Slowenien hält Kontrollen für unverhältnismäßig

Slowenien protestiert gegen österreichische Grenzkontrollen

Freitag, 09. September 2016 | 21:26 Uhr

Slowenien hat Österreich eine diplomatische Note geschickt, in der Laibach gegen die anhaltenden österreichischen Grenzkontrollen protestiert. “Angesichts der derzeitigen Umstände sind Grenzkontrollen an der Schengen-Innengrenze zwischen Österreich und Slowenien ungerechtfertigt und unverhältnismäßig”, zitierte die slowenische Nachrichtenagentur STA das Außenministerium am Freitag.

Trotz des Dialoges zwischen den beiden Ländern gebe es “einen Mangel an Informationsaustausch über manche Maßnahmen, die Österreich plant”, beklagte Laibach. Es forderte etwa, “über mögliche Absichten, Zäune in der Nähe von Grenzübergängen nach Slowenien zu errichten”, auf dem Laufenden gehalten zu werden, wie es hieß. Gleichzeitig wies das Ministerium darauf hin, dass es in letzter Zeit keine größere Anzahl an Versuchen zur illegalen Grenzüberschreitung gegeben habe.

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) stattet dem Nachbarland am kommenden Montag einen Arbeitsbesuch ab und trifft Ministerpräsident Miro Cerar in Laibach. Das Treffen findet im Vorfeld des EU-Sondergipfels vom 16. September statt.

Österreich hatte Ende 2015 Kontrollen an der Grenze zu Slowenien und Ungarn eingeführt. Die Maßnahme wurde im Mai mit Zustimmung des EU-Ministerrates um weitere sechs Monate verlängert.

Von: apa

Kommentare

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2 Kommentare auf "Slowenien protestiert gegen österreichische Grenzkontrollen"


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enkedu
Grünschnabel
15 Tage 3 h

zum Glück haben wir Staaten die versuchen Recht und Ordnung einzuhalten. Andre stecken den Kopf in den Sand oder erzählen uns “wir schaffen das’. Was denn?

zombie1969
Grünschnabel
13 Tage 13 h

Diese Menschen wollen ein besseres Leben, wie jeder andere auch. Solange dies in ihren Ländern nicht möglich ist, werden sie alles tun, um nach Europa zu kommen.
Vieles ist in Europa nicht perfekt, aber im Vergleich zu den Ländern aus denen diese Menschen kommen, gleicht es dem Paradies.
Und weil das so ist, muss Europa alles dafür tun, diesen Weg zu versperren. Wenn die Leute ein besseres Leben wollen, was jedem einzelnen zu gönnen ist, müssen sie das in ihrer Heimat tun. Und es dort zu ermöglichen, ist ihre eigene Aufgabe. Europa kann da bestenfalls unterstützen.

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