Die Bidens liefen einzeln von Bild zu Bild

Polizeieinsatz bei Schulmassaker wird untersucht

Sonntag, 29. Mai 2022 | 19:43 Uhr

Angesichts schwerer Versäumnisse der Polizei bei dem Massaker in einer Volksschule im US-Staat Texas will das US-Justizministerium eine Untersuchung einleiten. Die Behörde teilte am Sonntag in Washington mit, das Vorgehen der Sicherheitskräfte solle unter die Lupe genommen werden. Der Bürgermeister der betroffenen Kleinstadt Uvalde, Don McLaughlin, habe darum gebeten. Ein 18-jähriger Schütze hatte am Dienstag 19 Kinder und zwei Lehrerinnen getötet.

Ziel der Untersuchung sei es, einen unabhängigen Bericht über das Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden an diesem Tag zu erstellen und Lehren daraus zu ziehen für andere Attacken. Der Bericht solle am Ende auch veröffentlicht werden. Die Überprüfung werde “fair, transparent und unabhängig” sein.

Der 18-jährige Angreifer hatte sich mit Schülern und Lehrern in zwei miteinander verbundenen Klassenräumen eingeschlossen und dort um sich geschossen. Dabei wurden insgesamt 21 Menschen getötet. Neue Ermittlungserkenntnisse zu den Abläufen an jenem Tag setzen die Polizei schwer unter Druck: Offiziellen Angaben zufolge waren bereits zu einem frühen Zeitpunkt 19 Polizisten im Flur vor dem Klassenraum präsent, in dem sich der Amokläufer mit Lehrern und Schülern verschanzt hatte. Die Beamten unternahmen aber lange keinerlei Versuche, in den Raum einzudringen. Angehörige warfen der Polizei vor, sie hätten Leben retten können.

Unterdessen besuchte US-Präsident Joe Biden den Ort der Bluttat. Biden reiste am Sonntag gemeinsam mit seiner Ehefrau Jill nach Uvalde. Vor dem Schulgebäude legten der Präsident und die First Lady einen Blumenstrauß nieder – an einer improvisierten Gedenkstätte mit Blumen, Spielsachen und Fotos der Getöteten. Die Bidens liefen einzeln von Bild zu Bild, berührten die Fotos jener, die auf so grausame Weise aus dem Leben gerissen wurden.

Von: APA/dpa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Polizeieinsatz bei Schulmassaker wird untersucht"


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Doolin
Doolin
Kinig
29 Tage 10 h

…dann kann er die Knarren, die Trumpel verteilt, wieder einsammeln…

65Wendi
65Wendi
Grünschnabel
29 Tage 10 h

Eine Hausgemachte Tragödie, Trump verlangt bewaffnete Lehrer ,aber es wird nicht besser wenn auch noch hin und her geschossen wird😏

N. G.
N. G.
Kinig
29 Tage 10 h

Trump :”Wer stoppt einen bewaffneten Bösewicht? Einer auf der guten Seite mit ner Waffe”!
Herr H. sollte an der Greencard Lotterie teilnehmen und auswandern. Ein guter Mann für Trumps Truppe! Wenn sich noch einige dazu bereit stellen, ist in Südtirol ja nicht so schwer welche zu finden, dann stehts auch gut um Trumps Wiederwahl. So viele Stimmen fehlten ja nicht.

Hustinettenbaer
28 Tage 9 h

2020 USA 19.300 Tote durch Schusswaffen (2021 20.912). Aktuell 2022: 6.696.
Um die Dimension zu verstehen, schaute ich bei Kriegszahlen nach: zurzeit 14.000 ukrainische Tote.
Und in beiden Fällen fragt man sich, wann der Wahnsinn aufhört.

USA: Zahl der Todesopfer durch Schüsse auf Rekordhoch (handelsblatt.com)
USA – Vorfälle und Todesfälle durch Schusswaffen bis 2022 | Statista

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