Wer hält zukünftig die Mehrheit im nordirischen Parlament?

Regionalwahl in Nordirland – Friedensprozess auf der Kippe

Donnerstag, 02. März 2017 | 16:21 Uhr

Mehr als 1,2 Millionen Nordiren waren am Donnerstag dazu aufgerufen, ein neues Regionalparlament zu wählen. Die vorgezogene Wahl wurde nötig, weil sich die Koalitionsparteien, die republikanisch-katholische Sinn Fein und die protestantisch-unionistische DUP endgültig entzweit hatten. Mit ersten Auszählungsergebnissen wird am Freitagnachmittag gerechnet.

Für die britische Regierung kommt die Krise in Nordirland zur Unzeit. Ohnehin bedroht der geplante Brexit den fragilen Friedensprozess in dem jahrzehntelang von einem Bürgerkrieg geplagten Landesteil. Die Befürchtung ist, dass die Trennung Großbritanniens von der Europäischen Union eine befestigte Grenze zwischen Nordirland und dem EU-Mitglied Republik Irland notwendig machen könnte.

Dem Karfreitagsabkommen von 1998 zufolge muss die Regionalregierung aus einer Koalition der beiden größten katholischen und protestantischen Fraktionen gebildet werden. Jüngsten Umfragen zufolge werden das erneut DUP und Sinn Fein sein.

Sollte sich die beiden Parteien nicht auf eine Neuauflage ihrer Koalition einigen können, wäre es denkbar, dass die Region vorübergehend wieder aus London regiert werden muss. Regulär findet die Regionalwahl in dem britischen Landesteil alle fünf Jahre statt. Zuletzt wurde in Nordirland im Mai 2016 gewählt.

Von: APA/dpa

Kommentare

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2 Kommentare auf "Regionalwahl in Nordirland – Friedensprozess auf der Kippe"


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Dublin
Dublin
Universalgelehrter
27 Tage 4 h

…Nordirland gehört mit der Republik Irland vereint…

Ninni
Ninni
Superredner
26 Tage 21 h

Bravo Dublin, du musst es wissen, stimmt exakt 👍
Sind sie ein Ire ?

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