Es kam zu Zusammenstößen

Räumung von Lützerath wird fortgesetzt

Sonntag, 15. Januar 2023 | 11:24 Uhr

Die Polizei will am Sonntag die Räumung des Dorfes Lützerath am Rande des Braunkohletagebaus Garzweiler fortsetzen. Auf dem seit Mittwoch abgeriegelten Dorfgelände halten sich nach Polizeiangaben weiterhin Klimaaktivisten auf, etwa in Baumhäusern. Zwei Aktivisten harrten außerdem in einem Tunnel unter einem Gebäude aus. Wie viele Kohlegegner noch auf dem Gelände sind, ist nicht bekannt.

Der Energiekonzern RWE hatte am Samstag von Vorbereitungen gesprochen, um die beiden Aktivisten aus dem Tunnel zu holen. “Es wird an einem Rettungskonzept gearbeitet”, sagte ein Unternehmenssprecher. Man sei dabei auch mit externen Experten und dem Technischen Hilfswerk in Kontakt. “Die beiden, die da unten sitzen, sind nach eigenen Angaben wohlauf.” Sie hätten etwa keine Probleme mit Frischluft.

Das Dorf Lützerath, ein Ortsteil von Erkelenz westlich von Köln, ist seit Tagen von der Polizei abgeriegelt und mit einem doppelten Zaun umgeben. Die wenigen Gebäude der Siedlung werden abgerissen, um es dem Energiekonzern RWE zu ermöglichen, die darunter liegende Braunkohle abzubaggern. Dagegen hatten am Samstag viele Tausend Menschen im benachbarten Ortsteil Keyenberg demonstriert. Die Polizei sprach von 15.000 Teilnehmern, die Veranstalter schätzten die Zahl auf 35.000.

Am Rand der Demonstration kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Nach Polizeiangaben wurden dabei auf beiden Seiten Menschen verletzt. Die genaue Anzahl der Verletzten und die näheren Umstände, die zu den Verletzungen führten, wurden zunächst nicht bekannt. Laut Polizei hatten rund 1.000 größtenteils vermummte “Störer” versucht, auf das abgesperrte Dorfgelände zu gelangen. Um sie abzuwehren, setzte die Polizei Wasserwerfer, Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Ob es Festnahmen gab, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Nach Polizeiangaben attackierten einzelne Demonstranten auch Einsatzwagen der Polizei und warfen Pyrotechnik in Richtung der Beamten. Ein Sprecher erklärte, Reifen seien zerstochen und Außenspiegel abgetreten worden.

Der Energiekonzern RWE teilte am Abend mit, man sei “entsetzt über die Aggressionen und die Gewalt, die von Teilen der Aktivisten ausgingen”. Dies habe mit der ansonsten friedlichen Demonstration nichts mehr zu tun. “Wer völlig enthemmt Steine und Feuerwerkskörper auf Polizisten wirft und versucht Absperrungen zu durchbrechen, kritisiert nicht die Energiepolitik, sondern attackiert das gesellschaftliche Fundament unseres Rechtsstaats.”

Hauptrednerin bei der Kundgebung war die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. “Lützerath ist noch da, und solange die Kohle noch in der Erde ist, ist dieser Kampf nicht zu Ende”, sagte die 20-Jährige unter dem Jubel der Zuhörer.

Von: APA/dpa

Kommentare

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13 Kommentare auf "Räumung von Lützerath wird fortgesetzt"


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Doolin
Doolin
Kinig
24 Tage 19 h

…diese sogenannten Aktivisten sollten mal zum Hamburger Hafen weiter ziehen und Containerschiffe blockieren…so ein einziger Ozeanriese bläst pro Tag mehr Dreck raus als alle Autos zusammen…

N. G.
N. G.
Kinig
24 Tage 12 h

Weil die Kohle für Autos abgebaut wird?
Bin überzeugt, dass die dümmste Aktivistin, Aktivist der da demonstriert 20 mal so viel von Klimaschutz versteht als du!

Holz Michl
Holz Michl
Tratscher
24 Tage 10 h

@N. G. De sein so schlau das sie sich unklebn miasn😂😂😂😂😂 a trauriger haufen

Pyrrhon
Pyrrhon
Universalgelehrter
24 Tage 8 h

@N.G. klar muss die Kohle für die Autos abgebaut werden, wie soll sonst der Strom für die E-Autos produziert werden ?

N. G.
N. G.
Kinig
23 Tage 21 h

@Pyrrhon Kohle trägt zu 22% zur deutschen Stromerzeugung bei und 2030 ist dann so gut wie Schluß mit lustig. Wie gross ist dann die Wichtigkeit für E-Autos?

Pyrrhon
Pyrrhon
Universalgelehrter
23 Tage 18 h

@N.G. warum immer diese Falschinformationen ? Im letzten Jahr wurden in D 36% vom Strombedarf mit Kohle gedeckt

andr123
andr123
Tratscher
24 Tage 20 h

Weg mit diesen Störenfrieden

Stryker
Stryker
Superredner
24 Tage 12 h

8 Johr friar hern sie auf mit kohleabbau wenn sie des
bissl no kriagn,ober de Verschwöhrungsteoretiker
von der letzten Generation (verwöhnte Reiche junge
Leit wos zu viel Klebstoff schnüffeln)
Sein jo nia zufrieden und miasn Polizisten ungreifen
und sich strafbor mochn.
Des Dorf isch schun long nui gebaut, und die
Bewohner sein zufrieden mit die nun Klimahäuser.

N. G.
N. G.
Kinig
23 Tage 21 h

In deinem Kommentar ist kein einziger Satz der wahr ist. Keiner!

Stryker
Stryker
Superredner
23 Tage 9 h

@n.g
Redsch mit mir?Nor schreibschs zu gefällig.
A net?nor informiersch die mol bissl besser bevor behauptesch das des net stimmp!
Googel kennsch?Zem konnschs nochlesn,und in die Nochrichten hobn sie a Berichtet!
Dorfür das in gonzn tog nix tuasch als kommentiern bisch schlecht informiert,ober sel sig msn jo bei deine Kommentare und die gonzn👎👎👎wos kriagsch!

OH
OH
Superredner
24 Tage 8 h

Klimaschutz, alles gut und schön, aber man kann es auch übertreiben !!!
Und wenn ich dann noch diese Göre aus Schweden sehen …..

OrB
OrB
Kinig
24 Tage 10 h

Der Co2 Ausstoß wird erst zurück gehen wenn die Wirtschaft zweistellige Minuszahlen schreibt.

OH
OH
Superredner
22 Tage 12 h

…… und immer mischen die Grünen mit !!!!!

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