Kompromittierende Informationen über ihn sind "Fake News"

Russland soll belastendes Material gegen Trump besitzen

Mittwoch, 11. Januar 2017 | 14:06 Uhr

US-Geheimdienste sollen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump darüber informiert haben, dass Russland angeblich belastendes Material über ihn gesammelt haben soll. Ziel Moskaus sei es demnach, Trump mit Informationen über sein Privatleben sowie Geschäftsbeziehungen erpressbar zu machen, berichteten CNN und die “New York Times”. Der Kreml dementiert den Besitz brisanter Informationen.

Die Medien wiesen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass die Vorwürfe nicht belegt seien. “Falschinformationen – eine totale politische Hexenjagd”, so die Reaktion Trumps auf Twitter vor seiner ersten Pressekonferenz als gewählter Präsident der USA.

“Das ist vollkommen ausgedacht, es ist eine Ente”, sagte auch Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch. Russland sammle weder Material über Trump noch über dessen demokratische Gegenkandidatin bei der Präsidentenwahl, Hillary Clinton. “Das ist eindeutig ein Versuch, die bilateralen Beziehungen zu stören”, sagte Peskow in Moskau.

Ein früherer Agent des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 soll die Berichte mithilfe russischer Quellen im Auftrag von Trump-Gegnern in den USA erstellt haben. Die Chefs von FBI, CIA und NSA sowie der nationale Geheimdienstdirektor informierten Trump, den scheidenden Präsidenten Barack Obama und acht führende Parlamentarier vergangene Woche darüber, wie CNN berichtete. Die Bundespolizei FBI untersuche Glaubwürdigkeit und Wahrheitsgehalt der Informationen. Laut “New York Times” schätzen US-Beamte den britischen Ex-Agenten als verlässlich und Russland-erfahren ein.

In den zunächst als nicht stichhaltig eingestuften Memos, über die es eine zweiseitige Zusammenfassung bei den US-Geheimdiensten geben soll, geht es nach Informationen der “New York Times” unter anderem um Sexvorwürfe im Zusammenhang mit Moskauer Prostituierten im Jahr 2013. Ferner soll sie Informationen zu Trumps Geschäftsbeziehungen nach Russland enthalten sein. Er soll von russischer Seite über Jahre mit guten Geschäften gelockt worden sein, diese aber abgelehnt haben, heißt es.

Während CNN zu den Details dieser angeblichen Informationen, die seit Monaten in Washington zirkulieren sollen, keine Angaben machte, veröffentlichte das Medienportal Buzzfeed 35 Seiten, auf denen unter anderem von Sexvideos mit Prostituierten in einem Moskauer Luxushotel 2013 die Rede war.

Beschrieben werden außerdem angebliche Treffen zwischen Trump-Vertretern und russischen Offiziellen während des US-Präsidentenwahlkampfs, bei denen unter anderem über russische Hackerangriffe auf die Demokratische Partei gesprochen worden sei. Dies sei mit Trumps Wissen und Unterstützung geschehen. Trump hat dies wiederholt bestritten.

Von: APA/ag.

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