Schulartikel für viele Familien zu teuer

SPÖ will zusätzlichen Urlaubstag zu Schulbeginn

Dienstag, 04. September 2018 | 12:35 Uhr

Die SPÖ will einen zusätzlichen Sonderurlaubstag für Eltern mit Kindern zwischen sechs bis zwölf Jahren in der Woche des Schulbeginns. Außerdem soll das Schulstartgeld auf 200 Euro verdoppelt sowie auch die Verpflegung und Freizeitangebote an Ganztagsschulen gratis angeboten werden, so Klubobmann Andreas Schieder und Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid am Dienstag.

Neben finanziellen bringe der Schulbeginn für Eltern auch große zeitliche Belastungen mit sich, meinte Schieder. Für einen stressfreien Schulanfang solle daher im Urlaubsgesetz eine zusätzliche eintägige Freistellung für Eltern geschaffen werden – ähnlich wie die Pflegefreistellung. Dadurch soll mehr Zeit für das Üben des Schulwegs oder das Einkaufen der wichtigsten Schulsachen zur Verfügung stehen.

Eine finanzielle Entlastung der Eltern forderte Hammerschmid: Gerade am Schulanfang stünden für Eltern Ausgaben etwa für die Schultasche, technische Geräte, Haus- und Turnschuhe, Hefte, Bastelbeträge etc. auf dem Programm. Daher solle das Schulstartgeld (wird mit der Familienbeihilfe für den September für jedes Kind zwischen sechs und 15 Jahren ausgezahlt, Anm.) von 100 auf 200 Euro verdoppelt werden.

Außerdem sollen nach dem Wunsch der SPÖ an ganztägigen Schulen auch die Verpflegung und die Freizeitangebote kostenlos sein. Die finanziellen Aufwendungen dafür würden gerade sozial schwache Familien vom Besuch einer ganztägigen Schulform abhalten. Flächendeckend in ganz Österreich angeboten werden soll außerdem Gratisnachhilfe. Beide Maßnahmen würden die derzeit hohen Nachhilfekosten für Eltern drastisch sinken lassen, so Hammerschmid.

Weitere SPÖ-Forderungen: Gratis-Tablets und Gratis-Laptops für die Schüler: “Was Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) als große Erkenntnis von seiner Asienreise mitgebracht hat, haben wir uns längst überlegt und im Plan A von Christian Kern festgehalten.” Sie selbst habe als Bildungsministerin 2017 eine Digitalisierungsstrategie präsentiert, so Hammerschmid. “Wäre Sonja Hammerschmid noch Ministerin, würden die Gratis-Tablets heuer schon ausgeteilt”, meinte Schieder.

Dazu verlangt die SPÖ für die Jüngeren einen Rechtsanspruch auf ein ganztägiges Gratis-Kinderbetreuungsangebot zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dazu müsse es weniger Schließtage und längere Öffnungszeiten der Kindergärten geben – gerade im Zusammenhang mit dem von der SPÖ vehement bekämpften Zwölf-Stunden-Tag.

Von: apa

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