Die Lage der Menschen an Bord ist nicht einfach

Sea Watch Migranten – Malta und Italien bleiben hart

Sonntag, 06. Januar 2019 | 19:45 Uhr

Trotz des Appells des Papstes für europäische Solidarität zur Lösung der schwierigen Lage der 49 Migranten an Bord von zwei Rettungsschiffen im Mittelmeer bleiben Malta und Italien hart. Der maltesische Premier Joseph Muscat warnte, dass die Landung der Migranten auf Malta einen Präzedenzfall darstellen würde.

Dies sei gefährlich, weil es zu weiteren Ankünften in den nächsten Monaten und in der Sommerzeit kommen könnte, so Muscat in einem Interview mit dem maltesischen Radiosender “Radio One” am Sonntag. Malta erklärte sich am Mittwoch bereit, die beiden Schiffe in seine Gewässer einfahren zu lassen. Grund sei die sich verschlechternde Situation an Bord. Die maltesischen Behörden wollen die Migranten jedoch nicht aufnehmen.

Auch Italiens Innenminister Matteo Salvini verteidigte seine Politik der geschlossenen Häfen. “Starker Rückgang bei den Migrantenabfahrten, weniger Tragödien im Mittelmeer. Das behauptet die UNO, das berichtet das Wall Street Journal, die nicht gerade Freund des bösen Salvini sind. Schluss mit dem Geschäft mit dem Migranten, Stopp mit dem Menschenhandel. Ich mache weiter”, so Salvini auf Facebook am Sonntag.

Von: apa