Vier Beschuldigte im Alter zwischen 18 und 21 Jahren

Razzia wegen Ausreise mutmaßlicher IS-Unterstützer in Berlin

Donnerstag, 14. Dezember 2017 | 15:55 Uhr

Mit einer Razzia sind Ermittler in der deutschen Hauptstadt Berlin und dem Bundesland Sachsen-Anhalt Donnerstag früh gegen mehrere mutmaßliche Unterstützer der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) vorgegangen. Die Ermittlungen richten sich demnach gegen vier Beschuldigte im Alter zwischen 18 und 21 Jahren, wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin mitteilte.

Die Vorwürfe lauten auf Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat. Wie Polizei und Generalstaatsanwaltschaft in Berlin mitteilten, vollstreckten sie neun Durchsuchungsbeschlüsse. Darüber hinaus beschlagnahmten sie Beweismittel, insbesondere Speichermedien.

Zwei der Beschuldigten stehen im Verdacht, im November vorigen Jahres von Berlin über Istanbul in die vom IS kontrollierten Gebiete im Nahen Osten gereist zu sein. Ein dritter soll beim IS außerdem eine militärische Ausbildung absolviert haben. Das Trio wird noch dort vermutet.

Dem vierten Verdächtigen wird Beihilfe vorgeworfen, weil er die anderen damals zum Flughafen brachte. An der Razzia waren den Angaben zufolge rund 130 Polizisten beteiligt, darunter auch Angehörige von Spezialeinheiten.

Von: APA/ag./dpa