Schild bei Demo in Düsseldorf zeigt Putin mit Hitler-Bart

Proteste rund um die Welt gegen russischen Angriffskrieg

Sonntag, 27. Februar 2022 | 05:26 Uhr

Rund um die Welt sind am Samstag erneut zahllose Menschen auf die Straße gegangen, um gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine zu demonstrieren und den Menschen in dem angegriffenen Land ihre Solidarität zu bekunden. In Bern wurden bis zu 20.000 Demonstranten gezählt, die eine härtere Haltung der Schweiz gegenüber Russland forderten, in der finnischen Hauptstadt Helsinki gingen mehr als 10.000 Menschen auf die Straße. Auch in Wien, Graz und Linz gab es Demos.

Mehrere Hundert Menschen demonstrierten am Samstagnachmittag (Ortszeit) auf dem New Yorker Times Square gegen den Angriffskrieg Russlands in der Ukraine. Fotos zeigten Menschen mit ukrainischen Flaggen und Schildern unter anderem mit der Aufschrift “Stop Putin – Help Ukraine”. Auch in anderen Städten der USA, unter anderem vor dem Weißen Haus in Washington, gab es Berichten zufolge kleinere Proteste. In der Nacht zum Samstag war das Empire State Building in New York bereits als Geste der Solidarität mit Kiew in den ukrainischen Farben Blau und Gelb angestrahlt worden.

Vor dem Europa-Hauptquartier der Vereinten Nationen in Genf versammelten sich rund 1.000 Menschen vor einem Denkmal für die zivilen Opfer von Kriegen. Auch in weiteren Städten der Schweiz forderten tausende Demonstranten eine härtere Haltung ihrer Regierung gegenüber Moskau. So wurden in Bern bis zu 20.000 Demonstranten gezählt. In Russlands Nachbarland Finnland demonstrierten mehr als 10.000 Menschen in der Hauptstadt Helsinki und skandierten “Russland raus, nieder mit Putin!”.

Tausende Menschen protestierten auch in mehreren deutschen Städten. Alleine in München waren es nach Polizeiangaben 5.000 Menschen. In Frankfurt sprach die Polizei von 6.000 bis 7.000 Teilnehmern einer Kundgebung unter dem Motto “Solidarität mit der Ukraine – Frieden in Osteuropa”. In Düsseldorf kamen laut Polizei am Nachmittag knapp 4.000 Menschen zusammen. Die oppositionelle CDU rief für den Abend zu einer Mahnwache für die Ukraine in Berlin auf.

In Rom beteiligten sich bereits am Freitagabend tausende Menschen an einem Marsch zum Kolosseum. Am Samstag demonstrierten in der italienischen Hauptstadt erneut mehr als 1.000 Menschen.

In London zogen Hunderte Demonstranten zur russischen Botschaft, Teilnehmer des Protests beschmierten das Straßenschild des “St. Petersburgh Place” vor der Botschaft mit Kunstblut. In der georgischen Hauptstadt Tiflis hatten am Freitagabend fast 30.000 Menschen mit ukrainischen und georgischen Flaggen demonstriert und die Nationalhymnen beider Länder gesungen. In dem Land ist die Solidarität mit der Ukraine besonders stark, der Krieg weckt dort Erinnerungen an die russische Invasion im Jahr 2008.

In Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires marschierten am Freitagabend fast 2.000 Menschen in einem Protestzug zur russischen Botschaft und forderten den Abzug der russischen Armee aus der Ukraine. Im kanadischen Montréal trotzten dutzende Demonstranten einem Schneesturm, um gegen den Krieg zu demonstrieren. Proteste gab es unter anderem auch in Taiwan und Brasilien.

Auf dem Wiener Platz der Menschenrechte protestierten laut Polizei rund 3.000 Menschen friedlich gegen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Am Grazer Hauptplatz fanden sich laut Polizei bis zu 500 Menschen zu einer Solidaritätskundgebung für die Ukraine zusammen. Auf dem Hauptplatz in Linz zeigten sich laut Polizei 900 Menschen mit der Ukraine solidarisch. Bei den Kundgebungen sprachen auch mehrere namhafte Politiker, darunter der Wiener Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr (NEOS) sowie die Nationalratsabgeordneten Martin Engelberg (ÖVP), Harald Troch (SPÖ) und Ewa Ernst-Dziedzic (Grüne).

Von: APA/dpa

Kommentare
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N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 29 Tage

Wofür Hitler nicht alles herhalten muss.
Jeder Vergleich mit Hitler sollte sich eigentlich verbieten! Denn seine Taten sind mit nichts vergleichbar ! Damit will ich nicht Putin schützen, sondern das Andenken an die Millionen Toten im 2. WK
Die Argentinier sollten besser gegen Bolsonaro auf die Strasse gehen. Der ist nicht viel besser als Putin!

