STF hat Alternativvorschlag

Sanierung der Luegbrücke: Amhof beantragt Treffen der Landtage Süd- und Nordtirol

Dienstag, 04. Oktober 2022 | 11:21 Uhr

Bozen – Bereits vergangene Woche hat SVP-Fraktionsvorsitzende Magdalena Amhof ein dringendes Informationstreffen zwischen den beiden Landtagen von Südtirol und Nordtirol sowie den Vertretern der A22 und Asfinag beantragt. Thema: Sanierung Luegbrücke. Aufgrund der Dringlichkeit und Wichtigkeit des Anliegens soll das Treffen gleich nach Angelobung des Tiroler Landtages stattfinden.

Wie bekannt, soll die Luegbrücke ab 9. Oktober für mehrere Tage pro Fahrtrichtung nur einspurig befahrbar sein. Dringende Sanierungsarbeiten machen das notwendig. Es werden Staus und massive Verkehrsbehinderungen erwartet. „Das wird ein Vorgeschmack auf die geplante Autobahnsperre ab 2025 sein, wenn dann für zwei Jahre nur eine Fahrspur befahrbar sein wird“, bemerkt SVP-Fraktionsvorsitzende Magdalena Amhof. Die geplante Sanierung der Luegbrücke besorgt die Bevölkerung des Wipp- und Eisacktales schon seit längerem. In ihrer Funktion als Fraktionsvorsitzende der SVP hat Amhof deshalb ein dringendes Informations- und Austauschtreffen der beiden Landtagspräsidien beantragt, zu welchem alle Fraktionsvorsitzenden bzw. Clubvorsitzenden der beiden Landtage sowie die VertreterInnen der italienischen und österreichischen Brennerautobahn (A22 und Asfinag) eingeladen werden sollten. Landtagspräsidentin Rita Mattei hat Amhof im Rahmen eines informellen Treffens bereits zugesichert, dem Antrag stattgeben zu wollen und zeitnah nach Angelobung des Tiroler Landtages ein Zusammentreffen zu besagter Thematik in die Wege zu leiten.

Süd-Tiroler Freiheit mit Alternativvorschlag

„Der geplante Neubau der Lueg-Brücke auf der Brennerautobahn wird über Jahre hinweg zu großen Verkehrsbehinderungen führen und durch die Erweiterung auf drei Fahrspuren das Wipptal mit noch mehr Verkehr belasten. Der Widerstand in Nord- und Südtirol ist entsprechend groß. Auf Antrag der Süd-Tiroler Freiheit wurde daher beschlossen, zwischen den Klubobleuten des Südtiroler und des Tiroler Landtages ein Treffen zu organisieren, um das gemeinsame Vorgehen und Alternativprojekte – wie einen Tunnel unter dem Sattelberg – zu besprechen“, erklärt die Süd-Tiroler Freiheit in einer Aussendung.

Bereits im Oktober werde die Bevölkerung im Wipptal einen ersten Vorgeschmack auf die unerträglichen Verkehrsbelastungen bekommen, die ein Neubau der Lueg-Brücke mit sich bringen würde. Zwischen 9. und 21. Oktober wird nämlich der Straßenbelag auf der Brücke saniert, sodass diese nur mehr einspurig und mit nur 40 Stundenkilometer befahrbar sein wird.

Die Bevölkerung im gesamten Wipptal habe ein Recht auf Gesundheit und Lebensqualität. Es sei nicht akzeptabel, dass durch einen Neubau der Lueg-Brücke – im wahrsten Sinn des Wortes – einfach über die Köpfe der Menschen drübergefahren werde. Die durch den Neubau entstehenden Verkehrsbehinderungen hätten massive Auswirkungen auf beide Seiten des Brenners. Auch der dreispurige Ausbau der Autobahn bis zum Brenner würde Druck auf die Südtiroler Brennerautobahn ausüben, die Autobahn ab dort ebenfalls auf drei Spuren zu verbreitern. Das gesamte Wipptal vertrage aber nicht noch mehr Verkehr, erklärt die Bewegung.

„Sobald sich der neue Tiroler Landtag konstituiert hat, soll das Treffen der Klubobleute schnellstmöglich einberufen werden. Wir dürfen nichts unversucht lassen, um den Neubau der Lueg-Brücke zu verhindern“, erklärt die Süd-Tiroler Freiheit. Sie wird bei dem Treffen der Klubobleute daher nochmals das Alternativprojekt eines Tunnels unter dem Sattelberg vorschlagen. „Mit dem Bau dieses etwa sechs Kilometer langen Tunnels zwischen Gries und Brennerbad könnte das jahrelange Verkehrschaos verhindert werden und nach der Fertigstellung das gesamte Gebiet am Brenner von der Autobahn befreit und renaturiert werden. Es wäre dies eine Jahrhundertchance für das gesamte Wipptal“, so die Bewegung.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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