LH Haslauer und SP-Landeschef Steidl

Salzburger ÖVP startete in die Sondierungsgespräche

Dienstag, 24. April 2018 | 13:49 Uhr

Die Salzburger ÖVP hat nach dem Erfolg bei der Landtagswahl am Dienstag das erste Sondierungsgespräch für eine künftige Regierungskoalition geführt. Den Anfang machte die SPÖ, die am Sonntag mit großem Abstand Zweiter wurde. Nach einem kurzen Vier-Augen-Gespräch von ÖVP-Chef Landeshauptmann Wilfried Haslauer mit SPÖ-Vorsitzendem Walter Steidl trafen am Vormittag die Verhandlungsteams aufeinander.

Über die besprochenen Inhalte wurde Stillschweigen vereinbart, naturgemäß knapp fielen die Statements nach der rund 90-minütigen Sitzung aus. “Wir hatten ein atmosphärisch sehr angenehmes Gespräch,” erklärte Haslauer und sprach von einem “Kennenlernen” und “Abtasten”. “Wir haben uns über die Themen, die in den nächsten fünf Jahren auf uns zukommen werden, ausgetauscht. Es war der Versuch, in groben Linien zu sagen, kann es eine Lösung geben und wo sperrt es sich.”

Auch SPÖ-Vorsitzender Walter Steidl sprach nach der Sitzung von einem konstruktiven Gesprächsklima. “Wir werden nun einmal die weiteren Gespräche des Landeshauptmanns mit den anderen Parteien abwarten.” Er könne sich ein gutes Miteinander in den nächsten fünf Jahren gut vorstellen. “Aber natürlich gibt es da und dort zu manchen Themen und Positionen unterschiedliche Meinungen.”

Im ÖVP-Verhandlungsteam saßen am Dienstag neben dem Landeshauptmann auch Landesparteigeschäftsführer Wolfgang Mayer und Finanzlandesrat Christian Stöckl. Für die SPÖ waren neben Steidl SPÖ-Landesgeschäftsführer Hannes Mathes und der Gewerkschafter Gerald Forcher gekommen. Die Gespräche mit der FPÖ waren für 16.00 Uhr angesetzt. Mit den Grünen trifft sich die ÖVP am kommenden Donnerstag um 11.00 Uhr, mit den NEOS um 14.00 Uhr.

Bei der Landtagswahl am Sonntag haben übrigens 30.101 Salzburgerinnen und Salzburger eine Vorzugsstimme abgegeben. Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Landtags hat das aber nicht. Wie am Dienstag veröffentlichte Ergebnisse zeigen, hat kein Kandidat die nötige Stimmenzahl für ein Direktmandat erzielt. Dafür wären laut Landeskorrespondenz zwischen 5.651 (Lungau) und 7.815 Stimmen (Pongau) nötig gewesen.

Die meisten Vorzugsstimmen haben FP-Chefin Marlene Svazek (3.801), Grünen-Spitzenkandidatin Astrid Rössler (2.097) und Sepp Schellhorn von den NEOS (2.072) erhalten. Sie haben allerdings auch in allen sechs Bezirken kandidiert. Die ÖVP schickte ihre Kandidaten nur in jeweils einem Bezirk ins Rennen. Spitzenreiter war Agrarlandesrat Josef Schwaiger mit 2.052 Vorzugsstimmen im Flachgau vor dem Lungauer Manfred Sampl (1.404) und Landeshauptmann Wilfried Haslauer (1.118 Stimmen in der Stadt Salzburg). SP-Chef Walter Steidl trat in vier Bezirken an und kam damit in Summe auf 1.650 Stimmen.

Von: apa