Russischer Präsident: Arbeitslosigkeit ist auf historischem Tiefstand

Putin räumt erstmals negative Folgen von Sanktionen ein

Mittwoch, 29. März 2023 | 17:24 Uhr

Russlands Präsident Wladimir Putin hat erstmals öffentlich eingeräumt, dass die wegen der Offensive in der Ukraine gegen Moskau erlassenen Sanktionen “negative” Folgen für das Land haben könnten. “Die gegen die russische Wirtschaft verhängten Sanktionen könnten sich mittelfristig wirklich negativ auf sie auswirken”, warnte der Staatschef am Mittwoch bei einer im Fernsehen übertragenen Sitzung der Regierung.

Westliche Staaten haben seit Beginn des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine vor mehr als einem Jahr beispiellose Sanktionen gegen Moskau verhängt, die sich insbesondere gegen die Öl- und Gasexporte richten. Putin hatte wiederholt gesagt, dass Russland den massiven Strafmaßnahmen standhält.

Der Präsident sagte am Mittwoch auch, dass die Arbeitslosigkeit in Russland “auf einem historischen Tiefstand” bleibe, während die Inflation bis Ende März “unter vier Prozent” sinken dürfte. Sie war im vergangenen Frühjahr stark auf fast 20 Prozent angestiegen.

Putin fügte aber hinzu, dass “die Rückkehr zu einem Wachstumspfad uns nicht entspannt fühlen lassen sollte”. “Wir müssen die positiven Entwicklungen in unserer Wirtschaft unterstützen und stärken, ihre Effizienz steigern, technologische, personelle und finanzielle Souveränität sicherstellen”, sagte er.

Die Regierung forderte er dazu auf, “schnell und ohne unnötige Bürokratie und Verzögerungen zu handeln”. Er appellierte an die Regierung und die Wirtschaft, für einen schnellen Start neuer Projekte im verarbeitenden Gewerbe zu sorgen – “besonders in der Herstellung von Hightech-Produkten”.

Von: APA/AFP

Kommentare
Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
hundeseele
hundeseele
Universalgelehrter
2 Monate 4 Tage

Arbeitslosigkeit in Russland “auf einem historischen Tiefstand”
….das glaub ich gerne,denn die ganzen Männer im “gefördertem Militärdienst” in der Ukraine werden wohl nicht mitgezählt werden,die brauchen ja keine “Arbeit” ………

Doolin
Doolin
Kinig
2 Monate 4 Tage

…und viele sind ins Ausland abgehaut…

Fuchsschwoaf
Fuchsschwoaf
Grünschnabel
2 Monate 4 Tage

Ja, wenn im Krieg gegen die Ukraine hundertausende Russen als Kanonenfutter dienen müssen dann werden natürlich die Arbeitslosenzahlen sinken.

ebbi
ebbi
Universalgelehrter
2 Monate 4 Tage

“Russland zu technologischer Souveränität führen….und neue Projekte zur Hightech-Produktion starten”. Ja sicher, in Russland leben ja viele junge, hochintelligente und motivierte Menschen, welche an den russischen Universitäten bestens ausgebildet werden und vom Auslandsstudium das neueste technische Know-How und Wissen mit mach Hause bringen und dort in den besten und innovativsten Unternehmen umsetzen können. Ach neee, jetzt bin ich aufgewacht aus meinem Traum….die Jungen werden ja gerade im Krieg mit der Ukraine geopfert, sind aus dem Land geflüchtet oder sitzen im Knast, weil sie sich kritisch gegenüber dem Regime geäußert haben.

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Universalgelehrter
2 Monate 3 Tage

@ebbi: und hunderttausende von gut ausgebildeten, jungen Russen sind ausgewandert.

So ist das
2 Monate 4 Tage

Immer nur auch für alle Russen Offensichtliches zugeben 🫢

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Universalgelehrter
2 Monate 3 Tage

Das .it der technologischen Souveränität wird ein Traum bleiben: 1.) sind gerade besonders gebildete junge Russen ausgewandert, 2) ist Russland hierfür mit den 140 Mio Einwohnern viel zu klein, ist doch selbst die EU mit einer vielfachen Einwohnerzahl auf andere Länder angewiesen. Die Souveränität in einer globalisierten Welt ist nur schwer erreichbar, auch für uns! Auch wir werden auf große Bündnisse angewiesen sein!

wpDiscuz