Putin und Trump werden als Unruhepole der Weltpolitik wahrgenommen

Politik der USA und Russlands für Mehrheit destabilisierend

Dienstag, 19. Februar 2019 | 16:54 Uhr

Die Politik der USA und Russlands destabilisieren die Welt. Dieser Meinung sind 56 beziehungsweise 52 Prozent der Befragten einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Gallup-Instituts. Die EU ist für die Befragten weltweit die stabilisierendste politische Kraft.

45 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Politik der EU stabilisierend wirkt. Nur in Russland und Westasien denken mehr Befragte, dass die EU-Politik eine destabilisierende anstatt eine stabilisierende Wirkung hat. Besonders positiv bewerten europäische Drittstaaten die Politik der EU, 58 Prozent halten sie für stabilisierend.

Nur einer von vier Befragten ist hingegen der Meinung, dass die Politik der beiden Militärmächte USA und Russland einen stabilisierenden Effekt auf die Weltpolitik hat. In der EU denken 62 Prozent der Befragten, dass die russische und die US-Politik destabilisierend wirken. In Russland, Kanada, Australien und Neuseeland empfinden circa drei Viertel der Befragten die US-Politik als destabilisierend. Die russische Politik bewerten fast 70 Prozent der Neuseeländer, Australier und Kanadier und 63 Prozent der US-Amerikaner negativ.

Die jeweils eigene Bevölkerung bewertet die internationale Politik ihres Landes besser. Zwei Drittel der Befragten aus Russland denken, dass die russische Politik einen stabilisierenden Effekt hat. Die US-Amerikaner bewerten die Weltpolitik ihres Landes hingegen signifikant schlechter. Laut Gallup spiegelt das die interne Spaltung des Landes wieder.

Auch die Wahrnehmung der chinesischen Politik ist weitgehend negativ, wenngleich nicht in dem gleichen Ausmaß wie die Politik von Russland und den USA. 42 Prozent aller Befragten glauben, dass die chinesische Weltpolitik einen destabilisierenden Effekt hat.

Die Umfrage fand in 57 Ländern statt, insgesamt wurden 52.494 Personen befragt. In Österreich befragte das Gallup-Institut 1.000 Personen. Länderspezifische Daten waren zunächst allerdings nicht verfügbar.

Von: apa