Pensionsalter von Frauen soll auf 65 angehoben werden

Schweizer stimmen für höheres Frauen-Pensionsalter

Sonntag, 25. September 2022 | 23:02 Uhr

Die Schweizer haben einer Erhöhung des Pensionsalters für Frauen von 64 auf 65 Jahre äußerst knapp zugestimmt. Bei der Volksabstimmung am Sonntag votierten dem vorläufigen amtlichen Ergebnis zufolge 51 Prozent der Wähler für diese Initiative. Für ausreichende Mittel in der Pensionskasse soll auch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 7,7 auf 8,1 Prozent sorgen. Für diesen Schritt stimmten 56 Prozent.

Bei der Volksabstimmung wurden die Bürger auch nach ihrer Meinung zu einem Ende der Massentierhaltung befragt. 63 Prozent lehnten dies ab. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 52 Prozent.

Die Erhöhung des Pensionsantrittsalters soll die Rentenkasse zumindest für die nächsten zehn Jahre stabilisieren. Der Schritt ist laut Regierung nötig, weil geburtenstarke Jahrgänge das Pensionsalter erreichten und die Lebenserwartung steige. Linke und Gewerkschaften lehnten die Erhöhung ab. “Das ist kein guter Tag für Frauen”, sagte eine Gegnerin der Initiative im Schweizer Fernsehen. Zuerst müsse sichergestellt werden, dass Frauen genauso viel verdienen wie Männer, hieß es. Der Schritt soll mit Ausgleichsmaßnahmen abgefedert werden: Tritt die Reform wie geplant 2024 in Kraft, werden sich Frauen der Jahrgänge 1961 bis 1969 zu besseren Bedingungen vorzeitig pensionieren lassen können oder einen Zuschlag erhalten, wenn sie bis 65 arbeiten.

Die Gegner der Initiative für das Tierwohl und gegen Massentierhaltung reagierten erleichtert auf das deutliche Nein der Bevölkerung. Die Landwirtschaft sei in der Schweiz stärker reguliert als der Energiesektor, sagte Mike Egger, Abgeordnete der Schweizerischen Volkspartei (SVP), im Schweizer Radio. Die Regierung hatte darauf hingewiesen, dass die Initiative ihre strengen Standards auch auf Importe angewendet wissen wollte, was aber Handelsverträge verletzen würde. Außerdem würden die Preise speziell für Fleisch steigen. Trotz der Abstimmungsniederlage werde sich in der Tierhaltung einiges ändern müssen, sagte der grüne Nationalratsabgeordnete Felix Wettstein. “Wir haben zu viele Tiere, und diese machen zu viel Gülle.”

Von: APA/dpa

Kommentare
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l OneManArmy l
l OneManArmy l
Superredner
2 Monate 8 Tage

tja, die denken an die zukunft. bei uns brüllt salvini 15% mwst und berlusconi 1000€ mineestrente 😂😂
geld kann man sich ja bekanntlich leihen, zahlt ja die nächste generation

TKirk
TKirk
Tratscher
2 Monate 7 Tage

Hallo l OneManArmy l
Geld ist doch keine Problem oder!
Das Geld einen Krieg zu finanzieren ist da.
Das Geld für die Aufstockung Militärausgaben ist da. Italien wird von 25 Mrd. auf 38 Mrd. aufstocken, also + 13 Mrd.
Wo siehst du da ein Geldproblem?
Nur so zum Beispiel, wenn man alle 2,1 Mio Pensionisten mit der Mini Pension von ca. 500€ auf 1.000€ aufstocken würde, dann kostet das “NUR” 1 Mrd.

Bissgure
Bissgure
Tratscher
2 Monate 7 Tage

ba ins hobn viele schun die potschn augstellt , weilse die 67 johr et ibolebn . als muito bische sowiso olm die gschrepfte , sollsch die kindo auziachn und orbatn zigleich . do hausholt tut sich anet van alluan😡 obo die – Degg hot sich jo söfl für ins ingsetzt 🤣🤣🤣

inni
inni
Universalgelehrter
2 Monate 7 Tage

Ich finde es eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung zwischen Mann und Frau, dass in Italien kinderlose Frauen ein Jahr früher in Rente gehen können als Männer.

Doolin
Doolin
Kinig
2 Monate 8 Tage

…glückliche Schweizer!…da ist es 67…
😢

der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
2 Monate 7 Tage

Das ist richtige Demokratie. Nicht wie in bei uns, eine schein Demokratie, wo meist ein nicht gewählter regiert.

algunder
algunder
Universalgelehrter
2 Monate 7 Tage

in die miator solln und miiasn die johre der kindererziehung dorzua grechnet werdn !
voll und gonz!
und seimor amoll ehrlich
die frauen hobm a heint nou in a beziehung oft doppelte belostung ( hausholt kinder und job) in uan unter ze kriagn und a haufn mandor sein im 21 johr hundort olm nou ze schian an staubsauger in die hond ze nemmen , geschweige a knödl und an solet für die familie ze mochn !
schiane aussichtn 🤮🤮🤮

oetzi_123
oetzi_123
Grünschnabel
2 Monate 7 Tage

Wie nimmst an mann derdes et kann ?? Selber et ganz…….!🎊💇‍♀️

algunder
algunder
Universalgelehrter
2 Monate 7 Tage

@oetzi_123
oh teisch di net!

Superredner
2 Monate 7 Tage
Froh in der Ostschweiz zu sein und auch froh die jeweiligen Reformen zu sehen. Ich kenne sehr wenig Frauen, welche Kinder haben und die Kinder haben, sind finanziell sicher nicht im Nachteil speziell, wenn sie geheiratet haben. Wer sich nämlich mit dem Schweizer Steuersystem auskennt, weiss wer Kinder hat und vielleicht ein Haus baut, zahlt de facto keine Steuern. Umso mehr man zu lasten hat, umso mehr kann man abschreiben und irgendwann zahlt man keine Bundessteuer, keine Kantonssteuer und nur mehr Kirchensteuer. Wer Kinder hat, kann seine Steuergeschenke in die 3. Säule einzahlen, anstatt von den anderen Steuerzahler zu verlangen,… Weiterlesen »
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