Migranten sollen im "Hope Hostel" in Kigali unterkommen

Ruanda will Zehntausende Migranten aufnehmen

Sonntag, 12. Juni 2022 | 15:35 Uhr

Ruanda sieht sich dazu in der Lage, im Zuge eines umstrittenen Abkommens mit Großbritannien Zehntausende Asylsuchende aufzunehmen. “Ruanda hält sich bereit, im Rahmen dieser Partnerschaft so viele wie möglich aufzunehmen. Wir haben die Kapazität, Zehntausende entgegenzunehmen”, sagte die technische Chefberaterin des ruandischen Justizministeriums, Doris Umicyeza, nach Angaben der Nachrichtenagentur PA am Sonntag im britischen Radiosender LBC.

Zunächst werde dies aber schrittweise ablaufen, sagte sie. Großbritannien stelle erhebliche Investitionen bereit, um die Entwicklung des afrikanischen Landes voranzutreiben, sagte die ruandesische Spitzenbeamtin

Die konservative Regierung des britischen Premierministers Boris Johnson hatte am Freitag vor dem High Court in London grünes Licht für den umstrittenen Plan bekommen, illegal eingereiste Asylsuchende nach Ruanda auszufliegen. Die erste Maschine mit rund 30 Asylsuchenden an Bord soll nach Regierungsplänen am Dienstag abheben. Allerdings sollte sich am Montag noch das zuständige Berufungsgericht mit dem Fall auseinandersetzen.

Die Abmachung mit Ruanda sieht vor, illegal in Großbritannien angekommene Menschen in das ostafrikanische Land zu fliegen, damit sie dort Asyl beantragen können. Ruanda bekommt im Gegenzug entsprechende Zahlungen. Damit will die britische Regierung Flüchtlinge abschrecken. Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisationen halten die Abmachung für einen Verstoß gegen das Asylrecht.

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

3 Kommentare auf "Ruanda will Zehntausende Migranten aufnehmen"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Kingu
Kingu
Superredner
15 Tage 18 h

Sollte man schon lange machen, entsprechend ein afrikanisches Land finanziell zu unterstützen und die jeweiligen Migranten dahinführen, Aufnahmezentren ausserhalb der EU. Die Union sollte nämlich den demografischen Wandel nutzen und ein Umverteilungspensionssystem wie England, Norwegen und Island in ein Einzahlungssystem umzuwandeln, mit staatlichen Aktienfonds und die Bevölkerungsverringerung hinnehmen, da die Automatisierung Millionen von Arbeitsplätze vernichten wird. Derzeitig ist es bereits nämlich so, dass Arbeitskraft durch Produktionsmittel bereits ersetzt wird, deswegen ist Produktionsarbeit schlecht bezahlt und Dienstleistungen werden immer billiger, so kann man heutzutage einen Bachelor haben und verdient so viel wie früher einer in der Produktion.

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Universalgelehrter
15 Tage 1 h

Kingu@

Es wäre viel einfacher gewesen den lybischen Diktator Gheddafi nicht zu stürzen, dann müsste man kein Land bezahlen…

Aber was soll’s, ist nun mal so gelaufen…

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Universalgelehrter
15 Tage 1 h

Ich würde vorschlagen, man sollte ein Abkommen mit Australien machen, die betreiben schon seit vielen Jahren so ein Projekt und das sehr erfolgreich….

wpDiscuz