Mindestens fünf Menschen verloren ihr Leben

Sieben Tote bei Anschlag auf Volkszählungsteam in Pakistan

Mittwoch, 05. April 2017 | 11:12 Uhr

Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Volkszählungsteam in Ostpakistan sind sieben Menschen getötet und 15 verletzt worden. Unter den Toten seien vier Soldaten, die zur Sicherung der Zensusgruppe abgestellt worden waren, sowie zwei Zivilisten, sagte am Mittwoch ein Polizeibeamter der Großstadt Lahore, Basharat Hussain. Auch der Attentäter sei ums Leben gekommen.

Der Attentäter, der eine Sprengstoffweste trug, habe am Morgen mit einem Motorrad den Kleinbus eines Zensusteams gerammt, sagte Hussain. Zu der Tat bekannten sich die pakistanischen Taliban (TTP). Es war der erste Vorfall während der riesigen Volkszählung in einem der bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Die Zählung hatte vor knapp drei Wochen begonnen und soll insgesamt zehn Wochen dauern.

Es ist die erste Volkszählung seit fast 20 Jahren für Pakistan. Die schlechte Sicherheitslage hatte vorherige Versuche lange verhindert. 175.000 Soldaten sollen rund 91.000 Zähler schützen.

Pakistanische Extremisten richten ihre Anschläge oft gegen den Staat und seine Sicherheitskräfte. Von 2015 an war nach massiven Militäroffensiven die Zahl der Anschläge in Pakistan stark zurückgegangen. Seit Mitte Februar erlebt Pakistan aber erneut eine ganze Serie von Anschlägen mit Hunderten Toten und Verletzten.

Erst vor fünf Tagen hatte die mit den Taliban verbündete Extremistengruppe Jamaat ul-Ahrar vor einer schiitischen Moschee im Nordwesten Pakistans eine Autobombe gezündet und mindestens 24 Menschen getötet. 108 weitere wurden verletzt.

Von: APA/dpa