Online-Umfrage für alle Interessierten ab 16

Skiweltmeisterschaften 2029 in Gröden – Ja oder Nein?

Dienstag, 17. Mai 2022 | 16:32 Uhr

St. Ulrich – Die Skiweltmeisterschaften 1970 waren das erste internationale Großereignis in Gröden. Auf die Frage des Referendums im Jahre 1991, ob Gröden sich für die Austragung der Alpinen Skiweltmeisterschaften bewerben soll, antworteten 3214 Wählerinnen und Wähler (56,48 Prozent) mit Nein, während 2314 Wählerinnen und (41,86 Prozent) für das Ja stimmten. Nun scheint sich die Situation fast zu wiederholen: Das Organisationskomitee für die WM 2029 in Gröden hat sich im September 2021 in Mailand erfolgreich für eine Kandidatur der Austragung der alpinen Skiweltmeisterschaften beworben. Deshalb haben Mitglieder der Lia per Natura y Usanzes in den letzten Wochen eine Umfrage ausgearbeitet, die zum Ziel hat, die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger des Grödner Tales und außerhalb einzuholen.

Heute stelle sich in Gröden wieder die Frage, ob eine Ski-WM für das Tal eine Chance sei, sich nachhaltig so zu entwickeln, dass Natur, Wirtschaft und Gesellschaft im Einklang leben können, erklärt die Vereinigung.

„Der Tourismus im Grödner Tal garantiert vielen Bürgern einen hohen Lebensstandard und bietet viele Arbeitsplätze und allen damit verbundenen Wirtschaftszweigen eine gute Auslastung. Die einheimische Jugend sucht oft nach Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten außerhalb des Tales. Gröden verfügt über ein modernes und breites Netz an Skipisten und des öffentlichen Nahverkehrs. Die Busse sind aber auf Talebene an der Grenze der Kapazität angelangt. Die große Anzahl an Einheimischen und Touristen sind Ursache für viel Verkehr und Konsum von Ressourcen (z.B. Wasser, Energie). Der Verkehr im Tal und auf den Pässen führt zu Staus, Lärmbelästigung und Luftverschmutzung sind die Folgen“, so die Lia per Natura y Usanzes. Eine mögliche Austragung der Skiweltmeisterschaften werfe bei den Talbewohnern viele Fragen auf.

In den nächsten Wochen soll das zweite Dossier des Organisationskomitees für die Kandidatur herausgegeben werden. „Das Organisationskomitee hat die Zusammenarbeit mit Interessensgruppen im Tal zur Ausarbeitung eines nachhaltigen Konzeptes bis jetzt nur angekündigt. Bisher haben die drei Gemeinderäte von St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein keinen Beschluss zu den Weltmeisterschaften 2029 abgestimmt. Außerdem hat es noch keinen offiziellen Bürgerabend zu diesem aktuellen Thema gegeben“, so die Lia per Natura y Usanzes.

Durch Umfrage soll laut der Vereinigung die Meinung der BürgerInnen, die im Tal leben und der Touristen, die ins Tal kommen, sichtbar gemacht werden. Über einen Link kann jeder Bürger in die zweisprachige Online-Umfrage einsteigen und sämtliche Fragen beantworten. Die Umfrage wurde am Sonntag 15. Mai freigeschaltet und läuft bis zum 15. Juni. Ende Juni werden die Ergebnisse in den Medien veröffentlicht.

Von: mk

Bezirk: Salten/Schlern

Kommentare

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3 Kommentare auf "Skiweltmeisterschaften 2029 in Gröden – Ja oder Nein?"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 8 Tage

…na bitte!… no net genua?…
🤪

thomas
thomas
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

bitte NEIN!

Gredner
Gredner
Kinig
1 Monat 8 Tage

Andere Frage: welcher Ort (weltweit!) eignet sich denn besser für die Austragung einer Ski-WM?

Will man auf alle Kosten Skigebiete aus dem Nichts stampfen wie in Sotchi oder klimatisierte Fussballstadien wie in Kuwait?!?

Was ist die Alternative? Keine WM mehr austragen?

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