Neben dem Kurs soll gearbeitet werden

Raab drängt auf Arbeit neben Sprachkurs

Sonntag, 06. November 2022 | 13:12 Uhr

Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) drängt darauf, dass in Österreich rechtmäßig aufhältige Ausländer rasch in den Arbeitsmarkt wechseln. In Zeiten eines enorm hohen Bedarfs der Wirtschaft an Arbeitskräften müssten die Integrationsprozesse so gestrafft werden, dass jene, die in Österreich rechtlich dauerhaft bleiben dürfen, unmittelbar arbeiten, meinte sie im Vorfeld einer für Montag anberaumten Integrationskonferenz. Jobs gingen auch neben einem Deutschkurs.

Gerade Arbeit ermögliche Menschen die Teilhabe an der Gesellschaft und sei damit einer der wichtigsten Bausteine für ein gelungenes und selbstbestimmtes Leben in Österreich, findet die Ministerin. In manchen Branchen sei es auch möglich, Jobs mit nur geringen Deutschkenntnissen zu beginnen. Der Besuch von Deutsch- und Wertekursen sei nicht als tagesfüllende Aufgabe zu sehen. Wenn anerkannte Flüchtlinge bei der jetzigen Arbeitsmarktlage jahrelang in Kursen verweilten, bevor sie arbeiteten, sei das unverständlich: “Ein Deutschkurs ist kein Vollzeitjob und die Sprache kann man besser zusätzlich zum Deutschkurs am Arbeitsplatz praktizieren.”

Angesichts von mehr als 250.000 offenen Stellen weist Raab darauf hin, dass die Erwerbsbeteiligung der Geflüchteten, die seit 2015/16 nach Österreich gekommen sind, nur langsam steige. Zum Beispiel Frauen aus Afghanistan, Syrien, Irak und Somalia wiesen eine der höchsten Arbeitslosenquoten auf.

Ansatzpunkte sucht man nun bei der morgigen Integrationskonferenz. 100 internationale Gäste – vom Praktiker bis zum Forscher – werden in verschiedenen Panels und unterschiedlichsten Zusammensetzungen zu diesem Thema diskutieren. Zu Wort kommt zu Beginn neben Raab auch IKEA-Österreich-Chef Alpaslan Deliloglu zum Thema “Labour Market Integration – A Company Perspective”

Von: apa

Kommentare

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1 Kommentar auf "Raab drängt auf Arbeit neben Sprachkurs"


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Superredner
28 Tage 8 h

Raab ist auch auf dem Kopf gefallen, die Syrer usw. speziell die Frauen werden von ihren Männer an Arbeiten gehindert und bei Mindestsicherung von 920€ im Monat, geht keiner zur Arbeit, wenn sein Lohn 1200€ ist und man Mittag selbst zahlen muss und vielleicht noch ein Nahverkehrsabo braucht, um zur Arbeit zu gelangen. 

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