Das Votum könnte Premierministerin May weiter unter Druck setzen

Schotten kündigen eigene Abstimmung über Brexit-Deal an

Donnerstag, 25. Oktober 2018 | 19:05 Uhr

Das schottische Regionalparlament will noch vor einer Entscheidung im britischen Unterhaus in einer eigenen Abstimmung über ein Brexit-Abkommen befinden. Der schottische Verfassungsminister Michael Russell sagte am Donnerstag vor dem Parlament in Edinburgh, zu dieser entscheidenden Frage müsse und werde sich das schottische Volk Gehör verschaffen.

“Wenn die britische Regierung die Option auf den Tisch legt, im Binnenmarkt und in der Zollunion zu bleiben, werden wir das unterstützen. Jede andere Option als in der EU zu bleiben, lehnen wir ab”, sagte Russell. Das Votum des schottischen Regionalparlaments hätte keine bindende Wirkung, könnte aber Premierministerin Theresa May weiter unter Druck setzen und nationalistische Strömungen erneut anfachen.

Die Briten hatten sich bei der Volksabstimmung 2016 mit 52 zu 48 Prozent für den Austritt aus der Europäischen Union ausgesprochen. In Schottland hatte aber eine deutliche Mehrheit von 62 zu 38 Prozent für einen Verbleib in der Union gestimmt. Großbritannien verlässt die EU im kommenden März. Die Verhandlungen über einen geregelten Brexit sind allerdings ins Stocken geraten. Größter Streitpunkt ist nach wie vor die künftige Grenze zwischen dem EU-Mitgliedsstaat Irland und der britischen Provinz Nordirland.

Von: APA/ag.

Kommentare

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1 Kommentar auf "Schotten kündigen eigene Abstimmung über Brexit-Deal an"


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Mistermah
Mistermah
Kinig
23 Tage 21 h

Wie war das nochmals 2014? Schottland wird nicht in die Eu aufgenommen falls es die Unabhängigkeit anstrebt! Dies hatte damals den Ausgang erheblich beeinflusst. Katalonien kann nur auf einen spexit hoffen 😜

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