Schüler gehen wieder auf die Straße

Schüler und NGOs demonstrieren für engagiertere Klimapolitik

Freitag, 05. April 2019 | 19:20 Uhr

Für eine engagiertere Politik im Kampf gegen den Klimawandel sind am Freitagnachmittag Schüler und NGOs in Wien auf die Straße gegangen. Mehrere Tausend Personen nahmen am Demonstrationszug vom Westbahnhof zum Heldenplatz teil. Die Polizei sprach von 1.600 Teilnehmern, die Veranstalter berichteten von rund 3.500 Menschen, die dem Aufruf mehrerer Organisationen gefolgt waren.

Die Demonstration stand unter dem Motto “Zukunft für alle – Alle für die Zukunft!”. Schwerpunkt des dieswöchigen Protests war das Thema “Klimagerechtigkeit”, sagte Mit-Organisatorin Katharina Rogenhofer zur APA. Neben der Schüler-Bewegung FridaysForFuture gingen Mitglieder verschiedener Organisationen wie etwa Greenpeace, Global 2000, die Plattform für eine menschliche Asylpolitik und Scientists4Future auf die Straße. Ziel sei es, das “Augenmerk auf verschiedenste Aspekte des Klimawandels zu legen”, erläuterte Rogenhofer. Dazu seien unter anderen Redebeiträge zu Fluchtbewegungen oder Gender-Themen geplant.

Anlässlich der Demonstration übte Greenpeace erneut Kritik an der Regierung. “Die bisher einzige Antwort, die Schwarz-Blau auf die größte Herausforderung unserer Zeit findet, ist Tempo-140. Damit feuert die Regierung klimaschädliche CO2-Emissionen an, anstatt sie zu senken, und ist für die Klimakatastrophe direkt mitverantwortlich”, sagte Klimaexperte Adam Pawloff. Es sei nicht verwunderlich, dass Millionen Schüler gegen die Untätigkeit ihrer Regierungen streiken.

“Die verheerende Klimabilanz in Österreich darf nicht länger schöngeredet werden. Es braucht ein rasch umsetzbares Maßnahmenpaket für ambitionierten Klimaschutz mit einer ökologischen Steuerreform, dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs und einem Einbaustopp für neue Öl- und Gasheizungen”, sagte Johannes Wahlmüller von Global 2000. Die Organisation fordert außerdem u.a. die Abschaffung umweltschädlicher Subventionen, die Aufstockung des Klimafonds und eine Verringerung des Tempolimits auf Autobahnen und Schnellstraßen.

Mensch und Natur würden bereits unter den Folgen der Klimakrise leiden, “aber die Politik beschwichtigt und bremst den Wandel”, betonte Lisa Plattner vom WWF Österreich. Sie wies auf “drohende Strafzahlungen von bis zu zehn Milliarden Euro aus nirgends budgetierten Steuergeldern, wenn die Klimaziele verfehlt werden” hin. “Wir brauchen eine umfassende ökologische Steuerreform, die insgesamt aufkommensneutral umweltfreundliches Verhalten belohnt, Arbeit billiger macht und fossile Energien ausbremst”, so Plattner. “Irrwege” wie Tempo 140, die dritte Flughafenpiste oder neue Autobahnen müssten gestoppt werden.

Von: apa

Kommentare

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11 Kommentare auf "Schüler und NGOs demonstrieren für engagiertere Klimapolitik"


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forzafcs
forzafcs
Superredner
14 Tage 18 h

Ober jedes Johr a nuis Smartphone und koan Meter zufuaß gian…

felixklaus
felixklaus
Tratscher
14 Tage 8 h

Fällt dir noch was anderes ein ?

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
14 Tage 6 h

Ich sags ja immer: man muss selber anfangen etwas zu tun (mit gutem Beispiel voran gehen) anstatt zu hoffen das Politik & Industrie sagen wo es lang geht.

Staenkerer
14 Tage 5 h
@felixklaus de mochn sicher mit 18 in führerschein, und viele sein sicher schun in urlaub gflogn … sicher nutzn se a oll de punkte, de in bericht als zerstörerisch auf de UMWELT aufgelistet sein, de wirklich einzubremsen und zu verhindern warn! ober warum lafts unter dem folschen moto, GEGEN KLIMAWANDEL! des klima werden a olle kinder und jugendlichen der welt, und wenn se olle johrelong streikn, nit ändern, also lockt man sie mit a lüge auf de stroßbgien! warum nimmt man nit es motto GEGEN DIE UMWELTVERSCHMUTZUNG, de man bekämpfen kannt? wer profitiert von der lüge? wer, verbreitung des märchen… Weiterlesen »
Spitzpassauf
Spitzpassauf
Superredner
14 Tage 18 h

In den Schulen wird grünlinkes gedankengut gelehrt. Mit dem Klimawandel wird den Schülern angst gemacht und die springen natürlich auf das Thema voll an. Welche Partei macht sich für den Klimaschutz stark? Die Grünen….in Österreich hat man das wahlalter auf 16 Jahre abgesenkt in Deutschland ist das absenken des wahlalters gerade rege im Gespräch. Ein Schelm wer böses dabei denkt…..
Sehr geschickt eingefädelter Schachzug. Wen glaubt ihr wählen die ganzen Schüler? Daß das ganze von den NGO‘s unterstützt wird ist ja klar.

werner66
werner66
Superredner
14 Tage 8 h

Der Infantilismus der überall um sich greift verlagt wohl eher, dass das Wahl- Alter drastisch erhöht wird.
Ich find es gut wenn die Themperatur ein paar Grad ansteigt, und wenn jemand glaubt, der deutsche Mensch kann das Klima verändern wenn er auf Elektro- Autos umstellt, ist er nicht nur naiv sonder schlicht und einfach dumm. Es legt wohl am deutschen Gemüt, dass sie glauben ihrem Wahn müsse sich ganz Europa unterwerfen. Liebe Kinder, die Klimaerwärmung hat um 1800 begonnen. Vorher gab es eine kleine Eiszeit und noch vorher war es auch wärmer.

felixklaus
felixklaus
Tratscher
14 Tage 7 h

Noch nie vor der tür gewesen um zu schsuen was los ist ! Nur in you tube die filmchen gesehen ?

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
14 Tage 6 h

@werner66

Es geht nicht nur ums Klima!
Es geht auch ums verprassen unserer Resourcen und die Vermüllung der Umwelt.

zockl
zockl
Superredner
14 Tage 21 h

….wenn die Kompetenz der Klimafetischisten von 14-16 jährigen Pennälern, die schulfrei haben wollen, repräsentiert wird, dann sagt das alles über deren eigene Kompetenz

Staenkerer
14 Tage 5 h

vieleicht brauchn se unterstützung weil olleweil wieniger an dem märchen glabn, das mir den klimawandel beeinflußen kennen?

heinold
heinold
Tratscher
14 Tage 5 h

Interessant wird es am Karfreitag! (Und auch am Freitag 26.04.19)

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