Doskozil kehrt ins Burgenland zurück

SPÖ-Burgenland will am Mittwoch Doskozil-Rückkehr fixieren

Montag, 06. November 2017 | 14:15 Uhr

Über die berufliche Zukunft von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) dürfte am Mittwoch endgültig Klarheit herrschen: Am Nachmittag tagt in Eisenstadt ein außerordentlicher SPÖ-Landesparteivorstand, bestätigte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) am Montag bei einer Pressekonferenz. In der Sitzung werde auch über die Rückkehr von Doskozil ins Burgenland “ausführlich diskutiert” werden.

Im Anschluss an die Sitzung findet eine Pressekonferenz statt. Auf die Frage, ob am Mittwoch mit einer Entscheidung zu rechnen sei, sagte Niessl, er gehe davon aus. Die Sozialdemokratie des Burgenlandes zeichne sich dadurch aus, dass es “klare, rasche Entscheidungen gibt”. Er könne jedoch nicht dem Landesparteivorstand vorgreifen und wolle das auch nicht.

Dass Doskozil ins Burgenland zurückkehren will, ist schon länger ein offenes Geheimnis. Nachdem die SPÖ auf Bundesebene nun wohl die Oppositionsbank drücken muss, soll der Wechsel aber schneller als gedacht durchgezogen werden. Spekuliert wird, dass er entweder Finanzlandesrat oder Gesundheitslandesrat werden soll. Nach APA-Informationen soll Doskozil Helmut Bieler als Chef des Finanzressorts ablösen, der in Pension gehen könnte. Da Doskozil schrittweise als Niessls Nachfolger aufgebaut werden soll, soll er in weiterer Folge dann auch die Landespartei übernehmen. Die nächste Landtagswahl im Burgenland steht regulär im Frühjahr 2020 an.

Die ÖVP Burgenland bot Noch-Minister Doskozil am Montag die Zusammenarbeit an, wenn dieser, wie kolportiert, in die burgenländische Landesregierung wechseln sollte. Es bestehe mit einem “de facto neuen Landeshauptmann Doskozil” die Chance, einen neuen politischen Stil zu etablieren, meinte Landesparteiobmann Thomas Steiner am Montag.

Der ÖVP-Chef ging davon aus, dass Doskozil vorerst als Landesrat agieren und es noch eine Zeit dauern werde, bis er die Nachfolge von Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) antreten werde. Dennoch liege alles, was ab dem heutigen Tag in der Landesregierung passiere und auch nicht passiere, in der Verantwortung von Doskozil, sagte Steiner.

Von: apa

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