FSB-Chef Alexander Bortnikow

Russischer Geheimdienst vereitelte Terroranschläge

Dienstag, 12. Dezember 2017 | 11:22 Uhr

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben mehrere Terroranschläge vereitelt. Das nationale Anti-Terror-Komitee und der Geheimdienst habe am Montagabend eine Terrorzelle im Großraum Moskau ausgehoben, wie der FSB-Chef Alexander Bortnikow am Dienstag mitteilte. Die Mitglieder der Terrorzelle sollen unter anderem Anschläge während der Weihnachtsfeiertage geplant haben.

Auch für die Zeit des Präsidentschaftswahlkampfes 2018 sollen Anschläge geplant worden sein. Die Mitglieder der Terrorzelle stammen laut FSB-Angaben aus Zentralasien. Wie die Agentur Tass berichtete, wurden bei den mutmaßlichen Terroristen improvisierte Sprengsätze, Schusswaffen und Munition sichergestellt, ein Labor zur Herstellung von Waffen und Sprengkörpern wurde zerstört. Laut Nachrichtenportal “Sputnik” wurden drei Personen festgenommen.

Wie Bortnikow weiter mitteilte, seien nach der Niederlage der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien nun nach Russland zurückkehrende IS-Kämpfer eine “echte Gefahr” für das Land. Russland schätzt, dass sich dem Terrornetzwerk Tausende Menschen aus Ex-Sowjetrepubliken angeschlossen haben. Moskau hatte den Abzug seiner Truppen aus Syrien angekündigt, nachdem das russische Verteidigungsministerium am Donnerstag vermeldete, dass der IS in dem Bürgerkriegsland vollständig besiegt sei.

Von: apa