Kentern eines Flüchtlingsbootes

Sieben Tote bei Flüchtlingsdrama in der Ägäis

Freitag, 28. Juli 2017 | 13:26 Uhr

Beim Kentern eines Flüchtlingsbootes vor der türkischen Küste sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu fünf Kinder und zwei Frauen ums Leben gekommen. Das Boot sei auf dem Weg zu den griechischen Ägäis-Inseln gewesen, meldete Anadolu am Freitag unter Berufung auf die Küstenwache. Die Nationalität der Opfer war zunächst unklar. Nach einem vermissten Flüchtling wird noch gesucht.

Neun Flüchtlinge aus dem Irak, aus Syrien und aus Somalia wurden von der Küstenwache gerettet. Unter den 18 Menschen an Bord sei außerdem ein türkischer Menschenschmuggler gewesen, der davongeschwommen sei, als das Boot zu sinken begonnen habe, berichtete Anadolu weiter. Die Polizei fahnde nach ihm.

Das Boot kenterte am Donnerstag gegen 21.00 Uhr (Ortszeit/20.00 MESZ) vor dem Distrikt Cesme in der Provinz Izmir. Cesme liegt gegenüber der griechischen Insel Chios. Die Küstenwache setzte laut Anadolu drei Boote und einen Hubschrauber ein, um die Schiffbrüchigen zu retten.

Die Zahl der auf den griechischen Inseln ankommenden Migranten aus der Türkei steigt weiter. Insgesamt setzten von Donnerstag auf Freitag 341 Menschen über, wie der griechische Flüchtlingskrisenstab mitteilte. Die meisten Migranten kamen auf Lesbos (148) und auf Samos (152) an. Im Durchschnitt waren in den vergangenen zwei Monaten 65 Migranten pro Tag angekommen. Die griechischen Behörden führten diesen Anstieg auf das ruhige Wetter zurück, das zurzeit in der Ägäis herrscht.

Von: apa

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