Sollen Briten noch einmal abstimmen?

“Runder Tisch” uneins über neuerliches Brexit-Referendum

Donnerstag, 17. Januar 2019 | 05:20 Uhr

Uneinigkeit machte sich am Mittwochabend in der ORF-Sendung “Runder Tisch” zum Thema “Brexit” mit den außenpolitischen und Europa-Sprechern der Parlamentsparteien breit. Während Jörg Leichtfried (SPÖ) ein zweites Referendum in Großbritannien begrüßen würde, um den EU-Austritt doch noch abzuwenden, beharrte Roman Haider (FPÖ) darauf, das Ergebnis der ersten Volksabstimmung zu akzeptieren.

Es könne nicht sein, dass so oft abgestimmt werde, bis das Ergebnis “den Sozialisten passt”, erklärte Haider, demokratisch erzielte Resultate müssten akzeptiert werden. Reinhold Lopatka (ÖVP) vertrat indes die eher pragmatische Ansicht, dass es die Briten wegen ihres aktuellen “parteipolitischen Chaos” ohnehin nicht schaffen würden, eine Entscheidung bezüglich eines neuerlichen Referendums zu fällen.

Claudia Gamon (Neos) und Alma Zadic von der “Liste Jetzt” (früher Liste Pilz) erinnerten wiederum daran, dass es rund um das Referendum im Juni 2016 jede Menge Fehlinformationen und Manipulationen (“Auch durch russische Trollfabriken”) gegeben habe. Daher könnte eine neuerliche Abstimmung durchaus im Interesse Großbritanniens und der EU sein.

Von: apa

Kommentare

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1 Kommentar auf "“Runder Tisch” uneins über neuerliches Brexit-Referendum"


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Kinig
1 Monat 2 Tage

Wie an anderer Stelle schon gesagt, mich würde es nicht wundern, wenn die nochmals die Wähler fragen. Die Politiker haben es offensichtlich nicht geschafft den Brexit gut über die Bühne zu bringen.

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