Zivilisten im Jemen sind oft Opfer von Angriffen

Saudi-Arabien räumt Fehler bei Schulbus-Angriff im Jemen ein

Sonntag, 02. September 2018 | 12:40 Uhr

Nach dem verheerenden Angriff auf einen Schulbus im Bürgerkriegsland Jemen hat die von Saudi-Arabien angeführte Koalition Fehler eingeräumt. Der Angriff habe nicht den Einsatzregeln entsprochen, sagte der Sprecher einer Untersuchungskommission des Militärbündnisses, Ahmed al-Mansour, am Samstag in Riad, wie der von Saudi-Arabien finanzierte TV-Kanal Al-Arabiya meldete.

Die Koalition drückte ihr Bedauern über den Fehler aus und kündigte an, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Auch die Einsatzregeln sollten überarbeitet werden. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) warf dem Militärbündnis ein Kriegsverbrechen vor. Mit der Bombardierung habe es seine grausame Serie fortgesetzt, Zivilisten bei Hochzeiten, Beerdigungen sowie in Krankenhäusern und Schulen zu töten, erklärte HRW am Sonntag. Die Organisation sieht Anzeichen dafür, dass die eingesetzte Bombe in den USA hergestellt worden war. Washington unterstützt das Bündnis unter anderem mit Waffenlieferungen.

Demnach wurden bei dem Angriff im Norden des Bürgerkriegslandes vor mehr als drei Wochen 38 Menschen getötet und 19 verletzt. Die meisten von ihnen seien Kinder gewesen, die während eines Ausflugs in einem Bus gesessen hätten, berichtete HRW unter Berufung auf Zeugen. Dieser habe kurz auf einem Markt in dem Ort Dahyan gehalten, um Wasser für die Buben zu kaufen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hatte nach dem Angriff von rund 50 Toten berichtet.

Der Sprecher der Untersuchungskommission erklärte weiter, die Bombardierung habe Anführern der Houthi-Rebellen in dem Bus gegolten. Bei diesen handle es sich um ein legitimes militärisches Angriffsziel. Der Angriff sei jedoch nicht gerechtfertigt gewesen, weil diese in diesem Moment keine Bedrohung dargestellt hätten. Es seien mehrere Anführer der Houthi-Rebellen getötet worden.

Seit mehr als drei Jahren bombardiert das Bündnis Stellungen der Houthi-Rebellen, die weite Teile des Landes vor allem im Norden sowie die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Die Koalition wirft den Aufständischen vor, vom schiitischen Iran unterstützt zu werden, dem Erzfeind des sunnitischen Königreichs Saudi-Arabien.

Eine UN-Expertenkommission hatte in einem Bericht ebenfalls Anzeichen für Kriegsverbrechen im Jemen gesehen und schwere Vorwürfe gegen Saudi-Arabien und seine Verbündeten erhoben. Es gebe kaum Anhaltspunkte, dass die Konfliktparteien versuchten, zivile Opfer zu vermeiden. Die Militärkoalition wies die Vorwürfe zurück.

Nach dem verheerenden Luftangriff auf einen Schulbus im Jemen werfen Menschenrechtler der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition ein Kriegsverbrechen vor. Mit der Bombardierung setze das Bündnis seine ohnehin schon grausame Serie fort, Zivilisten bei Hochzeiten, Beerdigungen sowie in Krankenhäusern und Schulen zu töten, erklärte die Organisation Human Rights Watch (HRW) am Sonntag.

Demnach wurden bei dem Angriff im Norden des Bürgerkriegslandes vor rund drei Wochen 38 Menschen getötet und 19 verletzt. Die meisten von ihnen saßen während eines Ausflugs in einem Bus. Dieser habe kurz auf einem Markt in dem Ort Dahjan gehalten, weil der Fahrer Wasser für die Buben gekauft habe, erklärte HRW unter Berufung auf Zeugen.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hatte nach dem Angriff von rund 50 Toten berichtet. Die Militärkoalition räumte am Samstag Fehler ein. Der Sprecher einer Untersuchungskommission teilte mit, die Bombardierung habe gegen die Einsatzregeln verstoßen. Zugleich erklärte er, der Bus sei ein legitimes militärisches Ziel gewesen, weil in ihm Anführer der Houthi-Rebellen gesessen hätten.

Von: APA/dpa