Auf Migranten warten "schockierende Bedingungen"

Schwere Vorwürfe von Migranten gegen Malta

Freitag, 02. Oktober 2020 | 12:46 Uhr

Migranten haben nach Angaben des UNO-Büros für Menschenrechte schwere Vorwürfe gegen Malta erhoben. Sie seien schockierenden Bedingungen ausgesetzt – in Libyen, auf dem Meer, und oft auch bei der Ankunft in Europa, berichtete das Büro am Freitag in Genf. Das Militär Maltas soll mindestens einmal versucht haben, ein Boot mit Flüchtlingen in libysche Gewässer zurückzudrängen.

In einem anderen Fall soll das Militär ein Boot Richtung der italienischen Insel Lampedusa gedrängt haben. Migranten hätten auch berichtet, dass kommerzielle Schiffe ihnen nicht zu Hilfe gekommen seien. Menschen, die trotzdem in Malta an Land kamen, hätten auch dort von unhaltbaren Zuständen berichtet. Einige seien monatelang in Lagern festgehalten worden, wo sie wenig Tageslicht, frisches Wasser oder angemessene Toiletten gehabt hätten. Sie hätten kaum Kontakt zu humanitären Helfern oder Anwälten haben dürfen.

Die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, rief die Europäische Union zum wiederholten Mal auf, eine nachhaltige Migrationspolitik umzusetzen. Mangelnde Solidarität bürde den Grenzländern den Großteil der Verantwortung auf.

Von: APA/dpa

Kommentare

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1 Kommentar auf "Schwere Vorwürfe von Migranten gegen Malta"


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Tantemitzi
Tantemitzi
Universalgelehrter
23 Tage 7 h

Ich vermisse ein kleines bisschen Demut in den Aussagen ….. inzwischen meint offenbar jeder, es steht ihm alles was er sich erträumt hat einfach zu!   Die Bedingungen in den Auffanglagern können leider nur mehr schlimm sein, es kommen einfach viel zu viele Menschen. Diese pochen dann als erstes auf ihre “Rechte” und die Einheimischen sollen gefälligst sehen wie sie das hinkriegen. So kann es einfach nicht mehr weiter gehen.

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