Stadtverwaltung von Meran wird zum Nachdenken aufgefordert

Schützenbund ist enttäuscht

Mittwoch, 08. Juni 2022 | 11:55 Uhr

Meran – Der Südtiroler Schützenbund ist enttäuscht von der Gemeindeverwaltung der Stadt Meran, die den Respekt für ethnische Minderheiten verlangt, aber gleichzeitig die Schirmherrschaft zurückzieht, sobald ethnische Minderheiten und Völker aus ganz Europa über den besten Schutz ihrer Kultur und ihrer Region nachdenken.

Die Prüfung von verschiedenen Modell-Autonomien bis hin zu souveränen Regionen bzw. eigenen Kleinstaaten sei eine Chance für Europa, um das „Europa der Regionen“ Wirklichkeit werden zu lassen, erklärt der Schützenbund in einer Aussendung.

„Es stellt sich die Frage, warum der Bürgermeister von Meran und seine Kritiker-Freunde verärgert sein wollen, wenn z.B. die Region Veneto eine neue souveräne Region werden möchte oder die Region Toskana ein neues San Marino bilden würde. Autonome Regionen sind nicht nur eine Frage der Sprache, sondern vor allem eine Frage der Vor- und Nachteile für die kulturellen Minderheiten“, erklärt Mjr. Renato des Dorides.

Wenn die Südtiroler wirklich wichtige Reformen durchführen möchten, dann brauche man unbedingt einen Ausbau unserer Autonomie oder eben einen eigenen Staat oder mehr Schutz als österreichisches Bundesland, sind die Schützen überzeugt.

Südtirol habe Reformen dringend nötig. Die aktuelle Diskussion um das Ehrenamt zeige dies eindeutig. „Aber auch Themen wie Mindestrente und Sozialpolitik, Sanität und Anerkennung der Studientitel und die duale Ausbildung zur weiteren Existenz des Handwerks brauchen mehr Kompetenzen und mehr Entscheidungsspielräume. Eine souveräne Regelung beim Abbau der Staatsschulden wäre für Südtirol ebenso nachhaltig wie existenziell wichtig“, so des Dorides.

Nun seien auch alle politischen Vertreter der Stadt Meran eingeladen, sich Gedanken zu machen, wie die Autonomie ausgebaut werden könne. „Denk- und Diskussionsverbote sind nicht mehr zeitgemäß und sind vermutlich nur die Folge von Partei-Hick-Hack, um einen Kollegen auszugrenzen. Eine moderne Stadt wie Meran sollte es sich nicht leisten, den eigenen gewählten Mandataren die Teilnahme an Veranstaltungen zu verbieten, wo verschiedene Modelle von Regierungsformen diskutiert werden“, betont der Schützenbund abschließend.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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2 Kommentare auf "Schützenbund ist enttäuscht"


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Zugspitze947
16 Tage 15 h

Lieber Schützenbund ,der ZUG ist längst abgefahren : Bedankt Euch bei Knoll-Leitner Pöder usw . Auch Eure eigenen leute haben kaum Interesse an Euren Beiträgen hier 😝👌 Traurig aber leider wahr !!! 👌👌👌

pfaelzerwald
16 Tage 14 h

Im letzten Absatz haben die Schützen absolut Recht.

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