutschland sind seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs US-Soldaten stationiert. Es handelt sich um das größte Kontingent außerhalb der USA.

Von: APA/ag.

Kommentare

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5 Kommentare auf "Pentagon dementiert Truppenabzug aus Deutschland"


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Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
18 Tage 18 h

@ Orschgeige
Schön aber  die Supermächte werden dennoch immer genauenstens auf die Finger schaun,das wird ewig so bleiben.

Orschgeige
Orschgeige
Superredner
18 Tage 20 h

Deutschland sollte glücklich darüber sein, seine Hoheit nach mehr als 70 Jahren militärischer Besetzung wiederzuerlangen.

Orschgeige
Orschgeige
Superredner
18 Tage 20 h

Deutschland sollte glücklich darüber sein, seine Hoheit nach mehr als 70 Jahren militärischer Besetzung wiederzuerlangen.

Dublin
Dublin
Kinig
18 Tage 18 h

…Ami go home… 😃

gwin
gwin
Grünschnabel
18 Tage 15 h

wir sind also dabei das imperium amerika zu verstehen. ein gutes oder schlechtes zeichen?

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