Italien bemüht sich um Abkommen mit afrikanischen Ländern

Platter und Kompatscher treffen Italiens Staatssekretär für Migrationsfragen

Mittwoch, 24. Mai 2017 | 17:50 Uhr

Italien bemüht sich, mithilfe von Abkommen mit afrikanischen Ländern, die Flüchtlingswelle in Richtung Europa in Schranken zu halten. Dies berichtete der für Migrationsfragen zuständige Staatssekretär Domenico Manzione am Mittwoch bei einem Treffen mit dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) und seinem Südtiroler Amtskollegen Arno Kompatscher.

Gespräche seien unter anderem mit Libyen, Niger und Tunesien im Gange. Zugleich bemühe sich in Italien seine Aufnahmekapazitäten aufzustocken und Abschiebehaftzentren für Personen ohne Asylrecht einzurichten. Die Einrichtung kleinerer Zentren soll zusammen mit den Regionen koordiniert werden.

“Wenn die Regionen besondere Anliegen in Zusammenhang mit den Abschiebezentren haben, werden wir uns nach diesen richten. Wir warten auf Vorschläge der Regionen und werden versuchen, diese wenn möglich umzusetzen”, sagte Manzione. Die Einrichtung der Abschiebezentren dürfe nicht über den Kopf der Regionen hinweg erfolgen.

Mit Manzione besprachen Platter und Kompatscher die aktuelle Flüchtlingssituation. Auch mögliche Auswirkungen der aktuellen Flüchtlingslage auf die Brennergrenze war ein Gesprächsthema. Unterstützung für Italien in Bezug auf die Flüchtlingsthematik, sowie der Schutz der EU Außengrenzen waren weitere Fragen, die die beiden Landeshauptleute mit Manzione diskutierten.

Von: apa

Bezirk: Bozen