Rami (l.) vertrat bisher u.a. Vizekanzler Strache

Rami vertritt keine Spitzenpolitiker mehr

Mittwoch, 30. Januar 2019 | 11:30 Uhr

Michael Rami, seit dem Vorjahr Verfassungsrichter auf FPÖ-Ticket, will in seiner Tätigkeit als Anwalt keine Spitzenpolitiker mehr vertreten, berichtete der “Standard” am Mittwoch. Dass er das zuvor – etwa für Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache – noch getan hatte, war Anlass für Kritik und Verwunderung, und zwar dem Vernehmen nach auch im VfGH.

Nun zog Rami die Konsequenz.”Ich habe in der Vergangenheit Politiker verschiedener Parteien in meinem Spezialgebiet (Persönlichkeitsschutz) vertreten und war dadurch in meiner Tätigkeit als Richter des VfGH in keiner Weise befangen; ich verstehe aber, dass auch die Optik in der öffentlichen Diskussion eine Rolle spielt. Ich habe mich daher entschlossen, ab sofort keine Spitzenpolitiker – gleichgültig welcher Partei – mehr zu vertreten”, teilte er mit.

Davor war via “Kleine Zeitung” bekannt geworden, dass das Vollmachtsverhältnis Straches zu Ramis Kanzlei aufgelöst worden war. Rami hatte den Vizekanzler in einem Verfahren gegen PR-Berater Rudolf Fußi vertreten.

Von: apa