Chrys
Chrys
Universalgelehrter
2 Monate 29 Tage
Auch ich kann im Vergleich zu Hitler nur mehr sehr wenige Unterschiede feststellen. Putin vergiftet diejenigen die ihn kritisieren, sperrt sie ein, lässt sie umbringen. Einziger Unterschied sind bis jetzt die Zahlen. Er überfällt andere Staaten und tötet wahllos deren Bürger und beglückt diese mit seinen Friedenstruppen, holt sie heim ins eigene Reich. Hatte das nicht auch Hitler genau so gemacht. Allerdings hatte ich die Drohung, “WEHE WER ES WAGT DER UKRAINE ZUR HILFE ZU KOMMEN, DEM DROHEN DIE SCHLIMMSTEN STRAFEN DIE DIE WELT JE GESEHEN HAT”, das hatte ich doch von Hitler nicht gehört. Was die 2 Millionen Toten… Weiterlesen »
Waltraud
Waltraud
Kinig
2 Monate 29 Tage

N.G.
Ist Bolsonaro nicht der Präsident von Brasilien? 🤔

Donmclean
Donmclean
Tratscher
2 Monate 29 Tage

@N.G. wieso solletn die Argentinier gegen nen Bolsonaro protestieren, wenn er dor Premier von Brasilien isch?

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 29 Tage

@Chrys Sorry , du verkennst die Geschichte.
Nur weils Ähnlichkeiten gibt, darf man es trotzdem nicht vergleichen!
Da reden wir von ca. 60 Millionen Toten und dem Genozid!
Würdest du Stalin oder Mao mit Hitler vergleuchen, wäre man VIELLEICHT euner Meinung aber bei Putin sind Welten inzwischen und alleine das Unrecht an den Juden verbietet den Vergleich! Denn du unterstellst Putin damit, dass er gleich vorgeht aber beschönigst dadurch die Taten Hitlers.

Offline1
Offline1
Kinig
2 Monate 29 Tage

@N. G…ist Bolsonaro nicht Brasilianer ?

Dagobert
Dagobert
Kinig
2 Monate 29 Tage

N.G.
Seit wenn ist dor Bolsonaro Presi vo Argentinien? 😂

Donmclean
Donmclean
Tratscher
2 Monate 29 Tage

die Argentinier solln af die Stross protestieren giahn, wegn nen Bolsonaro der dor Brasilianische Premier isch.

olls ok.

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 29 Tage

@Offline1 Ach du Sche… Da waren die Finger schneller als der Verstand. Jo! Grins

Donmclean
Donmclean
Tratscher
2 Monate 29 Tage

@N. G. wia so oft

Dagobert
Dagobert
Kinig
2 Monate 29 Tage

N G
Der kleinwüchsige Möchtegernzar ist erst am Anfang seines Feldzuges gegen den Westen!
Wenn man sich ihm jetzt nicht in den Weg stellt holt er sich jedes Land, wos einmal zu Russland gehört hat zurück! Finnland inklusive☝
Ich sehe diesen Zwerg um keinen Deut besser als Hitler!

OrtlerNord
OrtlerNord
Tratscher
2 Monate 29 Tage

@N. G.
Es gibt klare Parallelen zu Hitler und Stalin.
Putin hat auch einen Angriffskrieg gestartet ,er hat politische Gegner kaltstellt.
Er hat die Presse gleichgeschaltet.
Von der Dimension her hat es bei den zwei o.g. auch klein angefangen, wie sich das weiter entwickelt wird man sehen.
Den Genozid gibt es wohl nicht.

ines
ines
Tratscher
2 Monate 29 Tage

Warum werden die 30.000 Protestierenden auf dem Freiheitsplatz in Tallinn / Estland von gestern Nachmittag nicht erwähnt?

Savonarola
2 Monate 29 Tage

unsägliche Nazivergleiche. Sonst muss man sich immer dafür entschuldigen, weil man die Opfer des NS verharmlost hat usw. Plötzlich ist das alles erlaubt. Heuchler

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 29 Tage

Ein wahres Wort! Wenn der Mob rum schreien darf ist er zufrieden. Ahnung keine aber drauflos… und kommen sich damit dann noch wichtig vor.
Nicht in einem einzigen Bericht in TV hat man solche Vergleiche von irgrnd jemandem gesehen oder gehört aber die Leute werden das schon besser beurteilen können, wie immer und ganz besonders hier! Ein Sammelsurium an ungebildeten Möchtegerns!

Chrys
Chrys
Universalgelehrter
2 Monate 29 Tage

@ Savonarola

Heuchler? Wissen Sie was ein Heuchler ist?

