Kronprinzessin Victoria legt rote Rosen nieder

Schwedische Polizei ermittelt nach Anschlag gegen Usbeken

Sonntag, 09. April 2017 | 06:26 Uhr

Nach dem Lkw-Anschlag in Stockholm ermittelt die Polizei wegen Terrorverdachts gegen einen 39-jährigen Mann aus Usbekistan. Am Samstag wurde er nach Angaben seines Anwalts zum ersten Mal verhört. Zu einem möglichen Motiv des Verdächtigen äußerten sich die Ermittler zunächst nicht.

“Die Umstände weisen auf eine Absicht hin, unserer Bevölkerung zu schaden und für Angst und Schrecken zu sorgen”, sagte Staatsanwalt Hans Ihrman am Samstag vor Journalisten. Ob der am Freitagabend festgenommene Mann aus Sympathie für die Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) gehandelt habe, wird den Ermittlungsbehörden noch untersucht.

Der Täter hatte am Freitag einen Lastwagen in einer belebten Stockholmer Einkaufsstraße erst in eine Menschenmenge und dann in die Front eines Kaufhauses gesteuert. Dabei waren vier Menschen ums Leben gekommen und 15 verletzt worden.

Am Sonntag wollten sich Stockholmer auf einem zentralen Platz in der Stadt versammeln, um der Opfer des Anschlags zu gedenken und zu zeigen, dass sie keine Angst vor dem Terror haben. Zu der unpolitischen “Liebes-Kundgebung” meldeten sich auf Facebook viele Tausend Menschen an. Für Montag kündigte Schwedens Regierungschef Stefan Löfven eine landesweite Schweigeminute an.

Zahlreiche Stockholmer und Touristen hatten am Samstag die Gegend rund um die Einkaufsstraße Drottninggatan besucht und Blumen niedergelegt. “Wir lassen die Dunkelheit niemals gewinnen”, stand in auf einem handgeschriebenen Zettel, der zwischen Blumen und leuchtenden Kerzen lag.

Am späten Abend hatte die Polizei die Absperrungen um den Tatort entfernt. Die Untersuchungen am Ort seien abgeschlossen, sagte eine Sprecherin der dpa. Teiles des Kaufhauses Åhlens, in das der Lkw gefahren war, sollten am Sonntag wieder für Kunden geöffnet sein.

Die Ermittler untersuchen unterdessen einen verdächtigen Gegenstand, der auf dem Fahrersitz des Lkw gefunden worden war. Medien hatten spekuliert, es könnte sich um eine Bombe handeln.

Die schwedische Polizei will nach der Tat weiter verstärkt Präsenz zeigen. Zehn Tage lang sollen außerdem alle Ausreisenden an den Grenzen kontrolliert werden. Man könne noch nicht ausschließen, dass mehrere Menschen an der Tat beteiligt gewesen seien, sagte Reichspolizeichef Dan Eliasson am Samstag. Medienberichte über weitere Festnahmen am Abend kommentierte die Polizei aber nicht.

Der Verdächtige war den Behörden seit dem Vorjahr namentlich bekannt. “Wir konnten keine Verbindungen zu extremistischen Milieus bestätigen”, sagte Anders Thornberg von der schwedischen Sicherheitspolizei mit Blick auf die damaligen Untersuchungen.

Schwedens König Carl XVI. Gustaf hatte den Lkw-Anschlag am Samstagnachmittag als “verachtenswürdig” verurteilt. Doch ihm gebe Hoffnung, “dass all diejenigen unter uns, die helfen wollen, viel zahlreicher sind als diejenigen, die uns schaden wollen”, sagte der Monarch vor dem Königspalast in der Hauptstadt. Carl Gustaf und seine Frau, Königin Silvia, hatten nach dem Vorfall eine Brasilienreise abgebrochen und waren nach Schweden zurückgekehrt.

Die internationale Solidarität mit dem Land war am Samstag groß. Das finnische Außenministerium in Helsinki sollte in der Nacht zum Sonntag in den schwedischen Nationalfarben blau und gelb angestrahlt werden. In Madrid gedachten Fußballspieler beim Stadtderby zwischen Real Madrid und Atletico auch der Opfer des Anschlags.

Von: APA/ag.

Kommentare

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11 Kommentare auf "Schwedische Polizei ermittelt nach Anschlag gegen Usbeken"


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witschi
witschi
Superredner
15 Tage 22 h

in eine dunkle zellle bei hartem brot und abflusswasser mit ihm

lupo990
lupo990
Tratscher
15 Tage 12 h

Nein witschi,schnell TODESSTRAFE…..

BAS
BAS
Grünschnabel
15 Tage 18 h

Die Briten haben die richtige Wahl getroffen,wenn auch viel zu spät und ohne Garantie, dass nicht
weitere Attentate stattfinden. Aber wer jetzt nicht seine Grenzen
zumacht, hat in einigen Jahren Verhältnisse wie im Irak. Insofern liegt
Trump, Österreich, Polen usw. richtig.

schuetze
schuetze
Grünschnabel
15 Tage 17 h

Am schlimmsten sind jetzt die Politiker die jetzt Mitleid heucheln, ihr seit schuld

schuetze
schuetze
Grünschnabel
15 Tage 17 h

Solche Anschläge werden in Europa zum Tagesordnung.

barbara
barbara
Grünschnabel
15 Tage 18 h

Schweden? Ähm,war das nicht das Heile Welt Land, dass der US
Amerikanische Präsident fälschlicher Weiße der Unruhen bezichtigt hat?

lauthals
lauthals
Grünschnabel
15 Tage 14 h

Gibt es noch ein liberaleres Land als Schweden? Oder muss man sagen,
gibt es noch ein dusseligeres Land als Schweden? Man kann einer Religion
Alles, aber auch wirklich Alles anbieten, es ist, wie hier leider
wieder zu sehen, für die Katz. Ob Orban vielleicht doch Recht mit seiner
Methode hat?

Kurt
Kurt
Universalgelehrter
15 Tage 18 h

Wieder einmal!!
Familienvater, 4 Kinder, öffentlich religiös gar nicht so auffällig, auf einmal radikalisiert und dann in blindem Hass töten😤
Es muß noch konsequenter jede aufkeimende Aktivität unterbunden werden, aber ich habe leicht red😉en.
Zum Glück werden die Sicherheitsdienste immer moderner, vernetzter, akribischer und schützen die Gesellschaft vor solchen Wahnsinnigen.

witschi
witschi
Superredner
15 Tage 22 h

in eine dunkle zelle bei abwasser und hartem brot mit ihm

Sag mal
Sag mal
Tratscher
15 Tage 17 h

ich las tatsächlich folgenden Satz in einem Buch:solange es Grenzen gibt,gibt es Kriege.Das stelle sich mal einer vor.

fanalone
fanalone
Tratscher
15 Tage 10 h

Das Gelaber von den Monarchen ist unerträglich.

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