Schottische Regierungschefin Sturgeon nennt Brexit als Begründung

Schottland für zweites Unabhängigkeitsreferendum

Mittwoch, 24. April 2019 | 16:28 Uhr

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon will als Folgen des Brexit ein zweites Unabhängigkeitsreferendum bis Mai 2021. Es gehe darum, die Lektionen aus dem Brexit zu lernen, sagte Sturgeon am Mittwoch im schottischen Parlament.

Dabei nahm sie Bezug auch auf unterschiedliche Meinungen zu dem Thema in Schottland. Der Brexit habe gezeigt, was starre Positionen bewirken könnten. Deshalb wolle sie auch einen anderen Zugang haben. Wenn man zusammen arbeite, könne man auch mit der Opposition zu einer Lösung kommen.

Sturgeon betonte, dass für ein neues Unabhängigkeitsreferendum auch keine Billigung seitens Großbritanniens notwendig sei. Sie glaube an die Unabhängigkeit und die Interessen Schottlands könnten am besten in der EU geschützt sein.

Bei einem ersten Referendum über die Unabhängigkeit im Jahr 2014 hatte eine knappe Mehrheit der Schotten (55 Prozent) gegen eine Loslösung vom Vereinigten Königreich gestimmt. Noch deutlicher sprachen sich die Schotten jedoch beim Brexit-Referendum im Jahr 2016 für einen Verbleib Großbritanniens in der EU aus (62 Prozent). Die konservative Regierung in London bekräftigte am Mittwoch ihr Nein zu einem neuerlichen Unabhängigkeitsreferendum.

Die nach 55-jähriger Tory-Mitgliedschaft zu der Brexit-Partei des EU-Gegners Nigel Farage übergelaufene ehemalige Ministerin Ann Widdecombe hofft indes, dass so viele Brexiteers wie möglich nach den EU-Wahlen im Europaparlament sitzen werden. “Wir können (EU-Kommissionspräsident Jean-Claude) Juncker zwingen, ausschließlich Brexiteers im EU-Parlament zu sehen, wenn er auf das britische Kontingent blickt”, so Widdecombe in britischen Medien. Sie pries Farage als bedeutendste Persönlichkeit seit der früheren Premierministerin Maggie Thatcher.

Von: apa

Kommentare

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11 Kommentare auf "Schottland für zweites Unabhängigkeitsreferendum"


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Popeye
Popeye
Superredner
1 Monat 20 h

Die Gründe sind verständlich, die Ursache eher traurig. Europa verzwergt sich.

Mistermah
Mistermah
Kinig
1 Monat 19 h

Und? Was ist daran traurig? Besser gut funktionierende Einheiten, wie ein großer sauhaufen. Und was meinst du mit Europa? Den Kontinent oder die Eu?

Popeye
Popeye
Superredner
1 Monat 17 h

Ich habe die Neigung keine Eindimensionalitaet anzufechten, ich mache hier keine Ausnahme.

Dublin
Dublin
Kinig
1 Monat 19 h

…freedom for scotland…

Mistermah
Mistermah
Kinig
1 Monat 19 h

Jop… wurde ihnen das letzte mal von der Eu ausgetrieben 😂

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
1 Monat 15 h

@Mistermah
stimmt nicht. die Schotten haben vor Jahren entschieden beim Königreich England zu bleiben. war ebenfalls ein Referendum

Mistermah
Mistermah
Kinig
1 Monat 19 h

Die Eu wollte euch ja nicht als unabhängiges Schottland! Schon vergessen. Deshalb ist das Referendum damals ja gescheitert! Außerdem sind Unabhängigkeitsreferenden ja nicht im Interesse der Eu. Beispiel gefällig: Katalonien oder Krim..

One
One
Tratscher
1 Monat 18 h

Lasst doch mal die Südtiroler wählen, ob sie bei Italien bleiben wollen oder nicht. Würde mich wundern ob sie aus 70 Jahren Geiselhaft etwas gelernt haben.

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
1 Monat 15 h

So gehts nicht! Das Volk hat gewählt, bei der Unabhängigkeit und beim Brexit!
Oder lässt man so lange wählen bis das rauskommt was jemand gerne hätte ?

lesch
lesch
Neuling
1 Monat 9 h

kann man eine Meinung auch ändern oder geht das nicht?

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
1 Monat 4 h

Unter normalen Umstanden richtig, aber wenn eine Regeirung und auch noch das Parlament in einer der wichtigsten Fragen für die Zukunft eines Landes deutlich versagen und keinen Konsens finden, muss das Volk nochmals entscheiden dürfen und die politischen Vertreter absetzen. Auch das ist Demokratie.

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