Putin greift friedliche Staaten an, will denen seinen Willen aufdrängen, tötet alles was ihm in die Quere kommt, tötet oder vergiftet oder sperrt Menschen ein die nicht seine Linie teilen und droht der ganzen Welt mit dem Einsatz von Atomwaffen falls sich irgendwo erlaubt sich ihm in die Quere zu kommen.
Wo sehen die da die Heuchelei wenn man diesen Menschenverachtenden Despoten mit Hitler vergleicht. Natürlich 1 : 1 ist das nicht möglich aber so abwegig ist es nicht und Heuchelei schon gar nicht.

Sag mal
Sag mal
Kinig
2 Monate 29 Tage

Savona….es ist Heuchlerei.Kann Jeder nachschaun Der das Wort nicht versteht.

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 29 Tage

@Chrys Heuchlet sind diejenigen die bei Putin grisse Töne spucken und in Syrien die Augen zugemacht haben und immer noch zu lassen! Unterschiede bei den Flüchtenden machen! Hat nicht Putin Assad unterstützt?
Heuchler! Auch ich wiederhole mich gerne! Politik des Westens genau wie die Bevölkerung des Westens!

Savonarola
2 Monate 29 Tage

@Chrys

nein, Holokaust ist einzigartig. Oder will Putin etwa 40 Mio. Ukrainer deportieren und in den Gulags massenmorden?

Buergerle
Buergerle
Grünschnabel
2 Monate 29 Tage

Eine Lösung wäre: Ukraine erklärt sich als neutral, weder Nato noch Russen dürfen Abwehrmassnahmen im Land stationieren.
Donbas Provinzen und Krim bekommen ein autonomieähnlichen Status, sowie Russland als Schutzmacht sollten die russischen Bürger dort von Ukrainern angegriffen werden.
Der Rest der Ukraine bekommt die Nato als Schutzmacht, sollte Russland sie angreifen.
Hat bei uns auch funktioniert

Chrys
Chrys
Universalgelehrter
2 Monate 29 Tage

War schon auf dem Tisch und wurde nicht akzeptiert.
Zudem nicht der gesamte Donbas und nicht die gesamte Krim sind von russischen Bürgen bewohnt wie auch nicht die Region Trentino-Südtirol von nur deutschsprachigen bewohnt ist. Also sowohl den Donbass als auch die Krim müssen sie wieder teilen. Im Donbass sind bereits bei dessen Anerkennung 700.000 Ukrainer geflüchtet.

Offline1
Offline1
Kinig
2 Monate 29 Tage

@Buergerle..warst Du heute schon beim Frühschoppen 🍷? Ukraine erklärt sich für “Neutral”, bekommt aber die NATO als Schutzmacht🤣? Ja was nun, entweder den Kreuzer oder den Wegga🥖, für Nichtschwaben😉 die 50 Cent oder das Panino. Beides geht nicht. Übrigens, Würfe sich die Ukraine für “Neutral” erklären, hätte Putin zumindest Eines erreicht, nämlich dass die Ukraine entmilitarisierte Zone wäre….

Hustinettenbaer
2 Monate 29 Tage

Ja, wenn es dafür nicht schon zu spät ist.
Putin startete einen Angriffskrieg. Die europäischen Staaten reagierten – finde ich – nicht mit verbalem Säbelrasseln. Er konnte mehrere Tage gesichtwahrend zur Diplomatie zurückkehren. Das Angebot schlug er aus. Wenn die Invasion bis Kiew nicht so “reibungsfrei” wie geplant lauft, hätte er Schwäche gegen die “Nazis” gezeigt.
“Zentral für seine Argumentation ist dabei der Vergleich mit dem Zweiten Weltkrieg: 1940 und 1941 habe sich die Sowjetunion angesichts eines Angriffs aus Nazideutschland zu passiv verhalten, erinnert Putin und droht:
Das zweite Mal werden wir einen solchen Fehler nicht zulassen.”

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/putin-rede-kriegserklaerung-konflikt-ukraine-100.html

primetime
primetime
Kinig
2 Monate 29 Tage

Der Vergleich mit Hitler ist schon sehr fehl am platz. Der befindet sich noch eine Stufe höher als Putin & Co

Sag mal
Sag mal
Kinig
2 Monate 29 Tage

es musste erst Corona(sollte auch eine Lehre sein) und dieser Krieg von Russland kommen, dass Viele erwachen.Aufrüsten,unabhänig machen…erst jetzt wieder ein Thema.

Hausverstand bitte
Hausverstand bitte
Grünschnabel
2 Monate 29 Tage

Immer diese Hittler Karikaturen!Schämt euch alle zusammen!!!

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